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Kaufvideo
Erhältlich seit:
30.04.2010
Deutschland 2010
Laufzeit: 270 Min.
FSK: ab 12
Maria Happel
Ulrike Kriener
Juliane Köhler
Regie: Doris Dörrie, ...
Universum Film

Schon der Vorspann verdeutlicht, dass man es während der folgenden 45 Minuten nicht mit einer Laune der Natur, sondern mit echten Naturgewalten zu tun bekommt. Tornado, Lavaströme und ein berstender Gletscher sind ein klares Signal: Im Vergleich zum Krieg der Hormone während der Wechseljahre ist die Pubertät ein Spaziergang.
Doris Dörrie wird demnächst 55 und kennt die Symptome vermutlich, die sie da mit Lust auf die Spitze treibt: den launischen Wechsel der Gemütsverfassung, die Reizbarkeit, den Verlust des Selbstbewusstseins, die schweißtriefende Bettwäsche. All diese Erscheinungen des Klimakteriums hat sie fein säuberlich auf ihre vier Hauptfiguren verteilt, die einander ständig über den Weg laufen, weil sie denselben Arbeitsplatz haben. Sie sind Lehrerinnen, begegnen den täglichen Herausforderungen aber auf gänzlich unterschiedliche Weise: Die verhuschte Cornelia (Juliane Köhler) bekommt regelmäßig Panikattacken und versteckt sich dann in ihrer Aktentasche, während die starke Beate (Ulrike Kriener) die selbe Klasse im Nu im Griff hat. Für ihre Libido gilt das weniger, weshalb sie ziemlich scharf auf Yoga-Lehrer Ronnie (Kai Schumann) ist. Dessen sächsischem Sex ist allerdings auch Gynäkologin Evelyn (Maren Kroymann) hörig, und weil sie fürchtet, Beates Gelüste könnten sich negativ auf Ronnies Standfestigkeit auswirken, näht sie der Konkurrentin kurzerhand die Scheide zu, als die wegen einer Vaginalverengung vorstellig wird. Zum Lehrkörper gehören noch Desirée (Andrea Sawatzki), Ronnies Freundin und völlig überforderte Mutter des gemeinsamen Babys, sowie die besorgniserregend korpulente Angelika (Maria Happel), die neben ihrem sportlichen Gatten noch voluminöser wirkt.
Doris Dörrie hat zwar nur die beiden Auftaktfolgen inszeniert (drei und vier: Gloria Behrens, fünf und sechs: Vanessa Jopp), mit Ruth Stadler aber alle Drehbücher der sechsteiligen Serie geschrieben. Deshalb ändert sich auch weder die episodische Erzählweise, die wie bei einer Doku-Soap von einer Protagonistin zur nächsten hüpft, noch die satirische Grundhaltung: Interessanterweise will Dörrie offenbar kein Mitleid mit ihren Geschlechtsgenossinnen wecken. Unwidersprochen dürfen im Gegenteil die Gynäkologin und Cornelias Psychotherapeut (August Zirner), die sich zufällig kennen lernen, über ihre Patientinnen herziehen: Für die Ärztin sind die Frauen bloß verklemmte Ziegen, für den Analytiker nur neurotische Wachteln. Aber nicht allein in den Dialogen bekommen die Damen ihr Fett weg. Beates Gatte (Oliver Stokowski) hat angesichts der permanenten Streitereien zwischen Frau und Tochter (Janina Stopper) einen Herzinfarkt erlitten. Beate, die noch ganz unter den Folgen ihres Eingriffs steht, muss ihm schwören, sich nie unters Messer zu legen; und dann folgt ein Schnitt auf eine ratternde Nähmaschine. Ohnehin ist die Serie nicht zuletzt wegen der vielen kleinen Geheimnisse, die man nebenbei erfährt, auch für Männer sehenswert. In Anlehnung an Dörries ersten großen Kinoerfolg könnte sie eigentlich auch schlicht "Frauen" heißen. tpg.
