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Knowing

Aufregend visualisierter Sci-Fi-Thriller um einen Zahlencode, der viele Katastrophen und dabei vielleicht auch die größte voraussagt.


Knowing

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Erhältlich seit:
13.08.2009

Thriller/ Science Fiction

USA/Australien 2008
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 12

Nicolas Cage
Chandler Canterbury
Rose Byrne

Regie: Alex Proyas
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Ein Vater und sein Sohn entdecken eine unvorstellbare Prophezeiung. Erstklassige Mystery-Spannung mit Nicolas Cage.

John versucht den Zahlencode zu knacken (Foto: Concorde) Großansicht

John versucht den Zahlencode zu knacken (Foto: Concorde)

Apocalypse Now! Eine Devise, die das Kino seit jeher fasziniert. Doch die meisten dieser Filme sind reine Science-Fiction, keiner siedelt die Bedrohung der Menschheit im Hier und Jetzt an und berührt moralische Dimensionen wie "Knowing": Physikprofessor John Koestler (Nicolas Cage) erhält Prophezeiungen über künftige Katastrophen.

Und der Wahrheitsgehalt dieser Ankündigungen steht außer Frage. 1959 wurde eine so genannte Zeitkapsel vergraben, für die eine Klasse von Grundschülern ihre Visionen von der Zukunft malte. Nur ein Mädchen verfasste wie manisch einen mysteriösen Zahlencode. Als die Kapsel 50 Jahre später ausgegraben wird, gelangt das Blatt in die Hände von Koestlers Sohn Caleb (Chandler Canterbury). Und es stellt sich heraus, dass der Code exakte Angaben über große Unglücksfälle der letzten Jahre enthält.

Das Chaos ist unvermeidlich (Foto: Concorde) Großansicht

Das Chaos ist unvermeidlich (Foto: Concorde)

Schlimmeres unvermeidbar

Drei davon werden allerdings erst noch geschehen und lassen Schlimmstes erahnen. Spätestens jetzt wird klar, dass "Knowing" ein ganzes Netzwerk an ungewöhnlichen Handlungswendungen bietet. Schlichte Lösungsansätze wie Sprengkommandos greifen nicht mehr. Die einzige Triebkraft der Geschichte sind Emotionen, denn Koestler versucht alles, um seinen Sohn zu schützen - umso mehr, da die Mutter vor einem Jahr umkam.

Regisseur Alex Proyas ("I, Robot"), der mit drei Co-Autoren am Drehbuch arbeitete, schafft eine spannende, unheilschwangere Atmosphäre - und wirft dabei auch lebensphilosophische Fragen nach Schicksal und Bestimmung auf. Es ist kein Zufall, dass dieses Grundthema auch "Dark City" prägte, Proyas' Science-Fiction-Thriller über eine von unsichtbaren Mächten gesteuerte Metropole. Seither ist die Handschrift des Regisseurs noch stilsicherer geworden und er versteht es, seine Schauspieler souverän zu führen.

Caleb hat die Zukunftsvisionen entdeckt (Foto: Concorde) Großansicht

Caleb hat die Zukunftsvisionen entdeckt (Foto: Concorde)

Der arglose Held

Nicolas Cage erweist sich für diesen Stoff als Idealbesetzung, gerade weil er den Typus des arglosen Helden, der seine private Passionsgeschichte durchmacht, in den letzten Jahren verfeinert hat. Diesem Duo gelingt ein packendes Beispiel für Mainstream-Kino, das gleichzeitig die Regeln des Mainstreams auf den Kopf stellt.

Knowing

Science-Fiction hat dank aufregender Bilder im Kino eine Zukunft, doch der Mensch im neuen Film von "I, Robot"-Regisseur Alex Proyas vielleicht nicht.

