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Keine Lieder über Liebe

Auf DV gedrehtes Dreiecks-Melodram vor dem Hintergrund einer Band-Tournee.


Keine Lieder über Liebe

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Erhältlich seit:
19.05.2006

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Florian Lukas
Jürgen Vogel
Heike Makatsch

Regie: Lars Kraume
Warner Home Video Germany

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Innovatives, auf DV gedrehtes Dreiecksmelodram vor dem Hintergrund einer Bandtournee.

Zu dritt unglücklich (Foto: Film1 (Alamode)) Großansicht

Zu dritt unglücklich (Foto: Film1 (Alamode))

Der Rockmusiker Markus Hansen (Jürgen Vogel) wird von seinem Bruder Tobias (Florian Lukas) während der Deutschlandtournee mit seiner Band in einem Dokumentarfilm portätiert. Die beiden Brüder belastet jedoch noch eine totgeschwiegene Affäre zwischen Markus und Tobias' Freundin Ellen (Heike Makatsch).

Als Ellen dann bei den Dreharbeiten auftaucht, bricht der ungelöste Konflikt schließlich auf. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen und heißen Diskussionen über Liebe, Treue und Betrug.

Markus geht auf der Bühne voll aus sich heraus (Foto: Film1 (Alamode)) Großansicht

Markus geht auf der Bühne voll aus sich heraus (Foto: Film1 (Alamode))

Ohne Plan und doch ein Ziel

Spannendes und authentisch wirkendes Filmexperiment von Lars Kraume, in dem dokumentarische und fiktionale Elemente fließend ineinander übergehen. Für die Dreiecksgeschichte wurden die Schauspieler nur mit einer groben Biografie ihrer Figuren versehen und mit einer realen Band auf Tour geschickt.

Vogel, Makatsch und Lukas ließen sich auf ein innovatives Projekt ein, dessen Ergebnis von niemandem vorhergesehen werden konnte, doch auf jeden Fall sehenswert ist.

Keine Lieder über Liebe

Ein interessantes Film-Experiment mit Doku-Charakter über Liebe, Lebenslügen und Verrat. Schauspieler Jürgen Vogel ist auch als Sänger der "Hansen-Band" einfach top.

In größtenteils improvisierten Szenen und spontanen Dialogen entstand dieses Drama, in dem ein junger Mann einen Film über die Tournee seinen Bruders und dessen Band Hansen drehen will. Eine schon beendete Affäre zwischen seiner Freundin und dem Musiker stört das Verhältnis zwischen den Geschwistern. Im Verlauf der chaotischen Dreharbeiten bricht der schwelende Konflikt aus, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen und heißen Diskussonen über Liebe, Treue und Betrug. Existenzielle Fragen werden nicht einfach abgehandelt, sondern mit Herzblut und bis zur Selbstzerstörung debattiert. Lars Kraume und Jürgen Vogel, der sich als Produzent "mit allem Drum und Dran" beteiligte, entwickelten das Projekt, inklusive der Gründung einer Band mit Mitgliedern der deutschen Bands TOMTE und KETTCAR. Vogel mimt den coolen Typen, der Gefühle nicht zulässt und seine verletzte Seele hinter Ruppigkeit versteckt. Er tritt sogar ganz passabel als Leadsänger auf, und tourte mit großer Resonanz durchs Land (zum Filmstar gibt's die CD). Die Schauspieler kannten nur den groben Rahmen der Story (Kraume hatte für den Notfall ein Drehbuch in petto) gemeinsam entwarfen die Protagonisten ihre Figuren, handelten und sprachen, was sie sich situativ vorstellten. Ein Risiko, das Vogel, Heike Makatsch und Florian Lukas bewusst auf sich nahmen. Sie wirken echt, hören auf ihre eigenen Wahrheiten. Auch wenn man sich an die bewegte Kamera, manchmal losen Gesprächsfragmente und neue Narrationsform gewöhnen muss - die in nur vier Wochen Geschichte übt Sogwirkung aus, trotz langer Busfahrten, Herumsitzen in verrauchten Backstage-Räumen, Übernachtungen in Billighotels und einem etwas herausgezogenes Ende. Knapp 100 spannende und emotionale Minuten sind das Ergebnis von 150 Stunden Material. Mit "Keine Lieder über Liebe" haben alle Beteiligten etwas gewagt und gewonnen. Auch der deutsche Film, der hier Innovationskraft beweist. mk.

Keine Lieder über Liebe

Die beiden wichtigsten Menschen im Leben des angehenden Filmemachers Tobias Hansen (Florian Lukas) sind seine Freundin Ellen (Heike Makatsch), mit der er in Berlin zusammenwohnt, und sein Bruder Markus (Jürgen Vogel), der in Hamburg lebt und Sänger einer Band ist. Seit Tobias und Ellen Markus vor etwas über einem Jahr besucht haben, stimmt etwas nicht mehr in ihrer Beziehung. Tobias hat sich nie getraut zu fragen, aber er hat den Verdacht, damals könnte etwas zwischen Ellen und Markus gelaufen sein. Nun will er die Wahrheit herausfinden. Mit einem Kamerateam begleitet er seinen Bruder und dessen HANSEN BAND auf Konzerttournee - Ellen bittet er mitzukommen. Was ursprünglich als Dokumentation über die Musik geplant ist, entwickelt sich bald zu einem Film ganz anderer Art: Es geht um Liebe, Vertrauen und Verrat. Um Ellen, Markus und Tobias. Und um die Frage: Wie gut kennt man die Menschen, die einem am nächsten stehen?

Quelle: Warner Home Video

Audiokommentar: von Jürgen Vogel, Florian Lukas und
Regisseur Lars Kraume

Interviews: Jürgen Vogel, Florian Lukas, Heike Makatsch, Lars Kraume, Thees Ullmann (Tomte) und Marcus Wiebusch (Kettcar)

Music Video: Musikvideos "Baby Melancholie", "Kamera"
und "Hansen Band Live"

Nicht verwendete Szenen:
Trailer:

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Florian Lukas   als Tobias Hansen
  Jürgen Vogel   als Markus Hansen
  Heike Makatsch   als Ellen
  Monika Hansen   als Mutter
  Thees Uhlmann   als Thees
  Marcus Wiebusch   als Marcus
  Felix Gebhardt   als Felix
  Max Martin Schröder   als Max
  David Sieveking   als Tourmanager
  Katharina Lorenz   als Katharina
  Charlie Rinn  
  Zora Holt  
  Thomas Dannemann  
 
Regie:  Lars Kraume  
Buch:  Lars Kraume  
Musik:  Marcus Wiebusch  
  Thees Uhlmann  
  Max Martin Schröder  
  Reimar Bustorff  
Kamera:  Sonja Rom  
  Alexa Ihrt  
Produzent:  Henning Ferber  
  Sebastian Zühr  
  Lars Kraume  
 

Keine Lieder über Liebe in der Fotoshow

 

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