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Leihvideo
Erhältlich seit:
13.01.2005
USA/Irland 2003
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12
Clive Owen
Keira Knightley
Ioan Gruffudd
Regie: Antoine Fuqua
Walt Disney Studios Home Entertainment

In einer Zeit, in der die Kids mit Excalibur nur noch eine Casino-Burg in Nevada assoziieren, kann man auch eine der größten Sagen der Kulturgeschichte demystifizieren und sich auf die Actiondramatik ihres vermuteten historischen Hintergrunds konzentrieren. Das ist der Ansatz von King Jerry (Bruckheimer), des erfolgreichsten Produzenten der Filmwelt, der nach der Karibik nun am Atlantik beweisen will, dass auch dort ein Schatz zu bergen ist. Mit einem Epos, das aus mythischen Rittern martialische Krieger und aus einem neuen Konzept wohl auch einen neuen Hit macht.
Angedacht war eine möglichst authentische Alternativdeutung der Artus-Legende, für die reale Vorbilder aus historischen Quellen aufgespürt wurden. Bruckheimer, Drehbuchautor David Franzoni ("Gladiator") und Regisseur Antoine Fuqua ("Tränen der Sonne") planten einen realistisch-harten Film, der den Lebensumständen des 6. Jahrhunderts gerecht werden sollte, mussten aber im Schnitt Kompromisse eingehen, um ihr jugendliches Zielpublikum nicht zu verlieren. So ist "King Arthur" trotz unzähliger Opfer ein Film geworden, der Blut, Schmerz und Leid unter einem riesigen Nebeltuch begräbt und die Fantasie die hässliche Arbeit machen lässt. Verständlich, wenn man wie "Der Fluch der Karibik" ein großes Publikum sucht, aber nicht den Humor und Johnny Depp als Zugpferd hat. Der Stoff, nicht der Star soll die Attraktion sein, auch wenn die Besetzung aus Briten, Skandinaviern und Deutschen (Til Schweiger als grimmige Sachsen-Glatze) zumindest Europa einige vertraute Gesichter bietet. Prominentestes Mitglied ist Shooting-Star Keira Knightley ("Tatsächlich ... Liebe", "Fluch der Karibik"), die die Jugend ins Kino holen soll, wenn ältere Männer für ihre Ideale kämpfen. Zentrales Thema ist der Konflikt zwischen Eigen- und Gemeininteresse, freiem Willen und Zwang, Heiden- und Christentum - vor einem geschichtlichen Hintergrund, der im Prolog etabliert wird. Um ihr Leben zu retten, verpflichten sich samartische Krieger (heute: Georgien) Rom zu dienen - eine Verpflichtung, die an die nächsten Generationen übergeht. 15 Jahre lang und damit kurz vor Ablauf ihres Vertrags, haben Lancelot, Gawain und ihre Mitstreiter unter Führung Arthurs (Clive Owen, "Jenseits aller Grenzen"), in dessen Adern römisches und britisches Blut fließt, für das Imperium getötet. Die Ritter sind hier Kodex-freie Killer, die an der Tafelrunde wohl in erster Linie tafeln und nicht über Verhaltensideale schwafeln. Ein letzter Auftrag Roms führt sie in den Norden Britanniens, wo sie eine römische Adelsfamilie evakuieren sollen, bevor sie in die groben Hände der Sachsen fällt. Stellan Skarsgard spielt deren Anführer in amüsanter Brando-Manier mit gehauchten Dialogen und existenzieller Langeweile, bis er im Finale "endlich einen Mann findet, der es wert ist, getötet zu werden". Bevor es unter den gewohnten Brachialklängen von Hans Zimmer zum Showdown mit dem Clan-Chef kommt, befreit Halbrömer Arthur die piktische Gefangene Guinevere (Knightley). Aus der hilflosen Blaublüterin der Sage ist eine blau-bemalte Amazone vom Volk der Pikten geworden - eine Wald-Guerilla, die mehr als 1400 Jahre vor der offiziellen Einführung mit Stacheldraht operiert und unter ihrem Anführer Merlin den Römern das Leben in Britannien erschwert. Mit Guinevere und den Sachsen kommt nach 45 Minuten Leben in den Film, der sich von nun an auf Action konzentriert. Merlin, die Pikten, die politische Lage Britanniens und auch die Dynamik im Beziehungsdreieck Lancelot-Guinevere-Arthur bleiben unterentwickelt. Freundschaft, nicht die viel diskutierte Freiheit ist letztlich der Motor, der Arthurs Männer in die Schlacht treibt. Und dort hat Fuquas Film seine stärksten Momente. Die Auseinandersetzung auf brechendem Eis ist ein Highlight, aber auch der Finalakt, in dem die Pikten mit den Arthurianern die Sachsen nach Hause schicken. Ein Film für Actionsfans also, der im Kampf und nicht in Wertediskussionen sein Heil findet. kob.
| Darsteller: | Clive Owen | als King Arthur | |
|---|---|---|---|
| Keira Knightley | als Guinevere | ||
| Ioan Gruffudd | als Lancelot | ||
| Stephen Dillane | als Merlin | ||
| Stellan Skarsgård | als Cedric | ||
| Ray Winstone | als Bors | ||
| Hugh Dancy | als Galahad | ||
| Til Schweiger | als Cynric | ||
| Mads Mikkelsen | als Tristan | ||
| Ray Stevenson | als Dagonet | ||
| Ken Stott | als Marcus Honorius | ||
| Charlie Creed-Miles | als Ganis | ||
| Joel Edgerton | als Gawain | ||
| Sean Gilder | als Jols | ||
| Ivano Marescotti | als Bischof Germanius | ||
| Lorenzo De Angelis | als Alecto | ||
| Pat Kinevane | als Horton | ||
| Dawn Bradfield | als Vanora | ||
| Regie: | Antoine Fuqua | ||
| Buch: | David H. Franzoni | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Kamera: | Slawomir Idziak | ||
| Produzent: | Jerry Bruckheimer | ||
King Arthur in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 1:2,35
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