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Krass! Running with Scissors

Sensible und humorvolle Verfilmung der zum Bestseller avancierten Kindheits- und Jugenderinnerungen von Augusten Burroughs.


Krass! Running with Scissors

Leihvideo

Erhältlich seit:
19.06.2007

Originaltitel: Running with Scissors

Drama/ Komödie

USA 2006
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Annette Bening
Brian Cox
Gwyneth Paltrow

Regie: Ryan Murphy
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Sensible und humorvolle Verfilmung der zum Bestseller avancierten Kindheits- und Jugenderinnerungen von Augusten Burroughs.

Deidre setzt ihren Sohn bei den Finchs ab (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Deidre setzt ihren Sohn bei den Finchs ab (Foto: Sony Pictures)

Augustens (Joseph Cross) Kindheit ist eine einzige Herausforderung. Sein frustrierter Vater Norman (Alec Baldwin) flüchtet sich in den übermäßigen Genuss von Alkohol, Mutter Deidre (Annette Bening) versteift sich auf die Vorstellung, dass die Welt ihre Brillanz als Poetin endlich wahrnehmen müsse.

Als Augusten in die Familie von Deidres Therapeuten Dr. Finch (Brian Cox) abgeschoben wird, erscheint die Ansammlung gestörter Psychen als noch größere Strafe. Doch ausgerechnet hier findet Augusten die Zuneigung, die ihm Kraft zum Überleben gibt.

Augusten verbringt Zeit mit seiner Ersatzmutter (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Augusten verbringt Zeit mit seiner Ersatzmutter (Foto: Sony Pictures)

Ein schmaler Grat

Wie schon seine TV-Serie "Nip/Tuck" ist auch diese Bestsellerfilmung von Autor-Regisseur Ryan Murphy eine gelungene Gratwanderung zwischen exzentrisch-komischen und sensibel-berührenden Momenten.

Zwar ist die Vorlage von Augusten Burroughs entschärft, doch so schrullig die Figuren auch wirken, so einfühlend zeigt sich der Film bei ihrer Beobachtung. Ein groß aufspielendes Ensemble trägt das Seinige zum Gelingen dieser Gratwanderung bei.

Krass! Running with Scissors

Die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Augusten, der in zwei Chaos-Familien aufwuchs und trotzdem weder Verstand noch Humor verlor.

Große Erwartungen gab es, als dieses Projekt einen Bestseller, Augusten Burroughs Reise in seine Biografie, und Ryan Murphy, Mastermind der TV-Serie "Nip/Tuck", zusammenbrachte. Doch in den USA war die Resonanz auf "Krass" eher blass. Zu Unrecht, denn Murphys Mix aus exzentrischer Komik und sensibler Gefühlschronik ist einer der bestbesetzten und interessantesten Filme des Kinojahres 2006. Angesiedelt im Universum von Wes Andersons "Die Royal Tenenbaums" und verwandter autobiografischer Kindheitsporträts wie etwa Diane Keatons "Entfesselte Helden", mag "Krass" die Fans des Buchs durch Veränderungen verstimmen. Doch literarisch unvorbereitete Zuschauer erwarten hier zwei Stunden ungewöhnliche und unterhaltsame Familienforschung.

Es beginnt 1971, als der kleine Augusten zwischen die Fronten des elterlichen Ehekriegs gerät. Vater Norman (Alec Baldwin) ist Alkoholiker, Mutter Deidre (Annette Bening) vielleicht der Grund dafür: eine narzisstische Persönlichkeit, die ihren Sohn vernachlässigt und von der Kluft zwischen der Selbsteinschätzung als brillante Poetin und der real reduzierten Reaktion der Literaturszene darauf aufgefressen wird. Nach der Scheidung beginnt Deidre Seelenpflege beim exzentrischen Therapeuten Dr. Finch (Brian Cox), verabschiedet sich völlig aus der Verantwortung für den Sohn, der im chaotischen Haushalt der Finch-Familie landet. Dr. Finch wird sein unorthodoxer, mitunter auch gefährlicher Ratgeber. Finchs traumatisch verstörter Adoptivsohn wird sein Lover, Finchs Tochter Natalie seine engste Vertraute, deren Schwester Hope eine beunruhigende Lektion in Selbstaufgabe und Finchs Frau Agnes, so schrullig und in ihrem Selbstwertgefühl degradiert sie auch ist, die Mutter, die er nie hatte.

Eine größere Versammlung verhaltensgestörter, verzweifelter, deprimierender Figuren gab es lange nicht zu sehen. Doch trotz verkürzter Charakterisierungen wird keine Figur der Lächerlichkeit preisgegeben. Als Zuschauer macht man ähnliche Erfahrungen wie der Protagonist: erst wirken alle Figuren schrill und überlebensgroß, dann lebt man mit ihnen und ihren Eigenheiten, verachtet sie, wie Benings grandios gespieltes Muttermonstrum, oder liebt sie wie Jill Clayburghs geisterhaft aussehenden, aber zutiefst menschlichen Gegenpol. In der Ensembleleistung, zu der auch Cox, Baldwin, Joseph Fiennes und Evan Rachel Wood Bemerkenswertes beitragen, ist "Krass" im Kinojahr 2006 konkurrenzlos. Auch deshalb lohnt es sich, diesen Film zu entdecken. Ob man sich nun damit als Kontrastprogramm zur eigenen Clanharmonie herausfordern oder sich nach schlimmen Selbsterfahrungen mit einem noch traumatischeren Leben trösten will. kob.

Darsteller:  Annette Bening   als Deirdre Burroughs
  Brian Cox   als Dr. Finch
  Gwyneth Paltrow   als Hope Finch
  Joseph Fiennes   als Neil Bookman
  Evan Rachel Wood   als Natalie Finch
  Alec Baldwin   als Norman Burroughs
  Jill Clayburgh   als Agnes Finch
  Joseph Cross   als Augusten Burroughs
  Kristin Chenoweth   als Fern Stewart
  Gabrielle Union   als Dorothy
 
Regie:  Ryan Murphy  
Buch:  Ryan Murphy  
Musik:  James S. Levine  
Kamera:  Christopher Baffa  
Produzent:  Brad Grey  
  Brad Pitt  
  Dede Gardner  
 

Krass! Running with Scissors in der Fotoshow

 

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Features

 

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Annette Bening

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