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Kombat Sechzehn

Ein Sechzehnjähriger, der sich nach einem unfreiwilligen Umzug von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder einen neuen Freundeskreis suchen muss, gerät in eine Neonazi-Clique.


Kombat Sechzehn (Einzel-DVD)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
02.03.2009

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16

Florian Bartholomäi
Ludwig Trepte
Max Mauff

Regie: Mirko Borscht
epiX Media AG

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Ein Sechzehnjähriger, der sich nach einem unfreiwilligen Umzug von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder einen neuen Freundeskreis suchen muss, gerät in eine Neonazi-Clique.

Georg und seine neue Clique (Foto: credoverleih) Großansicht

Georg und seine neue Clique (Foto: credoverleih)

Der 16-jährige Georg (Florian Bartholomäi) muss wegen des neuen Jobs seines Vaters von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder umziehen. Als ambitionierter Kampfsportler und Neuling an der Schule weckt er schnell das Interesse von Thomas (Ludwig Trepte), dem Anführer einer rechtsradikalen Clique aus seiner neuen Klasse.

Aus Mangel an Alternativen lässt sich Georg von Thomas mit dem Angebot eines Tae-Kwon-Do-Trainingsraums ködern. Nach und nach taucht Georg immer tiefer in die rechte Szene hinein.

Georg passt sich erschreckend schnell an (Foto: credoverleih) Großansicht

Georg passt sich erschreckend schnell an (Foto: credoverleih)

Rechte Verführer

Beeindruckendes Langspielfilmdebüt von Mirko Borscht über Rechtsradikalismus, das versucht, ohne moralischen Zeigefinger zu schildern, wie ein Jugendlicher den Verführungskräften einer Neonazi-Clique verfällt.

Ursprünglich war das Drama, das auf diversen Festivals gezeigt wurde und dort das Publikum begeistern konnte, als Fernsehfilm geplant.

Kombat Sechzehn (Einzel-DVD)

Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern - Mirko Borscht greift das brisante Thema in seinem Regiedebüt auf, kein langweiliges Zeigefingerelaborat, sondern ganz nah an der Wirklichkeit. Am Beispiel eines Jungen, der von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder ziehen muss, zeigt er, wie leicht ein Jugendlicher in den Dunstkreis von Gewalt und Indoktrination geraten kann und wie schwer es ist, aus dieser Art von "Kameradschaft" wieder herauszukommen.

Der 33jährige in Berlin lebende Regisseur weiß wovon er erzählt. Er stammt aus Cottbus und war zu DDR-Zeiten "in der Punk- und Rockecke unterwegs". Wenn er in den vergangenen Jahren nach Hause kam, wunderte er sich über die Anziehungskraft von Hooligan-Szene und politischer Rechten auf junge Leute. In Einzelgesprächen erfuhr er viel über die Hintergründe, Basis für "Kombat Sechzehn".

Der 16jährige Georg muss mit seiner Schwester wegen Arbeitswechsel des allein erziehenden Vaters nach Frankfurt/Oder ziehen und ist sauer, ihm fehlen die Kumpel und seine Freundin Jasmin, der Traum vom hessischen Landesmeister in Taekwondo platzt. In Brandenbug findet er keinen Verein, wollen ihn die Klassenkameraden fertigmachen, erst durch seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung gewinnt er Anerkennung. Auch von Thomas, dem Anführer der Schrecken verbreitenden Gruppe. Als der ihm einen provisorischen Trainingsraum im Cliquenbau einrichtet, beginnt eine zögerliche Freundschaft. Mehr und mehr gerät der Junge aus dem Westen in die rechtsextreme Subkultur.

Borscht vermeidet Klischees und Vereinfachungen wie die, Arbeitslosigkeit und Armut führten automatisch zu Rechtsradikalismus. Schon lange sind es nicht nur Jugendliche aus sozial schwachen Schichten, die den rechten Rattenfängern folgen. So kämpft Georg mit persönliche Problemen, möchte er einfach "dazugehören", ein "Mann" sein. "Kombat 16" schreckt - wie "American History X" oder "Oi Warning" - nicht vor brutalen Szenen zurück, setzt auf die Ästhetik der Jugendkultur, ohne in den Fehler der Über-Ästhetisierung zu verfallen. Der Regisseur arbeitet mit einem Trick. Je verunsicherter Georg wird, um so mehr verwendet er grobkörniges Material, um die innere Wandlung zu unterstreichen. Es wird schnell klar, dass es weniger um Politik geht als darum, sich zu beweisen, wer der coolste, tollste oder härteste Typ ist. Wobei die Grenzen sich nach und nach gefährlich verschieben und die Jungs in den Neofaschismus hineinrutschen. "Kombat Sechzehn" ist nicht perfekt, manchmal verlieren sich Nebenstränge, der Vater Sohn-Konflikt wirkt plakativ wie auch die Tatsache, dass Georgs Freundin aus dem Westen auch noch farbig sein muss. Dennoch trifft der Film den Nerv eines jungen Publikums, spricht seine Sprache und bietet ihm die Möglichkeit zur Auseinandersetzung. Nicht die genaue Bestandsaufnahme der Gegenwart steht im Vordergrund, sondern das Aufzeigen von Defiziten im Umgang miteinander. mk.

Darsteller:  Florian Bartholomäi   als Georg Beerbaum
  Ludwig Trepte   als Thomas Thiess
  Max Mauff   als Philipp Sander
  Max Oelze   als Reiko Zerich
  Sven Lubeck   als Kleiner Streber
  Isabelle Mbarga   als Jasmin
  Alice Dwyer   als Susanna
  Annett Kruschke   als Mutter Thieß
  Falk Rockstroh   als Andreas Beerbaum
  Christine Diensberg   als Anke
  Dirk Borchardt   als Martin
  Petra Hartung   als Frau Paluszek
  Errol Shaker   als Simon
  Adrian Topol   als Denis
  Matthias Schweighöfer   als Daniel
 
Regie:  Mirko Borscht  
Buch:  Jana Erdmann  
  Mirko Borscht  
Musik:  Alexander Istschenko  
Kamera:  Alexander Fischerkoesen  
Produzent:  Susann Schimk  
  Jörg Trentmann  
 

Kombat Sechzehn (Einzel-DVD) in der Fotoshow

 

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Features

 

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Florian Bartholomäi

Florian Bartholomäi gilt bereits seit seiner ersten Hauptrolle in dem Kinofilm "Kombat Sechzehn" (2005) als einer der...

 

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Ludwig Trepte

Ludwig Trepte war zwölf Jahre alt, als er seine ersten Fernsehrollen spielte. Mit 16 Jahren beeindruckte er im Spielfilm "Kombat Sechzehn"...