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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.04.2009
USA/Niederlande/Frankreich 2002
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)
James Ransone
Tiffany Limos
Stephen Jasso
Regie: Larry Clark, ...
Legend Home Entertainment

Und wieder blickt Larry Clark, seit "Kids" auch als Fotograf engagiertester Chronist der Teenage Wasteland, in die unschönen Risse in der Fassade des amerikanischen Traums, in eine Welt aus Drogen, Gewalt und sexuelle wie religiöse Abgründe, die Jugendlichen das Leben zur unerträglichen Hölle macht. Nur Skaten und die Nähe Gleichgesinnter bietet der Filmemacher hier als mögliche Flucht an. Aber immerhin: Clarks bislang explizitester und verstörendster Film ist auch sein hoffnungsvollster - ein radikales Meisterwerk, das anders als der Vorgänger "Bully" seiner unbequemen und drastischen Bilder zum Trotz den Weg in die deutschen Kinos findet. Zum Glück.
Sex mit der Mutter der Freundin, Selbstbefriedigung mit einem Strick um den Hals, inzestuöse Verquickungen, und über all diesem wacht der Titel gebende Ken Park, der sich in der ersten Szene des Films an einem strahlenden Sonnentag im Skatepark von Visalia, Kalifornien, das Hirn wegschießt. Wieder begibt sich Larry Clark in die Welt einer desillusionierten Jugend. Und wieder offeriert er einen schonungslosen Blick hinter die traurige Fassade des Lebens seiner Protagonisten, in dem Sex und Gewalt die einzigen Möglichkeiten sind, ihrem grausamen Alltag zu trotzen: Shawn (James Bullard) befriedigt nicht nur seine Freundin, sondern auch deren Mutter Rhonda (Maeve Quinlan), eine attraktive Enddreissigerin. Claude (Stephen Jasso) leidet unter seinem gewalttätigen Vater, der ihn als schwules Weichei beschimpft, aber nachts betrunken in sein Bett schlüpft. Peaches (Tiffany Limos), halbwaise Tochter eines zutiefst religiösen Einwanderers, entpuppt sich als Bondage-vernarrtes Luder. Und der psychotische Tate (James Ransome), der bevorzugt durch Selbststrangulation bei der Selbstbefriedigung zum Höhepunkt kommt, wird in einem der bedrückendsten Momente des Films zum Mörder seiner Großeltern, die ihn vermeintlich liebevoll aufgezogen haben.
Mühelos könnte der Film als Dokumentation durchgehen. Sicherlich ist es nicht jedermanns Realität, die hier auf eindringliche Art und Weise von Laiendarstellern ebenso wie von erfahrenen Profischauspielern dargestellt wird, aber man kann nicht verleugnen, dass es sie geben könnte. Clark entmystifiziert das Klischee des romantischen, unschuldigen Teenager-Sex nach "Kids" und "Bully" erneut auf seine ganze eigene Art und Weise: Pseudodokumentarisch, wertfrei und explizit inszeniert er erneut den Alptraum der Jugendzeit. Er geht jedoch noch ehrlicher an das Thema heran als beispielsweise in "Kids", beleuchtet er doch diesmal die Hintergründe stärker, indem er nun auch die Eltern mit in den Mittelpunkt rückt. Sein reifster Film, könnte man behaupten, ohne damit aber den Wert seiner anderen Werke zu schmälern. Denn genau diese stringente Weiterentwicklung, wie sie sich auch in den Figuren seiner Jugend-Trilogie widerspiegelt, macht seine Filme so authentisch.
"Ken Park" ist ein gänzlich unprätentiöses Stück Realität, ein schonungsloses Soziogramm so voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, dass das Hinsehen beinahe physisch schmerzt. Ein Glücksfall im Nachhinein, dass das Drehbuch von Harmony Korine, der es im Alter von 20 Jahren nach Ideen und Figuren von Larry Clark schrieb, erst acht Jahre nach dem ebenfalls aus seiner Feder stammenden "Kids" realisiert werden konnte. Zeigt es doch auf knallharte Weise eine mögliche, wenn auch nicht unbedingt wünschenswerte Weiterentwicklung: Die "Kids" werden erwachsen. jn.
Hip Hop, Skateboards, das wärmende Licht eines kalifornischen Sommernachmittags. Dann ein Schuss in den Kopf...Der Selbstmord des Teenagers Ken Park ist Auftakt für die Geschichten um vier befreundete Jugendliche aus Visalia. Der Skatepark der Kleinstadt irgendwo zwischen Los Angeles und Fresno ist zum Refugium von Shwan, Tate, Claude und Peraches geworden. Hier erleben sie Freiheit und Unbeschwertheit. Daheim dagegen werden ihre Ideale und ihre unschuldige Lust pervertiert. Hinter der Fassade einer heilen Welt voll gepflegter Vorgärten herrscht Resignation, Aggressivität, religiöser Fanatismus und Alkoholismus.
Quelle: Legend Films
| Darsteller: | James Ransone | als Tate | |
|---|---|---|---|
| Tiffany Limos | als Peaches | ||
| Stephen Jasso | als Claude | ||
| James Bullard | als Shawn | ||
| Mike Apaletegui | als Curtis | ||
| Adam Chubbuck | als Ken Park | ||
| Amanda Plummer | als Claudes Mutter | ||
| Wade Williams | als Claudes Vater | ||
| Maeve Quinlan | als Rhonda | ||
| Julio Mechoso | als Peaches Vater | ||
| Patricia Place | als Tates Großmutter | ||
| Harrison Young | als Tates Großvater | ||
| Bill Fagerbakke | als Bob | ||
| Shanie Calahan | als Hannah | ||
| Eddie Daniels | als Shawns Mutter | ||
| Caroline Kristiahn | als Crack-Hure | ||
| Richard Riehle | als Murph | ||
| Elvis Strange | |||
| Regie: | Larry Clark | ||
| Ed Lachman | |||
| Buch: | Harmony Korine | ||
| Musik: | Howard Paar | ||
| Matt Clark | |||
| Kamera: | Ed Lachman | ||
| Larry Clark | |||
| Produzent: | Kees Kasander | ||
| Jean-Louis Piel | |||
Ken Park in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Booklet, Interviews ,Trailer
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