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Kleine wahre Lügen

Sommerliche Tragikomödie um eine Gruppe von Freunden, deren Beziehungen und Lebensentwürfe während der Ferien am Meer einem Stresstest unterworfen werden.


Kleine wahre Lügen

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Erhältlich seit:
10.11.2011

Originaltitel: Les petits mouchoirs

Komödie/ Drama

Frankreich 2010
Laufzeit: 155 Min.
FSK: ab 12

François Cluzet
Marion Cotillard
Benoît Magimel

Regie: Guillaume Canet
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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Kleine wahre Lügen

Eine Clique von Freunden Ende 30 macht mit ihren Frauen in Cap Ferrat Urlaub - mit ein bisschen schlechtem Gewissen, denn ein Freund liegt gerade im Krankenhaus. Doch alsbald lassen sie es krachen beim Feiern im Haus eines reichen Kumpels. Dabei gibt es auch Reibereien. So sind die Herren eifersüchtig aufeinander, sei es ob des beruflichen Erfolgs oder der Frauen. Der brave Familienvater Vincent kämpft mit seinen homosexuellen Neigungen, die sexuell hungrige Marie will nicht treu sein.

Sommerliche Tragikomödie, die ähnlich wie die Klassiker "Der große Frust" oder "Peter's Friends" eine Gruppe von Freunden unter die Lupe nimmt, allerdings weniger tiefschürfend und weniger bissig. Für sein Ensemblestück versammelte Guillaume Canet, der zuletzt mit "Kein Sterbenswort" einen komischen Thriller ablieferte, die Crème de la Crème der schauspielenden Kollegen, wie Benoit Magimel, Jean Dujardin oder Marion Cotillard. In seiner Heimat landete er einen gewaltigen Publikumshit.

Kleine wahre Lügen

Sommerliche Tragikomödie um eine Gruppe von Freunden, deren Beziehungen, Sicherheiten und Lebensentwürfe während der Ferien am Meer einem Stresstest unterworfen werden.

Sehr persönlich, aber nicht autobiografisch bezeichnet Guillaume Canet seinen dritten Film nach "Mon idole" und "Ne le dis à personne". Er versucht ein Stück Zeitgeist einzufangen, von typischen Franzosen Ende dreißig, die gerne im Rudel ihre Ferien verbringen. Die Protagonisten fahren mit schlechtem Gewissen zum Cap Ferret in die Bucht von Arcachon, während einer aus der Clique nach einem Unfall im Hospital vor sich hin dämmert. Haben sie überhaupt das Recht sich zu amüsieren? So richtig wissen sie es nicht, lassen es aber trotzdem im Haus eines reichen Kumpels mit Macho-Allüren krachen. Es sind unsensible Typen, die sich da zusammen getan haben und für den Bauchnabel der Welt halten, begleitet von Frauen mit Hornhaut auf der Seele. Man will sich amüsieren, gut essen und trinken, Wasserskifahren und ein bisschen amour kann nicht schaden, auch wenn jeder im emotionalen Intrigennetz dem anderen etwas vorlügt.

Zwischen Lachen und Weinen führt Cantet durch Höhen und Tiefen des Alltags, zwischen Liebe und Freundschaft, Geld und Bohème, kleinen Krisen und großen Offenbarungen und konfrontiert letztendlich mit dem Tod. Weniger tiefgründig als Lawrence Kasdans "Der große Frust" von 1984 und weniger bissig als Kenneth Branaghs "Peter's Friends" aus dem Jahre 1992 entwirft der Schauspieler und Regisseur das Porträt einer Generation des schönen Scheins. Ambitioniert will er jedem Charakter gerecht werden und landet beim hastigen Figurenhopping. Wirklich interessant sind nur Marion Cotillard mit großem sexuellen Appetit und Benoît Magimel als braver Familienvater mit homosexuellen Neigungen. Der männliche Rest erschöpft sich in Klischees wie dem dummen Emporkömmling, den gutherzigen Austernzüchter oder den netten Spießer, Frauen fungieren als hübsche Dekoration.

Franzosen lieben Filme über "Buddies" und über "Ferien", wenn beides zusammenkommt, ist es schon sehr französisch, sprich wortverliebt. Am Ende des zweieinhalbstündigen Epos regieren Pathos und Moral, dürfen die Tränen kullern und die Taschentücher gezückt werden. Nach diesem Blick auf das Frankreich unter Sarkozy mit etwas Bling Bling (der Präsident ist Stammgast am Cap Ferret) ist man gewarnt: lieber allein auf einer einsamen Insel als mit einer Freundeshorde auf der schicken Halbinsel. mk.

Darsteller:  François Cluzet   als Max Cantara
  Marion Cotillard   als Marie
  Benoît Magimel   als Vincent Ribaud
  Gilles Lellouche   als Eric
  Jean Dujardin   als Ludo
  Laurent Lafitte   als Antoine
  Valérie Bonneton   als Véronique Cantara
  Pascale Arbillot   als Isabelle Ribaud
  Anne Marivin   als Juliette
  Louise Monot   als Léa
  Joel Dupuch   als Jean-Louis
  Hocine Mérabet   als Nassim
 
Regie:  Guillaume Canet  
Buch:  Guillaume Canet  
Kamera:  Christophe Offenstein  
Produzent:  Alain Attal  
 

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