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Kaufvideo
Erhältlich seit:
06.09.2001
USA 1995
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16
David Caruso
Samuel L. Jackson
Nicolas Cage
Regie: Barbet Schroeder
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Keinen Grund zum Lachen gab es, wenn ein manisches Kichern von der Mordlust des Killers Tommy Udo kündete, mit dem Richard Widmark 1947 in seinem Filmdebüt auf Anhieb den Durchbruch schaffte. Von Henry Hathaways klassischem Kriminalfilm "Der Todeskuß" sind in Barbet Schroeders Neuauflage freilich nur noch Spuren vorhanden. Geblieben sind ein mordender Psychopath, ein um seine Familie kämpfender Ex-Ganove und ein Staatsanwalt, der den Resozialisierten hinterlistig in die Mangel nimmt. Neu ist die kriminelle Szene, das in seinem Gewaltpotential unterschätzte Autoschiebermilieu, ein undurchschaubares behördliches Interessensgeflecht und ein Menschenbild, das die moralische Kluft zwischen Gesetzeshüter und -brecher schwinden läßt. David Caruso, der zuverlässig gute Kinocharakterkopf ("Sein Name war Mad Dog"), meistert überzeugend seinen ersten Starauftritt, den ihm erst sein Triumph im TV-Hit "NYPD Blue - New York Cops" ermöglichte. Seine sympathische Kinofigur Jimmy Kilmartin ist im Grunde ein exaktes Spiegelbild seines TV-Charakters: ein in sich ruhender, sensibler Mann, der gegebenenfalls auch große Härte zeigen kann. Der Autoknacker im Ruhestand hat mit Frau (Helen Hunt) und Tochter im Leben wieder Fuß gefaßt. Ein letzter Gefallen für seinen Cousin (Michael Rapaport als gewalttätige Ausgabe von John Turturros "Millers Crossing"-Opportunisten) bringt seine fragile bürgerliche Existenz zum Einsturz. Die Überführung gestohlener Autos für den kriminellen Psychopathen Little Junior (Nicolas Cage mit "He-Man"-Body und Asthma-Spray) endet mit einer Schießerei, in der Jimmy und ein Cop (Samuel L. Jackson) schwer verwundet werden. Kurz vor Ende seiner Haftstrafe wird der verschwiegene Jimmy von einem skrupellosen Staatsanwalt (Stanley Tucci) unter Druck gesetzt, sich als Spitzel in Little Juniors Bande einzuschleusen. Wirkungsvolle Spannung entwickelt "Kiss Of Death" aus diesem Undercover-Szenario, das Drehbuchautor Richard Price aber relativ schnell mit einer Plot-Pointe beendet. Bis zu diesem Punkt ist Regisseur Schroeders Nachfolger von "Weiblich, ledig, jung sucht..." ein formal sehr beachtlicher, von einer erstaunlichen ersten halben Stunde eröffneter Thriller. Am Ende aber geht Price, dessen skurrile Einfälle auch für humoristische Einlagen von Format sorgen (absurdes Glanzstück: die Einführung von Cage als Tanzgirl-stemmender Muskelprotz), ein wenig die Luft aus. Aber da ist man von der Professionalität dieses harten, aber nie gewaltverliebten Films, den glänzenden Darstellern und einer schön entwickelten Annäherung zwischen Cop und Ex-Ganove längst positiv eingenommen. Auch wenn David Carusos Stern in Deutschland noch nicht aufgegangen ist, sollte dieses gut geölte Stück Unterhaltungskino auch bei uns auf lebhaftes Zuschauerinteresse stoßen. kob.
| Darsteller: | David Caruso | ||
|---|---|---|---|
| Samuel L. Jackson | |||
| Nicolas Cage | |||
| Helen Hunt | |||
| Kathryn Erbe | |||
| Stanley Tucci | |||
| Michael Rapaport | |||
| Ving Rhames | |||
| Anthony Heald | |||
| Philip Baker Hall | |||
| Regie: | Barbet Schroeder | ||
| Buch: | Ben Hecht | ||
| Charles Lederer | |||
| Musik: | Trevor Jones | ||
| Kamera: | Luciano Tovoli | ||
| Produzent: | Barbet Schroeder | ||
| Susan Hoffman | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch
Tonformat: Dolby Surround
Untertitel: Mehrsprachig
Bildformat: 1:1,85/16:9
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