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Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht

Sequel der schwarzhumorigen Mafia-Komödie von 1999, in der Bruce Willis als Mafioso im Ruhestand seinem Nachbarn zur Hilfe kommt, als dessen Frau entführt wird.


Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.01.2005

Originaltitel: The Whole Ten Yards

Komödie/ Action

USA 2004
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Bruce Willis
Matthew Perry
Amanda Peet

Regie: Howard Deutch
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Vier Jahre nach dem ersten Hit hat Ex-Killer Bruce Willis Zahnarztneurotiker Matthew Perry erneut am Hals. Nervig für beide, lustig für den Rest der Welt.

Jimmy und Jill wittern eine Gelegenheit zum Töten (Foto: Concorde) Großansicht

Jimmy und Jill wittern eine Gelegenheit zum Töten (Foto: Concorde)

"Ich will nur jemanden erschießen" jammert die gelangweilte Jill (Amanda Peet), während Jimmy (Bruce Willis) im Maggi-Kochstudio-Look selbstgemachtes Dinner serviert. In Mexiko ist der Profi-Killer inzwischen Koch, seine süß-schusselige Frau aber noch immer kein Killer geworden.

Das Austesten neuer Berufsfelder hat ein Ende, als Ex-Nachbar Oz (Matthew Perry) schlechte Nachrichten bringt. Clanchef Gogolak (Kevin Pollak) will Rache, weil Jimmy seinen Sohn umgenietet hat. Und deswegen hat er erst einmal Ozs Frau Cynthia (Natasha Henstridge) entführt.

Laszlo will seinen toten Sohn rächen (Foto: Concorde) Großansicht

Laszlo will seinen toten Sohn rächen (Foto: Concorde)

Eine Frage des Stils

Mit dem sympathisch verrückten Personal des Vorgängers setzt "Keine halben Sachen 2" die Geschichte einer Freundschaft fort, die bei einem Bier in der Bar, dank Jimmys Launen aber auch im Fundament eines Neubaus enden könnte.

Dieses Mal geht es um Entführung, Eheprobleme und wichtige Stilfragen. Dürfen Badelatschen zur Maschinenpistole getragen oder Mädchen, die Kekse verkaufen, wie Killer behandelt werden?

Bruce Willis genießt sichtbar den Ausflug in die absurde Actionkomödie. Wer "Keine halben Sachen" mag, hat seinen Spaß.

Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht

Bruce Willis und Matthew Perry ("Friends") sind im Sequel der actionangereicherten Gangsterkomödie um die turbulente Freundschaft zwischen einem notorischen Auftragskiller und einem schusseligen Zahnarzt zwar nicht mehr taufrisch in ihre Ehefrauen Amanda Peet und Natasha Henstridge verliebt, dafür nach wie vor alt verkracht. Neu von der Partie ist Regisseur Howard Deutch ("Grumpy Old Men"-Reihe), der für seine jugendfreundliche Inszenierung mehr als sein Vorgänger Jonathan Lynn auf Blähungshumor, dafür weniger auf nackte Brüste setzt.

Jimmy "die Tulpe" und Jill leben jetzt in Mexiko, wo sich der hartgesottene Hitman inzwischen zum pingeligen Hausmann gewandelt hat. Angetan mit Kopftuch, Schürze und plüschigen Häschen-Hausschuhen parodiert Willis seinen patentierten Rolltentypus des machohaften Actionstars. Mit seiner Häuslichkeit nervt er seine junge Frau, die sich angestrengt als Auftragskillerin übt, dabei jedoch nicht den erwünschten Erfolg verzeichnen kann. Zahnarzt Oz (Perry) hingegen hat derweil in L.A. ganz andere Sorgen. Der ungarische Mafiaboss Lazslo Gogolak (Kevin Pollak) ist aus dem Gefängnis entlassen worden und will Rache für seinen im Original von Jimmy umgelegten Sohn Janni (ebenfalls Pollak) nehmen. Um Jimmys Aufenthaltsort herauszubekommen, veranlasst Gogolak das Kidnapping von Oz' Angetrauter Cynthia. Der gewohnt ungeschickte Oz begibt sich daraufhin zu Jimmy, um ihn um Hilfe zu bitten. Die Mobster sind ihm natürlich auf den Fersen und es kommt zu einer Riesenballerei. Zu dritt begeben sich die Gejagten anschließend nach L.A., um Cynthia nach den obligatorisch entstehenden Komplikationen zu retten. Gleichzeitig ist ein millionenschwerer Coup in Gange, von dem jedoch nur eine Hälfte des Freundesquartetts Ahnung hat.

Das Drehbuch von George Gallo ("Midnight Run", "Spot") wärmt schematisch sämtliche Elemente des Erstlings auf. Die Mobster sind immer noch ebenso brutal wie tumb, wobei Gogolaks starker Akzent und seine Verhunzung gängiger Sprichwörter für kleine Jungs bestimmt ganz lustig ist. Perry geht erneut in seiner überdrehten Slapstick-Routine als irritierender Neurotiker auf, der scheinbar grundlos gegen Wände und Türen knallt. Ein besonders niederer Gag dreht sich um einen angedeuteten homosexuellen One-Night-Stand zwischen Jimmy und Oz, der danach mehrfach über Hinternschmerzen klagt. Platte Peinlichkeiten wie diese werden immerhin durch die immer noch aufblitzende komische Chemie zwischen den beiden männlichen Leads kaschiert. Überraschend ist, dass die sonst so quirlige Peet ("Was das Herz begehrt"), die sich im Erstling als besonders angenehmer Lichtblick erwies, diesmal um einiges verhaltener wirkt. Was auch auf den gesamten Film zutrifft, der für alle Beteiligten wie ein Happen zwischendurch wirkt und deshalb die Ergebnisse des moderat erfolgreichen Erstlings kaum übertreffen dürfte. ara.

Darsteller:  Bruce Willis   als Jimmy "Die Tulpe" Tudeski
  Matthew Perry   als Nicholas "Oz" Oseransky
  Amanda Peet   als Jill
  Kevin Pollak   als Lazlo Gogolak
  Natasha Henstridge   als Cynthia
  Frank Collison   als Strabo
  Johnny Messner   als Zevo
  Silas Weir Mitchell   als Yermo
  Tasha Smith   als Julie
  Elisa Gallay   als Anya
  Tallulah Belle Willis   als Buttercup Scout
  Johnny Williams   als Vito
 
Regie:  Howard Deutch  
Buch:  George Gallo  
Musik:  John Debney  
Kamera:  Neil Roach  
Produzent:  Arnold Rifkin  
  David Willis  
  Elie Samaha  
  Alan Kaufman  
 

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