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Kitchen Stories

Warmherzig skurrile Komödie, die das "Küchenverhalten" eines norwegischen Junggesellen untersucht.


Kitchen Stories

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Erhältlich seit:
19.05.2011

Originaltitel: Salmer fra kjokkenet

Komödie

Norwegen 2003
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Joachim Calmeyer
Tomas Norström
Bjørn Floberg

Regie: Bent Hamer
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Warmherzig skurrile Komödie, die das "Küchenverhalten" eines norwegischen Junggesellen untersucht.

Beobachter und Objekt kommen sich näher (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Beobachter und Objekt kommen sich näher (Foto: Arsenal (Central))

Verbraucherforscher beauftragen in den 50er Jahren Mitarbeiter, sich auf Hochstühlen in Küchen alleinstehender Herren zu postieren und ihre Gewohnheiten genauestens zu protokollieren.

Kein Gespräch oder gar Freundschaft zwischen Beobachter und seiner Analyseperson darf die Objektivität der Aufzeichnung stören. Doch auf Dauer lässt sich diese Vorgabe auch mit dem mürrischsten und widerspenstigsten Versuchskaninchen nicht durchhalten.

Der norwegische Regisseur Bent Hamer war von den Untersuchungen über das "Küchenverhalten" von Hausfrauen in den 50er Jahren so fasziniert, dass er sie zur Grundidee seines Spielfilms machte:

Der Wissenschaftler an seinem Arbeitsplatz (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Der Wissenschaftler an seinem Arbeitsplatz (Foto: Arsenal (Central))

Der Mensch, das unbekannte Wesen

"Kitchen Stories" erzählt lakonisch, skurril und mit trockenem Humor eine universelle, kluge und warmherzige Geschichte über die menschliche Natur, die sich nicht katalogisieren lassen will.

Eine schräge Komödie über die Freundschaft zwischen dem Wissenschaftler und dem Objekt seines Erkenntnisinteresses.

Kitchen Stories

Mit "Elling", der schrägen Ballade um zwei etwas andere WG-Bewohner, landete Arsenal 2002 einen Überraschungshit, der knapp eine halbe Million Besucher in die Kinos lockte und bewies, dass Norwegen mehr zu bieten hat als erfolgreiche Wintersportler. Verwandt im Ton, nicht minder skurril und ebenso kurzweilig darf derselbe Verleih nun auf "Kitchen Stories" bauen, einer ebenfalls norwegischen (Ko-)Produktion, der - mit entsprechender Mundpropaganda - ähnliche Erfolgszahlen zuzutrauen sind. In Skandinavien jedenfalls begeisterte der Film so sehr, dass Norwegen ihn ins Rennen um den Auslands-Oscar 2004 schickt.

Norwegen ist auf der Kinolandkarte ein weißer Fleck. Schaffen es doch zumindest hierzulande höchst selten dort entstandene Arbeiten - sieht man von den häufig in Koproduktion mit Schweden entstandenen Kinderfilmen ab - in die Lichtspielhäuser. Aber vielleicht ändert sich das jetzt, denn mit "Elling" ist die Neugier geweckt und "Kitchen Stories" eine kleine Sensation. Dabei erzählt Autor und Regisseur Bent Hamer eine einfache Geschichte, eine Geschichte von Einsamkeit und Freundschaft, von individuellen Unterschieden und universellen Gemeinsamkeiten.

Die Story führt zurück in die frühen 50er Jahre. Norwegen leidet noch unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs, während das neutrale Nachbarland Schweden nach US-Vorbild hemmungslos dem Fortschritt huldigt. Rationalisierung heißt das Schlagwort der Stunde. Ein schwedisches Feldforschungsinstitut hat das Verhalten der Hausfrau in ihrer Küche untersucht. Geräte wurden daraufhin ideal platziert, die Wege optimiert - schließlich liefen die Damen bislang jedes Jahr eine Strecke, die der zwischen Stockholm und dem Kongo entsprach.

etzt gilt es eine andere Spezies kochtechnisch zu erforschen: den männlichen Junggesellen. Den kauzigen Isak beispielsweise, der in einem kleinen norwegischen Dorf wohnt. Also positioniert sich sein Beobachter Folke auf einem speziell für diesen Zweck konstruierten Hochstuhl im Kücheneck und führt penibelst Buch über sämtliche Aktivitäten seines Probanden. In persönlichen Kontakt dürfen die beiden nicht treten, miteinander sprechen keinesfalls und den anderen um eine Zigarette bitten schon gar nicht.

Willkommen in Absurdistan, in einem Film, der zunächst so konstruiert wirkt wie die Versuchsanordnung, von der er erzählt. Aber nur auf den ersten Blick. Hat man sich einmal in die Charaktere hineingefühlt, hat man sich auch schon in sie verliebt. Zwei Schweiger, die zu reden anfangen, zu kommunizieren, die Worte noch ernst nehmen und deswegen sorgsam mit ihnen umgehen. Hamer weiß, dass ein Film nur so stark ist wie seine Figuren und so lässt er sich viel Zeit für die Personenentwicklung. Klar definiert er Ort und Zeit, Lebensumstände und Seelenzustände. Ohne Aufwand tut er das, er reduziert sich aufs Notwendige, fast wie in einem Stummfilm.

Seine Bilder, vorzüglich fotografiert von Philip Øgaard, sprechen für sich. Kinematografie wird hier wortwörtlich genommen. Nichts ist Staffage, nichts überflüssig. Er berichtet von zwei Männern, die sich allmählich annähern, sich anfreunden. Punkt. Und ganz nebenbei lernt man über Land und Leute, ein bisschen über Skandinavien und das Verhältnis der benachbarten Länder. Das ist anrührend und witzig, voller Situationskomik, skurril und auch ein wenig traurig. Getragen von den beiden vorzüglichen Darstellern, Joachim Calmeyer und Tomas Norström, folgt man dieser Tragikomödie gerne, die voller überraschender Einfälle steckt, in die Vergangenheit führt und doch von heute handelt. geh.

Kitchen Stories

Marktforscher sind ein Übel. Für den kauzigen Single Isak wird dieser Alptraum wahr, als in seinem Dorf ein Forschungsinstitut einfällt, das das Verhalten von Junggesellen in ihrer Küche untersuchen soll. Bei Isak wird dazu Folke als Beobachter auf einem Hochsitz postiert. Obwohl jeglicher Kontakt zwischen den beiden verboten ist, macht sich Isak schon bald einen Spaß daraus, das Experiment zu boykottieren.

Quelle: Studiocanal

Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Making of; "Die ideale Küche" - Werbespots aus den 50ern und 60ern; Trailer; Alle Arthaus Collections im Überblick

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Joachim Calmeyer   als Isaak
  Tomas Norström   als Folke
  Bjørn Floberg   als Grant
  Reine Brynolfsson   als Malmberg
  Sverre Anker Ousdal   als Dr. Benjaminsen
  Lennart Jähkel   als Green
  Leif Andrée   als Dr. Ljungberg
  Gard B. Eidsvold   als Bakkemann
 
Regie:  Bent Hamer  
Buch:  Bent Hamer  
  Jörgen Bergmark  
Musik:  Hans Mathisen  
Kamera:  Philip Øgaard  
Produzent:  Bent Hamer  
 

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