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Kaufvideo
Erhältlich seit:
24.11.2005
Originaltitel: Kingdom of Heaven
USA 2005
Laufzeit: 139 Min.
FSK: ab 12
Orlando Bloom
Eva Green
Jeremy Irons
Regie: Ridley Scott
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Nachdem Ridley Scott mit "Tricks" zuletzt sympathisch-entspannt Atem holte, wuchtet der Veteran, der mit "Gladiator" die Wiedergeburt des Historienfilms einleitete, ein weiteres Monumental-Epos auf die Breitleinwand. Sein "Königreich der Himmel" ist eine durchaus kritische Auseinandersetzung mit den weltpolitischen Sünden der Kirche, erzählt von Kampf um Jerusalem während der Kreuzzüge, in dem nicht nur verschiedene Kulturen, sondern auch Idealismus und Materialismus aufeinander prallten. Erwartungsgemäß erfüllt diese Großproduktion alle Hoffnungen auf ein visuelles Spektakel, erhebt darüber hinaus im aufgeheizten Konfliktklima zwischen der muslimischen und christlichen Welt eine mäßigende, vermittelnde Stimme. Dramaturgische Probleme sind zwar unübersehbar, dürften aber ein Publikum kaum belasten, das primär den kommerziell erprobten "Ring"- und "Fluch der Karibik"-Krieger Orlando Bloom romantisch und heroisch erleben will.
Elf Jahre nachdem Paul Verhoevens Kreuzzugsepos "Crusade" im Strudel des Carolco-Kollapses unterging, schmiedet jetzt Scott das heiße Eisen - mit einem Schmied im Mittelpunkt von William Monahans Drehbuch, das im Frankreich des Jahres 1186 seinen Anfang nimmt. Bereits in den ersten Bildern, mächtigen Totalen von sich zum Horizont streckenden Ebenen, markiert Scott seinen Anspruch auf großes Kino.
Unter einem großen Kreuz lässt ein Priester eine Selbstmörderin verscharren, nachdem er sie zuvor auf dem Weg in die Verdammnis köpfen ließ und sich mit ihrem Silberkreuz bereicherte. Diese Figur und ein opportunistischer Geistlicher in Jerusalem stehen für den moralischen Zustand der Kirche, der im Heiligen Land wenig heilig ist außer der Aussicht auf Besitz und Reichtum. Die profanen Motive für die Kreuzzüge werden deutlich, ohne dass das Papsttum explizit in die Verantwortung genommen wird.
Der korrupte Gottesmann aus dem Prolog wird zum Motor der Handlung, denn seine Tat provoziert Schmied Balian (Bloom), den Ehemann der Selbstmörderin, zum Affektmord und zum Aufbruch nach Jerusalem. Im Kreuzritter Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) findet er noch in Frankreich seinen leiblichen Vater, der bisher für ihn nur ein Phantom war. Im Minuten-Crashkurs wird Balian in die Kunst des Schwertkampfs eingeführt, bevor Truppen des Bischofs angreifen und Ibelin schwer verletzen. In Messina, über dessen Hafen die Kamera mit einem bildschönen Schwenk gleitet, schlägt Ibelin Balian zum Ritter, vererbt ihm sterbend alles. Nach der Überfahrt und einem überraschend ökonomisch realisierten Schiffsunglück, strandet Balian an fremden Ufern, tötet einen Sarazenen im Kampf um ein Pferd und reitet in Jerusalem ein. Dort begegnet er dem weisen, um Toleranz zwischen Christen und Moslems bemühten König Balduin IV, dessen Tage durch Lepra gezählt sind, und seinem Berater Tiberias (Jeremy Irons). Fast in Zeitraffer steigt der Ex-Schmied zum Vertrauten der beiden Männer auf und damit zum Feind der radikal anti-arabischen Fraktion um Guy von Lusignan, der mit den Tempelrittern der Politik der friedlichen Koexistenz ein Ende setzen wollen. Ähnlich schnell landet er in den Armen von Baldwins Schwester Sibylla, die Guy versprochen ist, aber einen Mann mit reinem Gewissen sucht.
