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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.03.2009
Deutschland 2005
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16
Florian Bartholomäi
Ludwig Trepte
Max Mauff
Regie: Mirko Borscht
epiX Media AG

Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern - Mirko Borscht greift das brisante Thema in seinem Regiedebüt auf, kein langweiliges Zeigefingerelaborat, sondern ganz nah an der Wirklichkeit. Am Beispiel eines Jungen, der von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder ziehen muss, zeigt er, wie leicht ein Jugendlicher in den Dunstkreis von Gewalt und Indoktrination geraten kann und wie schwer es ist, aus dieser Art von "Kameradschaft" wieder herauszukommen.
Der 33jährige in Berlin lebende Regisseur weiß wovon er erzählt. Er stammt aus Cottbus und war zu DDR-Zeiten "in der Punk- und Rockecke unterwegs". Wenn er in den vergangenen Jahren nach Hause kam, wunderte er sich über die Anziehungskraft von Hooligan-Szene und politischer Rechten auf junge Leute. In Einzelgesprächen erfuhr er viel über die Hintergründe, Basis für "Kombat Sechzehn".
Der 16jährige Georg muss mit seiner Schwester wegen Arbeitswechsel des allein erziehenden Vaters nach Frankfurt/Oder ziehen und ist sauer, ihm fehlen die Kumpel und seine Freundin Jasmin, der Traum vom hessischen Landesmeister in Taekwondo platzt. In Brandenbug findet er keinen Verein, wollen ihn die Klassenkameraden fertigmachen, erst durch seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung gewinnt er Anerkennung. Auch von Thomas, dem Anführer der Schrecken verbreitenden Gruppe. Als der ihm einen provisorischen Trainingsraum im Cliquenbau einrichtet, beginnt eine zögerliche Freundschaft. Mehr und mehr gerät der Junge aus dem Westen in die rechtsextreme Subkultur.
Borscht vermeidet Klischees und Vereinfachungen wie die, Arbeitslosigkeit und Armut führten automatisch zu Rechtsradikalismus. Schon lange sind es nicht nur Jugendliche aus sozial schwachen Schichten, die den rechten Rattenfängern folgen. So kämpft Georg mit persönliche Problemen, möchte er einfach "dazugehören", ein "Mann" sein. "Kombat 16" schreckt - wie "American History X" oder "Oi Warning" - nicht vor brutalen Szenen zurück, setzt auf die Ästhetik der Jugendkultur, ohne in den Fehler der Über-Ästhetisierung zu verfallen. Der Regisseur arbeitet mit einem Trick. Je verunsicherter Georg wird, um so mehr verwendet er grobkörniges Material, um die innere Wandlung zu unterstreichen. Es wird schnell klar, dass es weniger um Politik geht als darum, sich zu beweisen, wer der coolste, tollste oder härteste Typ ist. Wobei die Grenzen sich nach und nach gefährlich verschieben und die Jungs in den Neofaschismus hineinrutschen. "Kombat Sechzehn" ist nicht perfekt, manchmal verlieren sich Nebenstränge, der Vater Sohn-Konflikt wirkt plakativ wie auch die Tatsache, dass Georgs Freundin aus dem Westen auch noch farbig sein muss. Dennoch trifft der Film den Nerv eines jungen Publikums, spricht seine Sprache und bietet ihm die Möglichkeit zur Auseinandersetzung. Nicht die genaue Bestandsaufnahme der Gegenwart steht im Vordergrund, sondern das Aufzeigen von Defiziten im Umgang miteinander. mk.
| Darsteller: | Florian Bartholomäi | als Georg Beerbaum | |
|---|---|---|---|
| Ludwig Trepte | als Thomas Thiess | ||
| Max Mauff | als Philipp Sander | ||
| Max Oelze | als Reiko Zerich | ||
| Sven Lubeck | als Kleiner Streber | ||
| Isabelle Mbarga | als Jasmin | ||
| Alice Dwyer | als Susanna | ||
| Annett Kruschke | als Mutter Thieß | ||
| Falk Rockstroh | als Andreas Beerbaum | ||
| Christine Diensberg | als Anke | ||
| Dirk Borchardt | als Martin | ||
| Petra Hartung | als Frau Paluszek | ||
| Errol Shaker | als Simon | ||
| Adrian Topol | als Denis | ||
| Matthias Schweighöfer | als Daniel | ||
| Regie: | Mirko Borscht | ||
| Buch: | Jana Erdmann | ||
| Mirko Borscht | |||
| Musik: | Alexander Istschenko | ||
| Kamera: | Alexander Fischerkoesen | ||
| Produzent: | Susann Schimk | ||
| Jörg Trentmann | |||
Kombat Sechzehn (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Audiokommentare, Kinotrailer
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Florian Bartholomäi
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