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King George - Ein Königreich für mehr Verstand

König Georg III. regiert schon dreißig Jahre, bevor ihn eine Nervenkrankheit regierungsunfähig macht. Das finden zumindest seine beiden mißratenen Söhne und eine Lobby im Parlament. Opulent ausgestattete Tragikomödie, die schon auf der Bühne ein großer Erfolg war.


King George - Ein Königreich für mehr Verstand

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Erhältlich seit:
06.04.2005

Originaltitel: The Madness of King George

Komödie

USA 1994
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Nigel Hawthorne
Helen Mirren
Sir Ian Holm

Regie: Nicholas Hytner
Concorde Home Entertainment

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King George - Ein Königreich für mehr Verstand

König George III. neigt von jeher zur Exzentrik. Doch weil seine skurillen Anwandlungen seit neuestem überhand nehmen, sieht sein machthungriger Sohn die Möglichkeit gekommen, den König vom Parlament für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Treu ergeben sind George nur noch sein persönlicher Diener Captain Greville und der sonderbare Dr.Willis, der sich mit ziemlich unkonventionellen Methoden daran macht, den umnachteten Regenten wieder zur Vernunft zu bringen.

Theaterregisseur Nicholas Hytner gibt hier ein furioses Spielfilmdebüt, das ihn mit einem Schlag in die traditionsreiche britische Satiriker-Galerie einreiht. Nigel Hawthorne, hierzulande hauptsächlich als der clevere Sir Humphrey aus der TV-Serie "Yes, Minister" bekannt, wurde im vergangenen Jahr für seine fulminante Leistung als König George mit einer Oscar-Nominierung belohnt. Allein schon die spitzzüngigen Dialoge sind das Ansehen wert.

King George - Ein Königreich für mehr Verstand

Das englische Königshaus sorgt nicht erst seit jüngerer Vergangenheit für deftige Skandale. Den Beweis dafür tritt der historische Kostümfilm "The Madness of King George" an, der sich seit seinem US-Start am 28. Dezember in knapp 300 Kinos mit einem fantastischen Kopienschnitt und einem Gesamteinspiel von bisher über 9,6 Mio. Dollar zum Sleeperhit mauserte. Vier Oscar-Nominierungen in den Kategorien bester Hauptdarsteller (Nigel Hawthorne als King George), beste Nebendarstellerin (Helen Mirren als Königin), bestes adaptiertes Drehbuch und beste Ausstattung sind ein weiterer Publikumsanreiz, sich die opulent ausgestattete Tragikomödie anzusehen. Der englische König George III. regiert bereits seit über 30 Jahren, als er im Jahre 1788 von einer geheimnisvollen Krankheit befallen wird, die zu kurzfristiger geistiger Umnachtung führt. Das Verhalten des anfangs respektablen Regenten mutet zunächst lediglich exzentrisch an, doch als er sich zunehmend bizarrer gebärdet, wird seine Geisteskrankheit offenbar. So weigert er sich, den Verlust der amerikanischen Kolonien anzuerkennen, gibt wirres Zeug und Obszönitäten von sich, stürzt sich vor den Augen der liebenden Gattin Charlotte (von Mirren sensibel-ergreifend porträtiert) auf deren Hofdame, erledigt seine Verdauungsgeschäfte in der Öffentlichkeit. Der Hofarzt unterzieht ihn nun einer brutalen Roßkur, die jedoch nicht fruchtet. Derweil brodeln die Intrigen, und die Opposition versucht den Prinz von Wales (Ruppert Everett superb als schleimig-verweichlichter Thronfolger) an die Macht zu bringen. Unter den disziplinarischen Fittichen des unkonventionellen Dr. Willis (Ian Holm) bessert sich der Zustand des derangierten Royals nur geringfügig - erst das Zitieren aus Shakespeares König Lear rüttelt George aus seiner Umnachtung. Geheilt kehrt er an den Hof zurück und präsentiert sich und seine wiederhergestellte "Musterfamilie" der jubelnden Bevölkerung. Regisseur Nicholas Hytner, der auch die Bühnenversion inszenierte, kann bei seinem glanzvollen Leinwanddebüt mit einem cleveren Skript, das den Geisteszustand des Königs mit dem Zustand der Monarchie vergleicht und die Königsfamilie vermenschlicht, sowie mit hervorragenden Schauspielern arbeiten. Besonders beeindruckend ist die mitreißende Darstellung Hawthornes, der die Rolle bereits ausgiebig am Royal National Theater erprobte. Die Kostüme und die Ausstattung sind vom Feinsten und runden das grandiose Epos ab, das auch in Deutschland seine geneigten Zuschauer fin-den wird - auch wenn man beim hiesigen Kinostart im November kaum mehr von den Oscar-Nominierungen zehren können wird. ara.

Darsteller:  Nigel Hawthorne  
  Helen Mirren  
  Sir Ian Holm  
  Rupert Everett  
  Rupert Graves  
  John Wood  
  Amanda Donohoe  
  Julian Rhind-Tutt  
  Julian Wadham  
 
Regie:  Nicholas Hytner  
Buch:  Alan Bennett  
Musik:  George Fenton  
Kamera:  Andrew Dunn  
Produzent:  Stephen Evans  
  David Parfitt  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Nigel Hawthorne

Er musste 65 Jahre alt werden, um mit einem seiner seltenen Filmauftritte 1995 für den "Oscar" in der Titelrolle von Nicholas Hytners "...

 

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Helen Mirren

Die englische Charakterdarstellerin, die mit 19 Jahren die jüngste je in die ehrwürdige "Royal Shakespeare Company" aufgenommene Schauspielerin...