Blu-ray Disc (Director's Cut) Leihvideo

King Arthur

Kampfepos von Über-Produzent Jerry Bruckheimer, der für die Artus-Legende ein reales Vorbild und einen Actionansatz findet.


King Arthur (Director's Cut)

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.04.2007

Abenteuer/ Action

USA/Irland 2003
Laufzeit: 142 Min.
FSK: ab 16

Clive Owen
Keira Knightley
Ioan Gruffudd

Regie: Antoine Fuqua
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Hit in Sicht: Nach dem "Fluch der Karibik" triumphiert Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer mit der actionreichen Legende eines Königs.

Schicksalsgefährten im Kampf um England: Lancelot, Guinevere und Anführer Arthur (Foto: Buena Vista) Großansicht

Schicksalsgefährten im Kampf um England: Lancelot, Guinevere und Anführer Arthur (Foto: Buena Vista)

Verschleiert von der Überlieferung der Jahrhunderte faszinierte sie Generationen - die Legende von König Artus, den Rittern der Tafelrunde und Merlin, dem Zauberer und Manipulator.

"King Arthur" wagt eine radikale Neuinterpretation dieser unsterblichen Geschichte, in der die Figuren nun nicht mehr von magischen Kräften geführt werden, sondern ihr Schicksal selbst bestimmen.

Auf den Spuren der historischen Wurzeln für den Mythos lichtet sich jetzt der Nebel, gibt den Blick frei auf ein packendes Actionepos, das vertraute Figuren in einem völlig neuen Licht zeigt.

Arthur ist halb Römer, halb Brite, aber ganz Soldat (Foto: Buena Vista) Großansicht

Arthur ist halb Römer, halb Brite, aber ganz Soldat (Foto: Buena Vista)

Ergebene Ritter

Aus der Koalition der Kräfte, der ersten Zusammenarbeit von "Gladiator"-Koautor David H. Franzoni, Superproduzent Jerry Bruckheimer und Actionspezialist Antoine Fuqua ("Training Day"), formt sich auf der Basis historischer Thesen die Geschichte eines charismatischen Führers, der zwischen zwei Völkern, zwischen Untergang und Aufbruch steht.

Artus Castus (Clive Owen) hat einen römischen Vater, eine britische Mutter und eine Gruppe samartischer Ritter, die ihm treu ergeben sind. Mit ihnen kämpft er für das angeschlagene Rom in Britannien gegen die vordringenden Sachsen.

Guinevere trifft mitten ins Herz (Foto: Buena Vista) Großansicht

Guinevere trifft mitten ins Herz (Foto: Buena Vista)

Geliebter Feind

Eine gefährliche päpstliche Mission führt ihn nach Schottland, in die Heimat seiner Erzfeinde, der Pikten, und ihres Anführers Merlin.

Hier, illustriert von mächtigen Breitwandpanoramen, erfüllt sich im Inferno gewaltiger Schlachten sein Schicksal.

Aus dem Hass einer freiheitsliebenden piktischen Schönheit (Keira Knightley) wächst Zuneigung, aus Feindschaft Vertrauen, aus der mythischen Fantasyoper ein mitreißendes Historienepos.

Cynric in Arbeitskleidung (Foto: Buena Vista) Großansicht

Cynric in Arbeitskleidung (Foto: Buena Vista)

Ein deutscher Barbar

Noble Krieger gilt es zu bewundern, stolze und starke Frauen, Liebe, Krieg und Leidenschaft und schließlich auch martialische Barbaren, an deren Spitze auch ein deutscher Star (Til Schweiger) reiten darf.

Der Nebel lichtet und großes Spektakel entfaltet sich. Zeit zum Fürchten, Zeit zum Kämpfen, Zeit zum Staunen.

King Arthur (Director's Cut)

In einer Zeit, in der die Kids mit Excalibur nur noch eine Casino-Burg in Nevada assoziieren, kann man auch eine der größten Sagen der Kulturgeschichte demystifizieren und sich auf die Actiondramatik ihres vermuteten historischen Hintergrunds konzentrieren. Das ist der Ansatz von King Jerry (Bruckheimer), des erfolgreichsten Produzenten der Filmwelt, der nach der Karibik nun am Atlantik beweisen will, dass auch dort ein Schatz zu bergen ist. Mit einem Epos, das aus mythischen Rittern martialische Krieger und aus einem neuen Konzept wohl auch einen neuen Hit macht.