Männer kommen in die besten Jahre, Frauen in die Wechseljahre? "Klimawechsel" erzählt Geschichten von Menschen am Rande einer (Natur-)Katastrophe: dem Klimakterium. Zwischen Schweißausbrüchen und Tobsuchtsanfällen, zwischen Sinnsuche, Ehekrisen und Erzie-hungsproblemen versuchen vier älter werdende Lehrerinnen und eine Gynäkologin, das unausweichliche Schicksal der Frau in Würde zu meistern - mal solidarisch, mal im erbitterten Zickenkrieg, aber immer mit Witz, Lebensklugheit und jeder Menge hormongesteuerter Emotionen.
Angelika (Maria Happel) hat Hitzewallungen, Beate (Ulrike Kriener) hat unkontrollierte emotionale Ausbrüche, Cornelia (Juliane Köhler ) bekommt Panikattacken und Desiree (Ulrike Kriener) ist nervlich am Ende. Vier Frauen, die alle etwas gemeinsam haben: Sie alle unterrichten am Münchner Novalis-Gymnasium - und sie sind in den Wechseljahren. Das Gymnasium führt die engagierte junge Direktorin Hanna Hecht (Sophie von Kessel). Ob radikale Outfit-Wechsel oder spirituelle Anwandlungen, geheime und offene Affären oder plötzliche Schwangerschaften ? alles, was man von pubertierenden Schülern kennt, spielt sich plötzlich rund ums Lehrerzimmer ab. Frauenärztin Dr. Evelyn Bach (Maren Kroymann ) ist die zentrale Anlaufstelle für die Sorgen und Nöte der "verklemmten Ziegen", wie sie die Patienten insgeheim nennt. Sie kennt die klimakterischen Sorgen ihrer Patientinnen aus eigener, leidvoller Erfahrung und schlägt geschickt Kapital daraus: Ihre Praxisarbeit ist eine höchst lukrative Kombination aus Frauenheilkunde und "kleinen Eingriffen" wie Kollagen-Spritzen und Botox-Injektionen..
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Maria Happel | als Angelika Arndt | |
|---|---|---|---|
| Ulrike Kriener | als Beate Busch | ||
| Juliane Köhler | als Cornelia Koch | ||
| Andrea Sawatzki | als Desiree Dische | ||
| Maren Kroymann | als Dr. Evelyn Bach | ||
| Sophie von Kessel | als Hanna Hecht | ||
| Horst Kotterba | als Kurt Arndt | ||
| Oliver Stokowski | als Oliver Busch | ||
| Kai Schumann | als Ronnie | ||
| Aykut Kayacik | als Fatih Üsül | ||
| August Zirner | als Dr. Dieter Dumont | ||
| Janina Stopper | als Miriam Busch | ||
| Maximilian Pelz | als Florian Fels | ||
| Sevgi Özdamar | als Frau Üsül | ||
| Jan-Hendrik Kiefer | als Uwe | ||
| Alissa Käser | als Anna | ||
| Elaine Lösch | als Lilli | ||
| Rudolf Wessely | als Cornelias Vater | ||
| Pablo Sprungala | als Callboy Olaf | ||
| Diego Wallraff | als Gustavo | ||
| David Zimmerschied | als Sven | ||
| Nina Liu | als Li | ||
| Christoph Zrenner | als Florians Vater | ||
| Ulla Geiger | als Messieberaterin | ||
| Sarah Camp | als Kundin bei Frau Üsül | ||
| Ella Gaiser | als Kellnerin | ||
| Leopold Hornung | als Autoverkäufer | ||
| Thomas Loibl | als Sufi-Priester | ||
| Barbara Messner | als Frau Huck | ||
| Beate Pfeiffer | als Yogaschülerin | ||
| Felix Rech | als Tantralehrer | ||
| Tanja Schleiff | als Mutter im Park | ||
| Stefan Hunstein | als Galerist | ||
| Stefanie von Poser | als Sprechstundenhilfe | ||
| Regie: | Doris Dörrie | ||
| Gloria Behrens | |||
| Vanessa Jopp | |||
| Buch: | Doris Dörrie | ||
| Ruth Stadler | |||
| Musik: | Nora York | ||
| James E. Lawrence | |||
| Kamera: | Hanno Lentz | ||
| Hendrik Jansen | |||
| Produzent: | Oliver Berben | ||
Sprachen: Deutsch
Bildformat: 1:1,77/16:9
Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...
Deutsche Schauspielerin. Sie arbeitet gern mit Regisseurinnen, weil die sie verstehen, und die Frauen, so sie den Stoff in- und auswendig...