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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.06.2007
Originaltitel: Running with Scissors
USA 2006
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12
Annette Bening
Brian Cox
Gwyneth Paltrow
Regie: Ryan Murphy
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Augusten, der in zwei Chaos-Familien aufwuchs und trotzdem weder Verstand noch Humor verlor.
Große Erwartungen gab es, als dieses Projekt einen Bestseller, Augusten Burroughs Reise in seine Biografie, und Ryan Murphy, Mastermind der TV-Serie "Nip/Tuck", zusammenbrachte. Doch in den USA war die Resonanz auf "Krass" eher blass. Zu Unrecht, denn Murphys Mix aus exzentrischer Komik und sensibler Gefühlschronik ist einer der bestbesetzten und interessantesten Filme des Kinojahres 2006. Angesiedelt im Universum von Wes Andersons "Die Royal Tenenbaums" und verwandter autobiografischer Kindheitsporträts wie etwa Diane Keatons "Entfesselte Helden", mag "Krass" die Fans des Buchs durch Veränderungen verstimmen. Doch literarisch unvorbereitete Zuschauer erwarten hier zwei Stunden ungewöhnliche und unterhaltsame Familienforschung.
Es beginnt 1971, als der kleine Augusten zwischen die Fronten des elterlichen Ehekriegs gerät. Vater Norman (Alec Baldwin) ist Alkoholiker, Mutter Deidre (Annette Bening) vielleicht der Grund dafür: eine narzisstische Persönlichkeit, die ihren Sohn vernachlässigt und von der Kluft zwischen der Selbsteinschätzung als brillante Poetin und der real reduzierten Reaktion der Literaturszene darauf aufgefressen wird. Nach der Scheidung beginnt Deidre Seelenpflege beim exzentrischen Therapeuten Dr. Finch (Brian Cox), verabschiedet sich völlig aus der Verantwortung für den Sohn, der im chaotischen Haushalt der Finch-Familie landet. Dr. Finch wird sein unorthodoxer, mitunter auch gefährlicher Ratgeber. Finchs traumatisch verstörter Adoptivsohn wird sein Lover, Finchs Tochter Natalie seine engste Vertraute, deren Schwester Hope eine beunruhigende Lektion in Selbstaufgabe und Finchs Frau Agnes, so schrullig und in ihrem Selbstwertgefühl degradiert sie auch ist, die Mutter, die er nie hatte.
Eine größere Versammlung verhaltensgestörter, verzweifelter, deprimierender Figuren gab es lange nicht zu sehen. Doch trotz verkürzter Charakterisierungen wird keine Figur der Lächerlichkeit preisgegeben. Als Zuschauer macht man ähnliche Erfahrungen wie der Protagonist: erst wirken alle Figuren schrill und überlebensgroß, dann lebt man mit ihnen und ihren Eigenheiten, verachtet sie, wie Benings grandios gespieltes Muttermonstrum, oder liebt sie wie Jill Clayburghs geisterhaft aussehenden, aber zutiefst menschlichen Gegenpol. In der Ensembleleistung, zu der auch Cox, Baldwin, Joseph Fiennes und Evan Rachel Wood Bemerkenswertes beitragen, ist "Krass" im Kinojahr 2006 konkurrenzlos. Auch deshalb lohnt es sich, diesen Film zu entdecken. Ob man sich nun damit als Kontrastprogramm zur eigenen Clanharmonie herausfordern oder sich nach schlimmen Selbsterfahrungen mit einem noch traumatischeren Leben trösten will. kob.
| Darsteller: | Annette Bening | als Deirdre Burroughs | |
|---|---|---|---|
| Brian Cox | als Dr. Finch | ||
| Gwyneth Paltrow | als Hope Finch | ||
| Joseph Fiennes | als Neil Bookman | ||
| Evan Rachel Wood | als Natalie Finch | ||
| Alec Baldwin | als Norman Burroughs | ||
| Jill Clayburgh | als Agnes Finch | ||
| Joseph Cross | als Augusten Burroughs | ||
| Kristin Chenoweth | als Fern Stewart | ||
| Gabrielle Union | als Dorothy | ||
| Regie: | Ryan Murphy | ||
| Buch: | Ryan Murphy | ||
| Musik: | James S. Levine | ||
| Kamera: | Christopher Baffa | ||
| Produzent: | Brad Grey | ||
| Brad Pitt | |||
| Dede Gardner | |||
Krass! Running with Scissors in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Featurettes
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Annette Bening
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Gwyneth Paltrow
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