Angedacht war eine möglichst authentische Alternativdeutung der Artus-Legende, für die reale Vorbilder aus historischen Quellen aufgespürt wurden. Bruckheimer, Drehbuchautor David Franzoni ("Gladiator") und Regisseur Antoine Fuqua ("Tränen der Sonne") planten einen realistisch-harten Film, der den Lebensumständen des 6. Jahrhunderts gerecht werden sollte, mussten aber im Schnitt Kompromisse eingehen, um ihr jugendliches Zielpublikum nicht zu verlieren. So ist "King Arthur" trotz unzähliger Opfer ein Film geworden, der Blut, Schmerz und Leid unter einem riesigen Nebeltuch begräbt und die Fantasie die hässliche Arbeit machen lässt. Verständlich, wenn man wie "Der Fluch der Karibik" ein großes Publikum sucht, aber nicht den Humor und Johnny Depp als Zugpferd hat. Der Stoff, nicht der Star soll die Attraktion sein, auch wenn die Besetzung aus Briten, Skandinaviern und Deutschen (Til Schweiger als grimmige Sachsen-Glatze) zumindest Europa einige vertraute Gesichter bietet. Prominentestes Mitglied ist Shooting-Star Keira Knightley ("Tatsächlich ... Liebe", "Fluch der Karibik"), die die Jugend ins Kino holen soll, wenn ältere Männer für ihre Ideale kämpfen. Zentrales Thema ist der Konflikt zwischen Eigen- und Gemeininteresse, freiem Willen und Zwang, Heiden- und Christentum - vor einem geschichtlichen Hintergrund, der im Prolog etabliert wird. Um ihr Leben zu retten, verpflichten sich samartische Krieger (heute: Georgien) Rom zu dienen - eine Verpflichtung, die an die nächsten Generationen übergeht. 15 Jahre lang und damit kurz vor Ablauf ihres Vertrags, haben Lancelot, Gawain und ihre Mitstreiter unter Führung Arthurs (Clive Owen, "Jenseits aller Grenzen"), in dessen Adern römisches und britisches Blut fließt, für das Imperium getötet. Die Ritter sind hier Kodex-freie Killer, die an der Tafelrunde wohl in erster Linie tafeln und nicht über Verhaltensideale schwafeln. Ein letzter Auftrag Roms führt sie in den Norden Britanniens, wo sie eine römische Adelsfamilie evakuieren sollen, bevor sie in die groben Hände der Sachsen fällt. Stellan Skarsgard spielt deren Anführer in amüsanter Brando-Manier mit gehauchten Dialogen und existenzieller Langeweile, bis er im Finale "endlich einen Mann findet, der es wert ist, getötet zu werden". Bevor es unter den gewohnten Brachialklängen von Hans Zimmer zum Showdown mit dem Clan-Chef kommt, befreit Halbrömer Arthur die piktische Gefangene Guinevere (Knightley). Aus der hilflosen Blaublüterin der Sage ist eine blau-bemalte Amazone vom Volk der Pikten geworden - eine Wald-Guerilla, die mehr als 1400 Jahre vor der offiziellen Einführung mit Stacheldraht operiert und unter ihrem Anführer Merlin den Römern das Leben in Britannien erschwert. Mit Guinevere und den Sachsen kommt nach 45 Minuten Leben in den Film, der sich von nun an auf Action konzentriert. Merlin, die Pikten, die politische Lage Britanniens und auch die Dynamik im Beziehungsdreieck Lancelot-Guinevere-Arthur bleiben unterentwickelt. Freundschaft, nicht die viel diskutierte Freiheit ist letztlich der Motor, der Arthurs Männer in die Schlacht treibt. Und dort hat Fuquas Film seine stärksten Momente. Die Auseinandersetzung auf brechendem Eis ist ein Highlight, aber auch der Finalakt, in dem die Pikten mit den Arthurianern die Sachsen nach Hause schicken. Ein Film für Actionsfans also, der im Kampf und nicht in Wertediskussionen sein Heil findet. kob.

