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Kreuz und queer

Witzige Komödie um homo-, bi- und heterosexuelle Beziehungen in den ausgehenden Neunzigern, die das New-Age-Gehabe auf die Schippe nimmt.


Kreuz und queer

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Erhältlich seit:
24.08.2004

Originaltitel: Bedrooms and Hallways

Komödie

Großbritannien 1998
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Kevin McKidd
Hugo Weaving
Jennifer Ehle

Regie: Rose Troche
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Kreuz und queer

Der schwule Leo steckt in einer schweren Lebenskrise. Während sein Mitbewohner Darren wegen einer heißen Affäre mit einem Immobilienmakler gerade im siebten Himmel schwebt, leidet er unter Einsamkeit und Depressionen. Dem Rat einer Bekannten gehorchend, sucht er eine Männergruppe auf und verknallt sich dort in den attraktiven Brendan. Der ist gerade im Begriff, sich von Sally, einer Schulfreundin Leos zu trennen. Und eben diese Sally wendet sich ausgerechnet um Trost und Rat an Leo...

Inszeniert von Rose Troche ("Go Fish"), zu Papier gebracht von Robert Farrar, der sein Drehbuch als "Akt der Offenheit gegenüber sich selbst" sieht, dreht sich bei dieser frivolen, ausgelassenen Komödie alles um das Thema Sex. Homo-, hetero- und bisexuelle Beziehungen werden dabei ebenso auf die Schippe genommen wie das typische New-Age-Gehabe der 90er Jahre. Das sympathische Ensemble, der Schauplatz London und viel Situationskomik machen diesen kurzweiligen, überaus offenherzigen Beziehungsreigen nicht nur für ein schwul-lesbisches Publikum interessant.

Kreuz und queer

London gilt als Biotop für schräge Gestalten - nicht erst seit den 60er Jahren und Carnaby Street. Das Grundprinzip bleibt trotz aller Zeitströmungen gleich: Singles treibt es auf der Suche nach einem Partner unruhig um. Der Weg zur Zweisamkeit ist in Rose Troches romantischer Komödie aus den 90ern mit Schwierigkeiten und Überraschungen gepflastert.

Für Autor Robert Farrar war das Schreiben des Buches "ein Akt der Offenheit gegenüber mir selbst". Er wollte die Trennung zwischen hetero- und homosexuell überwinden. Und so steht erst einmal die Hauptfigur Leo als "a straight gay man", als ein Schwuler, der sich von einem Hetero kaum unterscheidet, zwischen allen Fronten. Der gestresste Single möchte seinen 30. Geburtstag in Ruhe verbringen, aber zu Hause wartet schon eine Horde Überraschungsgäste, alles Leute, die er am liebsten nicht sehen möchte. Erst einmal flüchtet sich das Sensibelchen vor Schreck in sein Zimmer und läßt - in einer langen Rückblende - die letzten Monate Revue passieren. Da ging es drunter und drüber: Während sein Mitbewohner eine heisse Affäre mit einem Immobilienmakler genießt, fühlt sich Leo ziemlich allein und befolgt den Rat einer Freundin, doch mal in einer Männergruppe sein Ego aufmöbeln zu lassen. Die tiefschürfenden Gespräche der Herren sind eher langweilig als lustig, erst als Leo seine Gefühle für den attraktiven Brendan outet, kommt Bewegung in die Truppe. Und als Leo eines Morgens an Brendans Seite aufwacht, scheint er seine sexuelle Identität gefunden zu haben. Aber die Harmonie währt nicht lange, plötzlich taucht Brendans Lebensgefährtin auf und sucht ausgerechnet bei Leo, ihrem alten Schulfreund, nach der "Konkurrentin" und heimlichen Geliebten...

Mit Sympathie für ihren sexuell orientierungslosen Helden erzählt die amerikanische Regisseurin ("Go Fish") vom komplizierten Single-Dasein und sexuellen Experimenten, von Psychogruppen und Individualismus. Trotz Situationskomik driftet dieser schräge und mit leichter Hand inszenierte Liebesreigen nie in platte Schwulen-Klischees ab, sondern setzt auf befreiendes Lachen. Ganz nebenbei werden fast spielerisch Vorurteile entlarvt, geschlechtsspezifische Kategorien ad absurdum geführt. Denn was da zwischen Mann und Mann oder Mann und Frau abläuft, ist der ganz normale Beziehungswahnsinn, diesmal nur ironisch auf die Spitze getrieben. Alle wollen nur das Eine: Liebe. Die gibt's aber nur in kleinen Dosen und auf Zeit. Beim Londoner Filmfestival 1998 gewann "Kreuz und Queer" den Publikumspreis als bester Film des "Neuen Britischen Kinos". Resonanz bei jungen Zuschauern möchte man diesem unterhaltenden "coming out" wünschen. mk.

Darsteller:  Kevin McKidd   als Leo
  Hugo Weaving   als Jeremy
  Jennifer Ehle   als Sally
  Sir Simon Callow   als Keith
  Harriet Walter   als Sybil
  Tom Hollander   als Darren
  Julie Graham   als Angie
  Christopher Fulford   als Adam
  James Purefoy   als Brendan
  Paul Hughes   als John
 
Regie:  Rose Troche  
Buch:  Robert Farrar  
Musik:  Alfredo Troche  
Kamera:  Ashley Rowe  
Produzent:  Dorothy Berwin  
  Ceci Dempsey  
 

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Features

 

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Jennifer Ehle

Amerikanisch-britische Schauspielerin. Ihre Augen und ihre Lippen scheinen selbst in dramatischen Situationen immer sanft zu lächeln, was...

 

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Tom Hollander

Britischer Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler. Kaum ein Darsteller hat in kürzester Zeit derart viele historische Rollen verkörpert wie...