Nicht nur der kometenhafte Aufstieg Balians, der schließlich sogar als Chefstratege Jerusalem verteidigt, lässt starke Kürzungen vermuten. Offensichtlich verändert wurde auch der biografische Hintergrund Sibyllas, deren Entwicklung nun psychologisch und moralisch weniger komplex verläuft. Die Liebesgeschichte leidet ein wenig unter dieser Akzentverlagerung, die zentrale Auseinandersetzung um Jerusalem jedoch nicht. Nachdem Scott die erste Kollision der Heere ins Off verlagert, macht er die Belagerung der Heiligen Stadt zum Höhepunkt der letzten Akte. Es sind spektakuläre Bilder von stürzenden Wehrtürmen und fliegenden Feuerkugeln, vom brutalen Nahkampf und epischen Totalen. Heimlicher Held dieser Sequenzen und eigentlich des ganzen Films ist Sarazenensultan Saladin, eine von der Geschichtsschreibung, von der Literatur (Lessings "Nathan der Weise") und auch Hollywood ("Der Talisman") schon früher leicht verklärte Figur, die hier als Stimme von Vernunft und Intelligenz Zeichen setzt. Er und der ähnlich charismatische Christenkönig sorgen dafür, dass der Kopf im optisch eindrucksvollen "Königreich der Himmel" nicht in den Wolken bleibt. kob.
Regisseur Ridley Scott ist ein Meister der großen, epischen, Kinogeschichten, die einen tiefen menschlichen Kern enthalten, wie er mit Filmen wie "Gladiator", "Blade Runner" und "Black Hawk Down" gezeigt hat. In KÖNIGREICH DER HIMMEL wendet er sich der Zeit der Kreuzzüge zu, dieses Welten formende Aufeinanderprallen zwischen Europa und dem Orient, das 200 Jahre andauern sollte.
Eine Geschichte über Mut, Leidenschaft und Abenteuer: Balian (Orlando Bloom), ein einfacher französischer Schmied, verliert seine Frau und sein zu Hause.
Er begibt sich auf die Reise ins Heilige Land, dort will er nicht nur seinen eigenen Frieden finden, sondern auch in den Fußstapfen seines Vaters (Liam Neesen) dessen Lebenswerk, die Verständigung zwischen den Religionen, während der Kreuzzüge weiterführen. Als Fremder in einem fremden Land tritt er neben dem königstreuen Ritter Tiberias (Jeremy Irons) für Gerechtigkeit ein, findet in der Prinzessin Sybilla (Eva Green) eine neue große Liebe und kämpft schließlich selbst als Ritter eine entscheidende Schlacht um Jerusalem. Um sein Volk zu retten und die Idee des friedlichen Miteinanders der Religionen aufrecht zu erhalten, entschließt sich Balian zu einem gewagten Schritt ...
"Königreich der Himmel ist eines der ganz großen Filmereignisse des Jahres, des Jahrzehnts, ja, vielleicht des Jahrhunderts!" prosieben.de
Quelle: Fox
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Quelle: Fox
| Darsteller: | Orlando Bloom | als Balian | |
|---|---|---|---|
| Eva Green | als Sibylla | ||
| Jeremy Irons | als Tiberias | ||
| David Thewlis | als Der Hospitaler | ||
| Brendan Gleeson | als Reynald von Chatillon | ||
| Marton Csokas | als Guy von Lusignan | ||
| Liam Neeson | als Godfrey von Ibelin | ||
| Ghassan Massoud | als Saladin | ||
| Nikolaj Coster-Waldau | als Dorfsherrif | ||
| Edward Norton | als König Baldwin | ||
| Martin Hancock | als Totengräber | ||
| Michael Sheen | als Priester | ||
| Nathalie Cox | als Balians Frau | ||
| Eriq Ebouaney | als Firuz | ||
| Jouko Ahola | als Odo | ||
| Philip Glenister | als Squire | ||
| Bronson Webb | als Auszubildender | ||
| Alexander Siddig | als Nasir | ||
| Michael Shaeffer | als Junger Sargeant | ||
| Jon Finch | als Patriarch | ||
| Regie: | Ridley Scott | ||
| Buch: | William Monahan | ||
| Musik: | Harry Gregson-Williams | ||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Produzent: | Ridley Scott | ||
Königreich der Himmel (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Trailer, Hintergrundinfos
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Star
Orlando Bloom
Die sanften, ebenmäßigen Gesichtszüge des hochgewachsenen blonden Engländers prädestinierten ihn für die Rolle, die ihn über Nacht berühmt...
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