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Klang der Stille

Drama über das letzte Jahr im Leben des tauben Beethoven, der mit Hilfe einer jungen Frau, die seine Noten lesbar kopiert, die Neunte Sinfonie vollendet.


Klang der Stille

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.08.2007

Originaltitel: Copying Beethoven

Historienfilm/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Ed Harris
Diane Kruger
Matthew Goode

Regie: Agnieszka Holland
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Drama über das letzte Jahr im Leben des tauben Beethoven. Mithilfe einer jungen Frau, die seine unlesbaren Noten kopiert, vollendet er die Neunte Sinfonie.

Anna hilft Beethoven beim Komponieren (Foto: Concorde) Großansicht

Anna hilft Beethoven beim Komponieren (Foto: Concorde)

1824 kommt Anna Holtz (Diane Kruger) in Wien an und bemüht sich um eine Anstellung bei dem zu diesem Zeitpunkt bereits fast vollständig tauben Beethoven (Ed Harris). Sie beginnt damit, seine achtlos hingeschmierten Noten lesbar auf Notenpapier zu kopieren.

Die junge Musikstudentin hat selbst Ambitionen, als Komponistin zu arbeiten, wofür sie von ihrem neuen Arbeitgeber anfangs noch verspottet wird. Doch Anna beweist eisernes Durchhaltevermögen und sichert sich den Respekt des großen Meisters, dem sie während der Vollendung der Neunten Sinfonie beisteht.

Der Komponist dirigiert sein Werk (Foto: Concorde) Großansicht

Der Komponist dirigiert sein Werk (Foto: Concorde)

Neuer Ansatz

Nach "Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte" und "Eroica" nimmt sich nun Agnieszka Holland nach einem Drehbuch der Biopic-Spezialisten Stephen J. Rivele und Christopher Wilkinson ("Nixon", "Ali") des berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven an und skizziert dessen letztes Lebensjahr anhand seiner Beziehung zu einer jungen Frau.

Mit Ed Harris und Diane Kruger hochkarätig besetzt, schlägt der Film ein eher moderates Tempo an, begeistert aber mit der Musik Beethovens, der viel Platz eingeräumt wird.

Klang der Stille

Eine fiktive Geschichte über die Entstehung der Neunten Sinfonie und die schicksalhafte Begegnung zwischen Ludwig van Beethoven und einer jungen Konservatoriumsstudentin.

Als Ludwig van Beethoven im Mai 1824 das letzte Mal in der Öffentlichkeit dirigierte, war es die Neunte Sinfonie in D-Moll. Ein Meisterwerk, mit dem der Genius Musikgeschichte schrieb. An einer neuen Legende strickt Agnieszka Holland, die vielleicht nicht gerade Musikwissenschaftler erfreut, aber dafür Auge und Ohr des Normalzuschauers. Ausgangspunkt ist die zunehmende Taubheit Beethovens und seine damit einhergehende gesellschaftliche Isolation. Kurz vor der Premiere der Neunten Sinfonie ist die Partitur nur in Teilen fertig, der nervöse Musikverleger Walter Schlemmer engagiert zur Unterstützung des Maestro die junge Konservatoriumsstudentin Anna Holtz (überzeugend wie auch schon in "Goodbye Bafana" Diane Kruger). Die 23-Jährige soll die Noten für das Orchester zu Papier bringen, denn damals benötigten die Orchestermitglieder für jedes Instrument die passenden Notenblätter, pro Auftritt schon mal bis zu 100 Stück. Erst einmal stößt sie auf Widerstand, dass ausgerechnet eine Frau ihm zur Seite stehen soll, findet Beethoven einfach lachhaft. Aber mit weiblicher Zähigkeit macht sich Anna bald unentbehrlich, der Alte empfindet sogar so etwas wie Eifersucht dem Glück mit ihrem Verlobten gegenüber.

Glanzvoller Höhepunkt des opulent und detailfreudig ausgestatteten Films ist die Aufführung der Neunten, bei der Anna im Orchester versteckt quasi "dirigiert", während der Gehörlose ihre Zeichen als Dirigent aufnimmt. Wenn der Chor von "Freude schöner Götterfunken" verklingt, brandet riesiger Applaus auf. In ausdrucksstarkem Zeitkolorit entfaltet sich ein emotionales Drama, an dessen Ende sich die junge Frau entscheiden muss zwischen einem Leben mit oder ohne Musik. Ed Harris gelingt ein schauspielerischer Spagat, mal ist er der humorvolle und sensible Künstler, von einem Moment auf den anderen dann der aufbrausende Egomane, der rücksichtslose Grobian und Unterdrücker, der wie ein Panzer über die Gefühle anderer rollt oder fluchend mit seinem Schicksal hadert, dann wieder der leicht Verletzbare, den die Abweisung seines von ihm vergötterten Neffen zutiefst schmerzt. Und es ist die Musik, die einen wie auf Engelsflügeln trägt. Die Aufführung der Neunten beträgt ungefähr zehn Minuten, fast vier Tage dauerten die Dreharbeiten mit Sinfonieorchester und Chor. Nicht nur ein Bildungsbürgerpublikum sollte bei diesem eigenwilligen Künstlerporträt das Zusammenspiel von Historie, Klangwelt und Gefühlen goutieren. mk.

Darsteller:  Ed Harris   als Ludwig van Beethoven
  Diane Kruger   als Anna Holtz
  Matthew Goode   als Martin Bauer
  Ralph Riach   als Wenzel Schlemmer
  Joe Anderson   als Karl van Beethoven
  Nicholas Jones   als Erzbischof Rudolph
  Bill Stewart   als Rudy
  Angus Barnett   als Krenski
  Viktoria Dihen   als Magda
  Karl Johnson   als Stefan Holtz
  Phyllida Law   als Mutter Canisius
 
Regie:  Agnieszka Holland  
Buch:  Stephen J. Rivele  
  Christopher Wilkinson  
Kamera:  Ashley Rowe  
Produzent:  Stephen J. Rivele  
  Christopher Wilkinson  
  Michael Taylor  
  Sidney Kimmel  
 

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