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Erhältlich seit:
12.11.2010
Originaltitel: Ein Schnitzel für drei
Deutschland 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6
Armin Rohde
Ludger Pistor
Branko Samarovski
Regie: Manfred Stelzer
good!movies

Pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2010 legt der WDR eine gelungene Ruhrgebiets-Komödie vor, in der Armin Rohde und Ludger Pistor als ungleiches Gespann glänzen.
In der besten Tradition britischer Sozialkomödien scheut Manfred Stelzer in "Ein Schnitzel für drei" nicht den Blick in den tristen Alltag der beiden in Dortmund lebenden Protagonisten: Der wortkarge, schroffe Günther (Rohde) hat seinen Job als Tierpfleger an eine billigere Hilfskraft verloren, Wolfgang (Pistor) ist als Verkäufer für Herrenoberbekleidung nicht mehr gefragt und bemüht sich vergeblich um eine neue Stelle.
Ihre schwierige Situation meistern die Hauptfiguren mit dem für die Region typischen, lakonischen Humor, der auch im Sprachduktus äußerst authentisch umgesetzt wird. In diesem Ruhrgebiets-Film gibt es keine makellosen Helden, aber durchaus liebenswerte Charaktere. Sogar der grobschlächtige Günther offenbart im Lauf der Handlung seine fürsorgliche Seite, als sich die beiden Freunde um ihren demenzkranken Nachbarn Hermann kümmern, bei dem sie zuvor eine größere Summe Bargeld gefunden haben.
Regisseur Stelzer konzentriert sich auf das Wesentliche und rückt vor allem seine beiden glänzend aufgelegten Hauptdarsteller Rohde und Pistor in den Mittelpunkt. In weiteren tragenden Rollen überzeugen Branko Samarovski als Hermann, Theresa Hämer als Wolfgangs Ehefrau Karin und Caroline Peters als - zumindest aus der Sicht von Günther - geheimnisvolle Nachbarin Eva.
Offenbar war es auch die richtige Entscheidung, gleich vier Autoren, darunter Stelzer selbst, in die Arbeit am Drehbuch einzubeziehen. "Ein Schnitzel für drei" zeichnet sich vor allem durch Wortwitz und Tempo aus, wirkt aber auch in den nachdenklicheren Momenten nie bemüht oder gar peinlich. Die ungeschönte Darstellung von Hermanns fortschreitender Demenz fügt sich ebenso nahtlos in die Handlung ein wie wohldosierte Slapstick-Einlagen, etwa als sich Wolfgang von Günther absichtlich eine Schusswunde am Arm verpassen lässt.
Letztgenannte Szene spielt auf den zweiten Handlungsstrang an, in dem ein Bankräuber im Michael-Jackson-Outfit sein Unwesen in Dortmund treibt. Auch hierauf reagieren die Freunde höchst unterschiedlich: Während Günther seine Nachbarin Eva verdächtigt, gibt sich Wolfgang gegenüber Karin selbst als Täter aus, um seiner Gattin zum imponieren. Dass all dies in der Schlussszene sinnvoll zusammengeführt und "Ein Schnitzel für drei" doch noch augenzwinkernd als Helden-Geschichte präsentiert wird, rundet eine durchweg gelungene Produktion ab. Ein würdiger Beitrag des WDR zum Kulturhauptstadtjahr 2010. jl.
Während sich der arbeitslose Verkäufer Wolfgang (Ludger Pistor) in Zweckoptimismus übt, ist sein ebenfalls jobloser Kumpel Günther (Armin Rohde) Realist: Die Lage ist beschissen! Doch alles ändert sich für die beiden, als Günther im Werkzeugkasten seines demenzkranken Nachbarn einige Hunderttausend Euro findet, die der ältere Herr "nicht mehr auf dem Schirm hat". Die Kumpels übernehmen die Kohle - aus schlechtem Gewissen jedoch auch die Pflege des Seniors. Erst läuft alles wie am Schnürchen: Günther fährt im Neubaugebiet mit dem Ferrari vor, Wolfgang spendiert seiner Tochter den Führerschein und spielt seiner Frau den mutigen Bankräuber vor. Aber dann fangen die Komplikationen an: Es scheint, als wäre doch jemand auf der Suche nach dem Geld...
Quelle: good!movies
| Darsteller: | Armin Rohde | als Günther Kuballa | |
|---|---|---|---|
| Ludger Pistor | als Wolfgang Krettek | ||
| Branko Samarovski | als Hermann Oechler | ||
| Caroline Peters | als Eva Lorenz | ||
| Therese Hämer | als Karin Krettek | ||
| Cristina do Rego | als Jessica Krettek | ||
| Margit Bendokat | als Frau Rademacher | ||
| Patrycia Ziolkowska | als Frau Wilmert | ||
| Peter Jordan | als Zoodirektor Glottner | ||
| Artur Majowski | als Dowitsch | ||
| Stefan Weinert | als Bankräuber | ||
| Marc Sense | als Reporter | ||
| Regie: | Manfred Stelzer | ||
| Buch: | Thomas Koch | ||
| Peter Freiberg | |||
| Stefan Barth | |||
| Manfred Stelzer | |||
| Musik: | Lutz Kerschowski | ||
| Kamera: | Tomas Erhart | ||
| Produzent: | Titus Kreyenberg | ||
| Winka Wulff | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
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