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Leihvideo
Erhältlich seit:
14.11.2006
Deutschland/Österreich/Großbritannien/Frankreich 2006
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12
John Malkovich
Veronica Ferres
Stephen Dillane
Regie: Raoul Ruiz
Ascot Elite Home Entertainment

Maler-Biografie, in der Wahlfranzose Raoul Ruiz mit verschiedenen Zeit- und Wahrnehmungsebenen
spielt.
Ob Pablo Picasso oder Egon Schiele, Vincent Van Gogh oder Amedeo Modigliani - beinahe jedem berühmten Maler
wurde bereits ein filmisches Denkmal gesetzt. Nun ist Gustav Klimt an der Reihe, faszinierender Mitbegründer der Wiener Sezession, der vor rund 100 Jahren mit seinen goldenen und vor allem erotischen Bildern so viel Empörung wie Begeisterung hervorrief. Jetzt hat sich der in Frankreich lebende Chilene Raoul Ruiz, dem Arthouse-Publikum vor
allem durch seine opulente Proust-Adaption "Die wiedergefundene Zeit" ein Begriff, dessen Leben und Wirken angenommen. Ruiz tut dies nicht in Form
eines linear erzählten Biopics, er vermischt vielmehr Reales mit Traumsequenzen und springt zwischen den Zeitebenen hin und her. Dabei beschränkt er sich auf den Zeitraum zwischen 1900, jenem Jahr, in dem Klimt (grundsolide: John Malkovich) für sein Bild "Philosophie" auf der Pariser
Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wird, und 1918, als der Sohn eines böhmischen Immigranten stirbt. Die erste Einstellung zeigt denn auch das Sterbebett
von Klimt, der in diesen letzten Stunden sein Dasein Revue passieren lässt, sich im Fieberwahn in wildeste Fantasien hineinsteigert. So trifft er in Paris mit Georges Méliès, einem der Gründerväter des Kinos, zusammen, und auch mit einer geheimnisvollen Tänzerin (betörend: Saffron Burrows), die
ihre wahre Identität nie preisgibt und wohl als Sinnbild für die sexuellen Obsessionen des Malers zu verstehen ist. Ganz im Gegensatz zur bodenständigen Figur der Emilie Flöge (eindimensional: Veronica Ferres), Freundin und Muse, die Klimt zwar Kontakte zu Wiens besserer Gesellschaft verschafft, dem Künstler jedoch nur auf platonischer
Ebene nahe kommt. Schließlich gibt es noch Begegnungen mit Kollegen wie Egon Schiele (schon ähnlich diabolisch wie der Vater: Kinski-Sohn Nikolai) und einem mysteriösen Sekretär (Stephen Dillane), der stets unvermittelt
auftaucht und so etwas wie das borniert-rückschrittliche Beamtentum verkörpert.
Ansprechende (Wiener) Originalschauplätze, erlesen fotografiert von Kamera-Veteran Ricardo Aronowich ("Nachtblende"), und die unkonventionelle Erzählstruktur sind die Pluspunkte der ansonsten klassischen, etwas zäh dahin fließenden Filmbiographie. Zwar müht sich Malkovich, der hier schon zum dritten Mal mit Ruiz zusammenarbeitet, seiner Figur besonderen Glanz zu verleihen, doch
das bleibt ebenso Stückwerk wie Ferres' Versuch, ihrer kleinen, aber wichtigen Rolle Tiefe zu verleihen. Dass man am Ende über Klimt genauso viel oder wenig weiß wie zuvor, fällt nicht mehr ins Gewicht. lasso.
| Darsteller: | John Malkovich | als Gustav Klimt | |
|---|---|---|---|
| Veronica Ferres | als Emilie Flöge | ||
| Stephen Dillane | als Sekretär | ||
| Saffron Burrows | als Cléo de Merode | ||
| Sandra Ceccarelli | als Serena Lederer | ||
| Nikolai Kinski | als Schiele | ||
| Aglaia Szyszkowitz | als Mizzi | ||
| Miguel Herz-Kestranek | als Dr. Stein | ||
| Paul Hilton | als Herzog Octave | ||
| Karl Fischer | als August Lederer | ||
| Irina Wanka | als Berta Zuckerkandl | ||
| Antje Charlotte Sieglin | als Vally | ||
| Joachim Bißmeier | als Hugo Moritz | ||
| Peter Appiano | als Carl Moll | ||
| Mark Zak | als Hevesi | ||
| Alexander Strobele | als Bahr | ||
| Denis Petkovic | als Loos | ||
| Annemarie Düringer | als Klimt Mutter | ||
| Marion Mitterhammer | als Hermine Klimt | ||
| Martin Brambach | als Thomas | ||
| Verena Mundhenke | als Lili | ||
| Ariella Hirshfeld | als Kati | ||
| Julie Bräuning | als Lissie | ||
| Ina Kopp | als Klimts Tochter | ||
| Alexandra Hilverth | |||
| Xaver Hutter | |||
| Klaus Ofczarek | |||
| Stephan Paryla | |||
| Regie: | Raoul Ruiz | ||
| Buch: | Raoul Ruiz | ||
| Herbert Vesely | |||
| Kamera: | Ricardo Aronowich | ||
| Produzent: | Matthew Justice | ||
| Arno Ortmair | |||
| Dieter Pochlatko | |||
| Andreas Schmid | |||
Klimt in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Bildergalerie
Star
John Malkovich
Vom Schauspielstil her eher europäisch introvertiert und psychologisch differenziert seine Rollen auslotend, ist John Malkovich seit 1999...
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Veronica Ferres
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