Jahrelang umkreiste Hollywood dieses Projekt, bis für eine clevere Idee der dramatische Rahmen gefunden war. Ryne Douglas Pearson schrieb nach der Romanvorlage zu "Das Mercury Puzzle" eine weitere Geschichte um einen rätselhaften Code, die Autoren von "Boogeyman - Der schwarze Mann" ergänzten sie mit Spukelementen, und Proyas balancierte Familientrauma und Zerstörungsbombast aus. Das mysteriöse Opening weckt Assoziationen zu "Ring 2", wenn ein schwarzhaariges Mädchen, getrieben von flüsternden Stimmen, wie besessen Zahlenreihen zu Papier bringt. Lucindas Seiten landen in einer Zeitkapsel, die 1959 an ihrer Schule vergraben wird. Woher die Zahlen stammen, in wessen Hände sie 50 Jahre später fallen werden, zeigt eine eindrucksvolle, detaillierte Satelliten-Annäherung aus dem All bis zum Haus von Astrophysiker Koestler (Nicolas Cage). Sein Sohn Caleb, der sich nach dem Tod der Mutter zurückzog, bringt Lucindas Vermächtnis mit nach Hause. Ein Zufall, Kontrast zur Verbeugung des Films vor der Vorbestimmtheit des Lebens, bringt Koestler auf die Dechiffrierungsspur. Die Zahlen sagen in Zeit, Schauplatz und Opferquote exakt die größten Katastrophen der letzten 50 Jahre voraus. Vor den drei noch ausstehenden versucht Koestler zu warnen, während er die Tochter (Rose Byrne) der verstorbenen Prophetin kontaktiert, deren Kind - wie auch das seine - Stimmen zu hören beginnt. Spannend baut Proyas ("Dark City") das Mysterium auf, in dem unheimliche schweigende Männer eine Hauptrolle spielen. Ihr erster nächtlicher Besuch im Hause Koestler ist vollendetes Gänsehautkino, ideal unterstützt von Marco Beltramis hier gespenstischem, sonst mitreißend dynamischem Soundtrack. Die Perfektion dieser Sequenz erreicht der Film nicht immer, der auch auf simple Schocks und dramaturgische Tricks zurückgreift, wenn Diebe für Terroristen gehalten und die Kids oft unbeaufsichtigt gelassen werden. Auch die Auflösung kann nicht mit der Einführung des Rätsels mithalten, doch die Herkunft der Herren ist letztlich weniger wichtig als die von ihnen vorhergesehenen Katastrophen. In diesen spektakulären Sequenzen, auf einem Highway, in der U-Bahn, auf dem Globus, spielt Proyas' verblüffend plastisch fotografierter Film seine Stärken und die des Mediums aus - und das realistischer und konsequenter als andere vor ihm. Hier kommt wirklich der Tag, an dem die Erde stillstand, wird nicht mehr geflüstert - in "Knowing" eine Art Selektionsprozess - sondern geschrien. kob.

Darsteller:  Nicolas Cage   als John Koestler
  Chandler Canterbury   als Caleb Koestler
  Rose Byrne   als Diana Wayland
  Lara Robinson   als Lucinda Embry / Abby Wayland
  Ben Mendelsohn   als Phil Beckman
  Nadia Townsend   als Grace Koestler
  Alan Hopgood   als Rev. Koestler
  Danielle Carter   als Miss Taylor
 
Regie:  Alex Proyas  
Buch:  Alex Proyas  
  Ryan Douglas Pearson  
  Juliet Snowden  
  Stiles White  
Musik:  Marco Beltrami  
Kamera:  Simon Duggan  
Produzent:  Todd Black  
  Jason Blumenthal  
  Steve Tisch  

Sam Worthington als Dracula-Vorbild?

Dracula - Wie ich wurde, was ich bin.

Sam Worthington soll bald als Dracula die Zähne fletschen (Foto: Fox) Großansicht

Sam Worthington soll bald als Dracula die Zähne fletschen (Foto: Fox)

Sam Worthington, Star aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora" und "Terminator 4", ist der aktuelle Topfavorit für die Hauptrolle zur neuesten "Twilight"-Konkurrenz "Dracula Year Zero". Brad Pitt, der bei dem Projekt zuletzt als Produzent die Hände im Spiel hatte, scheint nun nicht mehr mit an Bord zu sein. Regie führt Alex Proyas, der Filme wie "The Crow", "Knowing" oder "I, Robot" drehte.

Wenn Sam Worthington die Rolle bekommt, kann er sich schon mal auf jede Menge Schlachtenszenen und das Üben eines besonders gemeinen Gesichtsausdrucks einstellen: Der Film soll sich um den rumänischen Helden und umstrittenen Krieger Vlad III., auch Tepes oder Draculea genannt, drehen.

Blutige Rolle für Sam Worthington

Der emsige Feldherr galt als richtig böse, weil er angeblich seine Feinde zahlreich foltern und pfählen ließ. Letzteres trug ihm auch den Beinamen "Tepes" (der Pfähler) ein. Bram Stoker bediente sich für seinen Roman "Dracula" bei dieser Figur und machte aus Vlad III. den berühmten romantischen Dunkelfürsten, der nun bald wieder im Kino auferstehen wird.

 

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