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Kottan ermittelt - Rien ne va plus

Der legendäre Major Kottan kehrt zurück und ermittelt mit seiner gewohnt Wienerischen Art in einem Mordfall.


Kottan ermittelt - Rien ne va plus

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Erhältlich seit:
21.10.2011

Komödie/ Kriminalfilm

Österreich 2010
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Lukas Resetarits
Udo Samel
Johannes Krisch

Regie: Peter Patzak
ThimFilm

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Kottan ermittelt - Rien ne va plus

Inspektor gibt's kan? Irrtum! Major Kottan lebt, Peter Patzak hat ihn fürs Kino wiederbelebt - in Person von Lukas Resetarits, dem schrägsten Ermittler seit Clouseau.

Drei Morde in 24 Stunden. Das geht Polizeipräsident Pilch arg gegen den Strich. Zwar residiert er schon höchst nobel im Schloss Schönbrunn, aber ihn drängt es höher hinauf - ins Innenministerium. Dort will auch sein Konkurrent, Napoleon-Verehrer Generalmajor Hofbauer, der "Held von Wien", hin. Ein Ermittlungserfolg muss her. Sofort. Dafür wird der beste Mann der Truppe (re)aktiviert: Major Adolf Kottan alias Lukas Resetarits.

27 Jahre nach Ausstrahlung der letzten TV-Folge von "Kottan" gibt's ein Wiedersehen mit Österreichs liebstem Kieberer (für Piefkes: Polizist), der aber viel lieber die Gitarre zupft und erst in den Fall einsteigt, als ihn aus heiterem Himmel eine Leiche aufs Kleinwagendach knallt. Schnell findet "Dolfi", altbekannter Lieblingssatz: "Inspektor gibt's kan!", heraus, dass die Mordserie mit einer geschickt verpackten Variante des Pyramidenspiels im Zusammenhang steht und die Drahtzieher im Rotlichtmilieu agieren - mit einer In-Bar namens "Fast Fut" als Hauptquartier.

Doch das ist eigentlich nicht weiter wichtig. Auch in "Kottan ermittelt", Untertitel "Rien ne va plus" - neben jedem Mordopfer liegt eine Spielkarte mit diesem französischen Satz - geht es mehr um witzige Dialoge ("Was ist ein Vakuum?" - "Ich hab's im Kopf, aber es fallt mir grad' nicht ein."), gut geführten Wiener Schmäh, klassischen Running-Gag-Slapstick (offene, im Vorbeifahren abgerissenen Autotüren), willkürlich eingestreute Live-Musik-Nummern und liebevoll gestaltete Details, wie etwa die überall aufgehängten "Wien-im-Film"-Plakate.

Das Drehbuch hat Jan Zenker, Sohn von Ur-Autor Helmut Zenker, verfasst, nicht nach einem von dessen sechs unverfilmten Skripts, sondern einem Roman aus dessen Serie um die Privatdetektivin Minni Mann. Auf dem Regiestuhl hat wieder "Kottan"-Veteran Peter Patzak Platz genommen und dabei tief in die Trickkiste gegriffen. So verschachtelt er mittels Green Screen Szenen frech ineinander oder lässt Pilch nicht mehr am Kaffeeautomaten, sondern an einer Zeichentrick-Kakerlake verzweifeln. Die so verursachten Kosten wurden auf Ausstattungsebene eingespart, weshalb Kottan statt des geforderten "James Bond"-Dienstfahrzeugs mit einem Smart Vorlieb nehmen muss - spezielle Einparkhilfe inklusive.

Highlight des Films (wie der Serie) ist der eigenwillig interpretierte Rock'n'Roll-Score den Kottan's Kapelle live verantwortet, ein besonderer Genuss die "Chantilly Lace"-Gesangs- und Tanznummer, die der Krücken-bewährte Neo-Schremser (Johannes Krisch) zum Besten gibt. Mit Spaß sind alle Beteiligten bei der Sache, ob die Oldies Resetarits, Bibiana Zeller, TV-Ansagerlegende Chris Lohner, Hanno Pöschl und Erni Mangold oder die Newcomer Robert Stadlober als schießwütiger Co-Cop Schrammel, Udo Samel als Kurt-Weinzierl-Nachfolger Pilch oder Wolfgang Böck als Populist Hofbauer, der Wien mit Hilfe von "Polizei-Apparaten", sprich Robotern, sicherer machen möchte. Ein Kult-Revival, das Lust auf mehr macht. geh.

Darsteller:  Lukas Resetarits   als Adolf Kottan
  Udo Samel   als Heribert Pilch
  Johannes Krisch   als Paul Schremser
  Robert Stadlober   als Alfred Schrammel
  Wolfgang Böck   als Kurt Hofbauer
  Simon Schwarz   als Stefan Platzer
  Hanno Pöschl   als Drballa
  Bibiana Zeller   als Ilse Kottan
  Mavie Hörbiger   als Marianne Herzer
  Erni Mangold   als Mutter Ziwoda
  Gerti Drassl   als Rita Murawetz
  Nina Fog   als Paula Chantilly
  Chris Lohner   als Fernsehsprecherin
  Erich Schleyer   als Markus Herzer
  Branko Samarovski   als Geiselnehmer
  Cornelius Obonya   als Kurt Maderna
  Karl Ferdinand Kratzl   als Johann Ziwoda
  Julian Sharp   als Bernhard Zacherl
  Ernst Konarek   als militanter Nichtraucher
  Andreas Gönczöl   als Roman Varnovsky
  Marcus Thill   als Spielteilnehmer
  Sami Loris   als Nachrichtensprecher
  Franz Suhrada   als Polizist Schreyvogel
  Michaela Mock   als Karin Blaha
  Bigi Fischer   als Hausmeisterin/Prostituierte
  Elke Winkens   als Empfangsdame Lucy
  Dorothea Parton   als Hilde Kvapil
  Maddalena Hirschal   als Heidi Zacherl
  Margit Gara   als Obdachlose
  Johnny K. Palmer   als Fred
  Elias Pressler   als Bankräuber
 
Regie:  Peter Patzak  
Buch:  Jan Zenker  
Musik:  Christian Kolonovits  
  Fabian Patzak  
Kamera:  Andreas Köfer  
  Dr. phil. Astrid Heubrandtner M.A.  
  Peter Patzak  
Produzent:  Heinrich Ambrosch  
 

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