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Krieg der Welten

Steven Spielbergs und Tom Cruises Mega-Blockbuster nach dem Science-Fiction-Klassiker von H. G. Wells.


Krieg der Welten (Steelbook)

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Erhältlich seit:
13.10.2011

Originaltitel: The War of the Worlds

Science Fiction

USA 2005
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12

Tom Cruise
Dakota Fanning
Tim Robbins

Regie: Steven Spielberg
Paramount Home Entertainment

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Der erfolgreichste Regisseur, der populärste Filmstar, das größte Budget aller Zeiten: Steven Spielberg und Tom Cruise schreiben Filmgeschichte.

In einer Stadt in Panik versucht Ray einen kühlen Kopf zu behalten (Foto: UIP) Großansicht

In einer Stadt in Panik versucht Ray einen kühlen Kopf zu behalten (Foto: UIP)

"I come in peace" ist Geschichte. Früher, in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "E.T.", rollte Spielberg außerirdischen Besuchern den Roten Teppich aus. Heute warnt der Meister, der einst Aliens mit Smarties lockte, ernüchtert vor einer Invasion, die uns dem Untergang preisgeben würde.

Was bisher zu diesem Thema im Kino zu sehen war, ist damit zum Frühstücksfernsehen degradiert. Im Schatten dieses Entertainment-Giganten schrumpft "Signs - Zeichen" zum Appetizer, verblasst "Independence Day" zum Modellbaukasten mit Komikeinlagen, bleibt nur "Mars Attacks!" unangetastet, weil Tim Burtons spöttische Satire eine eigene Nische besetzt.

Ray will seine Tochter irgendwie in Sicherheit bringen (Foto: UIP) Großansicht

Ray will seine Tochter irgendwie in Sicherheit bringen (Foto: UIP)

Teure Effektorgie

Vom Mars stammen Spielbergs Aliens nicht und lassen sich auch nicht mit Country-Musik pulverisieren. Der Ursprung dieser hochentwickelten Spezies ist eine der vielen Überraschungen dieser Adaption von H. G. Wells' "Krieg der Welten", die dem Sci-Fi-Klassiker ein modernes, extrem aufwendiges Upgrading verpasst.

Nichts weniger als der teuerste Film aller Zeiten donnert hier mit Destruktions- und Effektorgien über die Leinwand, während die Menschheit in globaler Panik vor den (wie bei Wells) riesigen dreibeinigen Alien-Kampfmaschinen flüchtet.

Wie in der Vorlage spiegelt giftiges rotes Gewächs, das zu wuchern beginnt, die sich ausbreitende Invasion. Souverän baut Spielberg die Spannung auf, zeigt das Leben einer zerrütteten Familie, die durch die Bedrohung von außen wieder zusammenfindet.

Nach der Invasion der Aliens ist auf dem Highway die Hölle los (Foto: UIP) Großansicht

Nach der Invasion der Aliens ist auf dem Highway die Hölle los (Foto: UIP)

Himmels-Phänomen

Im Mittelpunkt steht Dockarbeiter Ray (Tom Cruise), der von seiner Frau (Miranda Otto aus der "Mittelerde"-Trilogie) getrennt lebt, der sich zu wenig um die beiden Kinder kümmerte, bis sich eines Tages der Himmel öffnet und gezielte Blitze die Erde spalten, Tod und Zerstörung bringen.

Von einem Moment zum anderen kippt Rays Staunen über das Phänomen, das er Tochter Rachel (Dakota Fanning) zeigen möchte, in Schrecken um. Es ist der Auftakt einer beispiellosen Machtdemonstration der Aliens, denen es nicht um Verhandeln, sondern Vernichtung geht. Riesige Brücken werden in Sekunden wie Spielzeug zusammengefaltet, ein Feuerinferno walzt über die städtische Architektur, Flugzeuge stürzen vom Himmel.

Panisch fliehen die Menschen vor den Aggressoren, bis dieser "Krieg der Welten", wie bei Wells auch eine Mahnung vor der Überheblichkeit der irdischen Spezies, eine unerwartete Wende nimmt. "Widerstand ist zwecklos", warnten vor Jahren die Borg. Nur für die Anziehungskraft dieses unwiderstehlichen Großereignisses lassen wir das gelten.

