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Kleine Tricks

Vielfach preisgekrönte Sommerkomödie, die Magie und Realismus auf wunderbare Weise kombiniert.


Kleine Tricks

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Erhältlich seit:
11.12.2009

Originaltitel: Sztuczki

Drama

Polen 2007
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Damian Ul
Ewelina Walendziak
Rafal Guzniczak

Regie: Andrzej Jakimowski
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In dieser magischen, preisgekrönten Sommergeschichte versucht ein 7-Jähriger, das Schicksal zu seinem Glück zu zwingen, mit kleinen Tricks.

Stefek such seinen Vater (Foto: Kool (Filmagentinnen)) Großansicht

Stefek such seinen Vater (Foto: Kool (Filmagentinnen))

Stefek (Damian Ul), 7, beobachtet die Züge, die am Bahnhof vorbeirauschen. Er hofft, dass sein Vater zurückkommt, der sich vor Jahren aus dem Staub gemacht hat. Seine erwachsene Schwester Elka (Ewelina Walendziak) wäscht das Geschirr in einer Kneipe und lernt nebenher Italienisch für einen besseren Job.

Von ihr lernt er, wie man das Schicksal besticht, mit Zinnsoldaten und Münzen. Und als wieder einmal ein Zug hält und ein Mann aussteigt, kann es doch eigentlich nur sein Vater sein ...

Vielleicht bringt der nächste Zug den Papa nach Hause (Foto: Kool (Filmagentinnen)) Großansicht

Vielleicht bringt der nächste Zug den Papa nach Hause (Foto: Kool (Filmagentinnen))

Hochgejubelt

Entspannt und locker, aus kindlich-heiterer Perspektive beobachtet, präsentiert Andrzej Jakimowski Weisheiten über das Leben und die Liebe. Der mit zahlreichen Auszeichnungen bedachte Film ließ Le Monde jubeln: "Hier ist ein Zauber am Werk!" Das US-Fachblatt Variety schrieb: "Ein poetisches Juwel". Ohne Pathos und Klischees, eine Jugend-Geschichte der besonders gelungenen Art, flirrend wie die Hitze an einem Sommertag.

Kleine Tricks

Dem Glück auf die Sprünge helfen will ein Junge auf der Suche nach seinem Vater in dieser polnischen Sommerkomödie, die viele Preise einheimste.

Auf Festivals regnete es Auszeichnungen und euphorische Kritiken, dann erhielt "Sztuczki" (so der Originaltitel) gleich drei Polnische Filmpreise, so dass er sein Land als Kandidat für den Auslandsoscar 2009 vertrat. So vielen Lorbeeren begegnet Andrzej Jakimowskis sommerliche Erzählung mit unbekümmerten Understatement, als sei es das Normalste der Welt, eine provinzielle Kleinstadtwelt im Nirgendwo mit magischem Realismus auszustaffieren.

Der zum Leidwesen seiner Familie unbeirrbare Stefek (Damian Ul) ist ein aufgeweckter Knirps, der sich nicht damit abfinden will, ohne den abwesenden Vater aufzuwachsen. Er sucht deshalb einen Weg, das Schicksal nach seinen Wünschen zu beeinflussen, um seinen Erzeuger nach Hause zu lotsen. Seit der mit einer anderen Frau verschwand, sind darauf weder Stefeks Mutter (Ivona Fornalczyk) noch seine volljährige Schwester Elka (Ewelina Walendziak) sonderlich erpicht. Zunächst übt der Siebenjährige, ob er einen Taubenschlag zum Wegfliegen bringen kann, später wird er am Bahnhof, wo er regelmäßig Trainspotting an vorbeifahrenden Zügen betreibt, mit Zinnsoldaten und aufs Gleis geworfenen Groschen das Schicksal bestechen - so, wie es ihm seine Schwester gezeigt hat. Damit will er einen Geschäftsmann, der täglich umsteigt, einen Tag im Ort festhalten, auf dass dieser seiner Mutter begegnet.

Mehr erzählt Jakimowski auf den ersten Blick in seiner einfachen Fabel nicht, die er in aller Ruhe und undramatisch inszeniert. Dennoch passieren permanent Dinge, die man kaum wahrnimmt, weil sein nüchterner Stil dokumentarisch anmutet und auf die Authentizität der Laiendarsteller und die realistischen Beobachtungen der alten Grubenstadt baut. Gerade der gemächliche Rhythmus solch heller Tage lässt die schäbigen Häuser, das Sonnenbaden am Flussufer und die Karossen, die kein TÜV mehr durchlassen würde, in freundlichem Licht erscheinen. Was sicher auch an der zurückhaltend humorvollen Art liegt, das Dasein zu -schildern - wie Elkas regelmäßig scheiternde Bewerbungsgespräche. Bestechend ist die harmonische Weltsicht, in der gutmütige Menschen in einer wohlgesonnenen Umgebung wohnen und Stefeks Abenteuer erst ermöglichen. Hinter dem augenscheinlichen Realismus verbirgt sich ein geradewegs kindlicher Glaube an Magie. tk.

Darsteller:  Damian Ul   als Stefek
  Ewelina Walendziak   als Elka
  Rafal Guzniczak   als Jerzy
  Tomasz Sapryk   als Vater von Stefek und Elka
  Ivona Fornalczyk   als Mutter von Stefek und Elka
  Joanna Liszowska   als Violka
 
Regie:  Andrzej Jakimowski  
Buch:  Andrzej Jakimowski  
Musik:  Tomasz Gassowski  
Kamera:  Adam Bajerski  
Produzent:  Andrzej Jakimowski  
 

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