Darsteller:  Clive Owen   als King Arthur
  Keira Knightley   als Guinevere
  Ioan Gruffudd   als Lancelot
  Stephen Dillane   als Merlin
  Stellan Skarsgård   als Cedric
  Ray Winstone   als Bors
  Hugh Dancy   als Galahad
  Til Schweiger   als Cynric
  Mads Mikkelsen   als Tristan
  Ray Stevenson   als Dagonet
  Ken Stott   als Marcus Honorius
  Charlie Creed-Miles   als Ganis
  Joel Edgerton   als Gawain
  Sean Gilder   als Jols
  Ivano Marescotti   als Bischof Germanius
  Lorenzo De Angelis   als Alecto
  Pat Kinevane   als Horton
  Dawn Bradfield   als Vanora
 
Regie:  Antoine Fuqua  
Buch:  David H. Franzoni  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Slawomir Idziak  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  

"Es geht um martialische Männer"

Der "Fluch der Karibik" wurde für Keira Knightley zum Segen. Die 19-Jährige ist der Shootingstar Englands und glänzt in "King Arthur" als Guinevere.

Kämpfernatur Keira Knightley (Foto: Buena Vista) Großansicht

Kämpfernatur Keira Knightley (Foto: Buena Vista)

» Guinevere kannte man nur als schwaches Burgfräulein. Sie haben etwas ganz anderes aus ihr gemacht...

KEIRA KNIGHTLEY:

Das wurde aber auch Zeit! Wenn man sich alte Ritterfilme ansieht, stehen Frauen meistens in der Ecke, heulen und warten darauf, dass gleich ein Typ vorbeikommt, der alles für sie erledigt. So etwas geht heutzutage nicht mehr.

Hätte ich Guinevere noch vor zehn Jahren gespielt, hätte man ihr ins Gesicht schlagen müssen, damit sie aufhört, hysterisch zu sein. Ich finde es toll, sie in "King Arthur" als richtige Kämpferin zu spielen.

Guinevere und Arthur kommen sich näher (Foto: Buena Vista) Großansicht

Guinevere und Arthur kommen sich näher (Foto: Buena Vista)

» Manche bedauern, dass man der Legende von "King Arthur" die Mystik genommen hat. Wie stehen Sie dazu?

Es hätte keinen Sinn gemacht, den Stoff schon wieder so zu verfilmen, wie es in vielen anderen Filmen getan wurde. Wir versuchen den Mythos von einer realistischeren Seite zu betrachten. Es geht nicht um Magie, sondern um Männer, die sehr martialisch veranlagt sind. So gleicht auch Camelot mehr einer Arena für Gladiatoren als einem Märchenschloss.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass King Arthur in Wirklichkeit ein römischer General war, mit Namen Arturius Rex. In jener Zeit war es übrigens nichts Ungewöhnliches, dass Männer und Frauen gleichberechtigt Seite an Seite kämpften.

Die piktische Schönheit in Action (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die piktische Schönheit in Action (Foto: Buena Vista)

» Sie sollen schon immer ein gesundes Selbstvertrauen gehabt und schon als Dreijährige auf eine Agentin bestanden haben...

Das stimmt. Aber ich habe diesen Wunsch doch nur geäußert, weil auch meine Mutter und mein Vater jeweils einen Agenten hatten. Sie ist Drehbuchautorin, er Schauspieler, weshalb bei uns die Agenten ein- und ausgingen.

Aber erst mit sechs Jahren bekam ich einen - nachdem ich große Schwierigkeiten beim Lesen hatte. Meine Mutter sagte zu mir, wenn ich während der Ferien jeden Tag mit einem Buch in der Hand und einem Lächeln im Gesicht zu ihr kommen und Nachhilfeunterricht nehmen würde, bekäme ich einen Agenten und die Erlaubnis, in den Ferien zu schauspielern.

In vereinter Mission für Britannien (Foto: Buena Vista) Großansicht

In vereinter Mission für Britannien (Foto: Buena Vista)

» Ist es von Vorteil, wenn die Eltern den gleichen Job haben?

Natürlich haben sie mich mit guten Ratschlägen versorgt, aber sie haben sich nie eingemischt. Sie haben mir beigebracht, dass es wichtig ist, aus eigenen Fehlern und Misserfolgen zu lernen. Ich konnte meine Entscheidungen immer selbst fällen, aber wenn ich fragte, waren sie sofort zur Stelle.

» Planen Sie jetzt, nach Hollywood zu gehen?

Nein, mein Zuhause ist hier in England. Es ist auch keine Frage der Entscheidung, sondern es passiert einfach, dass die Amerikaner mich häufiger besetzen als die Briten. Dass ich jetzt mehr in Hollywood arbeite, gefällt mir gut. Aber ich werde deshalb nicht gleich auswandern. Ich gehöre nach London, denn hier bin ich glücklich. Aber wie heißt es so schön: Sag niemals nie!

 

King Arthur (Director's Cut) in der Fotoshow

 

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