Krieg der Welten (Steelbook)

Stets beharrte Steven Spielberg in seinen Filmen darauf, dass das Zusammentreffen von Menschen und Außerirdischen ein friedliches sein wird. In seinem 34. Jahr als Filmregisseur hat der erfolgreichste Kreative Hollywoods aller Zeiten seine Meinung geändert: Sein "Krieg der Welten", nach der ebenfalls schon überaus düsteren Zukunftsdystopie "Minority Report" die zweite Zusammenarbeit mit Superstar Tom Cruise, verhandelt eine durch und durch grimmige Begegnung der dritten Art. Überdeutlich geprägt vom Trauma von 9/11, orientiert sich Spielberg in der Rahmenhandlung an den Ereignissen in H.G. Wells' Science-Fiction-Roman. Doch im Kern des unfassbar spannenden Survivalfilms steckt trotz imposanter Größe und gewaltiger Setpieces die beinahe intime Geschichte eines Vaters und seiner zwei Kinder auf der Flucht in einem Amerika, das sich, konfrontiert mit einem übermächtigen Gegner, auf das Ende vorbereitet.

Eigentlich ist es ein Unding, das Steven Spielberg sich da vorgenommen hatte - nicht nur wegen des extrem knapp gesteckten Produktionszeitplans (der Film erhielt erst im August 2004 grünes Licht, wurde ab November in 72 Tagen gedreht und mit Hilfe mehrerer Effekthäuser termingerecht fertig gestellt): ein Epos über eine Invasion Außerirdischer, randvoll mit gewaltigen Szenen und imposanten Effekten, und doch zugleich ein kleines Familiendrama mit der Intimität und Intensität eines Kammerspiels - als würde man Ingmar Bergmans Endzeit-Schocker "Schande" in den Mantel von Roland Emmerichs Effektspektakel "Independence Day" hüllen. Having one's cake and eat it, too, nennen das die Amerikaner; die Quadratur des Kreises, würde man bei uns sagen. Und für Spielberg offenkundig kein Problem, der nach den beiden leichteren "Catch Me If You Can" und "Terminal" den seit 1997 mit "Vergessene Welt: Jurassic Park" eingeschlagenen Weg fortsetzt und sein Blockbuster-Entertainment einmal mehr mit kritischen Ansätzen, tiefgründigen Betrachtungen, fiebriger Inszenierung und düsterer Weltsicht aufwertet. Diesen Drive und das Bedürfnis nach Herausforderung würde man sich von einem jungen Filmemacher erwarten, nicht aber vom arriviertesten Regisseur unserer Zeit.

In "Krieg der Welten" arbeitet der Vater von "E.T." auf der Höhe seiner Kunst, auch wenn angemerkt werden muss, dass dem Drehbuch von David Koepp im dritten Akt deutliche Schwächen anzumerken sind, die den Film auffällig unrund laufen lassen, und Spielberg in der Schluss-Szene etwas unmotiviert so dick aufträgt, dass man dahinter einen kompletten Tripod der Aliens verstecken könnte. Ansonsten gibt es wenig zu bekritteln an dem, was sich da vor dem Zuschauer auftürmt. Eingerahmt in die jeweils ersten und letzten Sätze aus H.G. Wells' Vorlage entfaltet sich eine auf größtmöglicher Leinwand gemalte Geschichte, die aber nie die Hauptschauplätze des Kriegs der Welten in den Fokus rückt. Im Gegenteil: Anders als die Katastrophenfilme davor geht Spielberg nicht auf das Spektakel zu, sondern bewegt sich immer weg davon: Dies ist keine Heldengeschichte, es ist eine Geschichte über Überleben und Flucht. Sie entfaltet sich einzig und allein aus der Perspektive des Dockarbeiters Ray Ferrier aus New Jersey. Er ist ein nie wirklich erwachsen gewordener Hallodri, der seine Ehe in den Sand gesetzt hat und lieber im Wohnzimmer an Automotoren herumdoktert, als Verantwortung für sein Leben und seine beiden Kinder, dem 15-jährigen Robby und der zehnjährigen Rachel, zu übernehmen, die seine Ex-Frau übers Wochenende bei ihm abgeladen hat. Dass sie ihn nicht ausstehen können, skizziert Spielberg überzeugend in den wenigen farbgesättigten Momenten des Films.

