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Leihvideo
Erhältlich seit:
04.10.2006
Deutschland 2006
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12
David Kross
Jenny Elvers-Elbertzhagen
Erhan Emre
Regie: Detlev Buck
Universum Film

Detlev Buck, bekannt für seinen trockenen Humor, mal ganz anders: Im rauen Berliner Bezirk Neukölln steht ein Fünfzehnjähriger vor der Entscheidung, Täter oder Opfer zu sein.
Hoher Ausländeranteil, mangelnde Integration, brutale Bandenkriminalität, Drogenmafia - du hast keine Chance, aber nutze sie. Die Krawalle der Pariser Banlieue lassen grüßen. In dieses Milieu kommt Michael Polischka an seinem 15. Geburtstag mit seiner Mutter (Jenny Elvers-Elbertzhagen). Deren Liebhaber im schicken Zehlendorf hat sie rausgeschmissen, ab geht's in die neue schäbige Wohnung im Hinterhof. Während die Lady sich nach solventen Lovern umschaut und doch nur Loser aufs Laken schleppt, muss sich der Sohn gegen eine türkische Gang und deren skrupellosen Anführer wehren, die ihn nicht nur zusammenschlagen, sondern auch Handy und Schuhe abnehmen. Falls er nicht weiterhin zahlt, drohen die Typen ihm Schlimmeres an. Um an das nötige Geld heranzukommen, bricht Michael mit zwei Kumpels aus der Nachbarschaft in das ihm bekannte Haus in Zehlendorf ein. Beim Verscherbeln der Ware trifft er Hamal, einen gefürchteten Drogenboss und Paten des Viertels. Dem gefällt sein "ehrliches Gesicht". Und schon bald ist er als Drogenkurier dick im Geschäft. Beim Szenario von alltäglicher Gewalt und Gegengewalt spart Buck nicht an harten Situationen, "Happy Slapping" inklusive. Die Figuren sind keine klischeebeladenen Pappkameraden, sondern Personen mit Hintergrund. Auf Schwarz-weiß-Zeichnung wird verzichtet, selbst der abgebrühte Quäler schiebt mal als besorgter Papa den Kinderwagen (den sein "Opfer" sogar noch die U-Bahn-Treppe mit hinaufträgt), kauft Windeln und winselt bei seiner Freundin um Wohlwollen. Buck bricht den sozialen Realismus mit manchmal befreiendem, manchmal auch bitterem Humor, ohne von der insgesamt unerbittlichen Linie abzuweichen. Geborgenheit gibt es nicht. Die Heranwachsenden schlittern auf der schiefen Bahn dem Abgrund entgegen, trinken "auf die Gefahr". Dass alles seinen Preis hat, merkt der Junge, als sein "Chef" eine Geste der "Loyalität" verlangt. Da geht es plötzlich um das tödliche Dilemma "der andere oder ich". Eine Entdeckung ist David Kross in seiner Mischung aus Naivität und Cleverness, Trotz und Verletzbarkeit, der sich wünscht, dass es "mal still ist" in seinem Kopf. Alexander Mitscherlichs beschworene "Unwirtlichkeit unserer Städte" und seine Anstiftung zum Unfrieden erhalten hier eine neue Dimension. Etwas aufgesetzt wirkt das beliebte Berliner "Wir sind Bronx"-Gefühl, das einen falschen Ton in die Bemühung um Authentizität bringt. Was aber letztlich in diesem düsteren Großstadtfilm zählt, ist die Geschichte vom Ende einer Kindheit, vom Ende der Unschuld. Und die ist stark. mk.
| Darsteller: | David Kross | als Michael Polischka | |
|---|---|---|---|
| Jenny Elvers-Elbertzhagen | als Miriam Polischka | ||
| Erhan Emre | als Hamal | ||
| Oktay Özdemir | als Erol | ||
| Kida Ramadan | als Barut | ||
| Arnel Taci | als Crille | ||
| Kai Michael Müller | als Matze | ||
| Hans Löw | als Kommissar Gerber | ||
| Jan Henrik Stahlberg | als Dr. Klaus Peters | ||
| Amy Mußul | als Lisa | ||
| Georg Friedrich | als Holger Hagenbeck | ||
| Marc Zwinz | als Strippe | ||
| Henriette Müller | als Jule | ||
| Eva Löbau | als Elke | ||
| Fabian Krüger | als Rainer der Künstler | ||
| Stephan Grossmann | als Hotte | ||
| Roland Florstedt | als Captain Nemo | ||
| Franziska Jünger | als Simone | ||
| Stefan Konarske | als Dirk | ||
| Roman Kaminski | als Stubenwilli | ||
| Christian Ulmen | als Mann | ||
| Regie: | Detlev Buck | ||
| Buch: | Zoran Drvenkar | ||
| Gregor Tessnow | |||
| Musik: | Bert Wrede | ||
| Kamera: | Kolja Brandt | ||
| Produzent: | Claus Boje | ||
Knallhart in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,78/16:9
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