Denn nach einem mysteriösen Unwetter verdüstert sich das Bild permanent. Es ist eine Fanfare, die Ankündigung der Tripods, gigantischer Tötungsmaschinen auf drei Beinen, die sich in einer der zwei besten Szenen des Films (die zweite soll aus Gründen der Überraschung unerwähnt bleiben, aber sie betrifft eine erschütternde Entscheidung, die Ray treffen muss) vor der staunenden Menge aus den Tiefen der Erde erheben, kurz ihre Waffen justieren und in den Straßen eine Zerstörung anrichten, die unverkennbar von den Anschlägen auf das World Trade Center inspiriert ist: Vor den Augen des Zuschauers lösen sich hunderte von Menschen, einer nach dem anderen, in Staub auf, während die Kirche eines der ersten Gebäude ist, das zerstört wird: Auf Glauben braucht in diesem Schreckensszenario keiner zu setzen. Spielberg geht es um etwas Anderes, während sich um Ray und seine Kinder auf der Flucht Richtung Boston Ordnung, Zivilisation und jegliche Form von Besitz auflösen: Was ist uns wichtig im Leben? Was bleibt, wenn man nichts mehr hat? Wie weit wird man gehen, um das einzige zu beschützen, was noch von Bedeutung ist? Immer enger zurrt der Film den Fokus, bis er nach brennenden Zügen, abgestürzten Flugzeugen, einem Angriff auf eine Fähre und einem aussichtslosen Gefecht des Militärs, das in einer Flammenwand verschwindet, ausgerechnet in einem schmucklosen Keller sein Zentrum findet: Die entscheidenden Szenen sind pures Kammerspiel, reduziert auf den wirklich fabelhaften, regelrecht naturalistisch agierenden Cruise, der noch besseren Dakota Fanning ("Mann unter Feuer") als seine Tochter Rachel und einen Vigilanten am Rande des Wahnsinns, gespielt von Tim Robbins - und schließlich, im Stil der Velociraptorenszene in "Jurassic Park", einer handvoll Außerirdischer. Klug balanciert Steven Spielberg bis zum Schluss Scope und Seele, Spannung und Sinnsuche - in einem essenziellen Film, der Popcorn und Anspruch, Epos und Drama miteinander aussöhnt. Und kein Publikum der Welt unbewegt bleiben lässt, weil er Maßstäbe setzt.

ts.

Krieg der Welten (Steelbook)

Dieses Abenteuer ist wie ein Erdbeben - "fesselnd und erstaunlich" (Michael Wilmington, Chicago Tribune). Krieg der Welten vereinigt erneut Superstar Tom Cruise mit Regisseur und Oscar-Gewinner* Steven Spielberg in einem der beeindruckendsten Kinoerlebnisse aller Zeiten.

Dieser Science Fiction-Thriller, eine zeitgemäße Neuerzählung des Klassikers von H.G. Wells, zeigt den Kampf um die Zukunft der Menschheit - durch die Augen einer amerikanischen Familie. Auf der Flucht vor den außerirdischen Armeen der Killer-Tripoden, die alles auslöschen, was sich ihnen in den Weg stellt, versucht Ray Ferrier (Cruise) mit allen Mitteln, seine Familie zu retten. Krieg der Welten ist ein action-geladenes Abenteuer. Eine Explosion der spektakulärsten Special-Effects.

Quelle: Paramount

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Quelle: Paramount

Darsteller:  Tom Cruise   als Ray Ferrier
  Dakota Fanning   als Rachel Ferrier
  Tim Robbins   als Ogilvy
  Miranda Otto   als Mary Ann Ferrier
  Justin Chatwin   als Rays Sohn
 
Regie:  Steven Spielberg  
Buch:  David Koepp  
Kamera:  Janusz Kaminski  
Produzent:  Kathleen Kennedy  
  Colin Wilson  

Soldaten bewerten "Krieg der Welten"

Man könnte fast meinen, die Aliens aus dem Buch des H.G. Wells hätten es tatsächlich geschafft, die Erde zu erobern.

Im Krieg der Medien behält das Militär die Oberhand... (Foto: UIP) Großansicht

Im Krieg der Medien behält das Militär die Oberhand... (Foto: UIP)

Denn seit Steven Spielberg und Tom Cruise dessen Buch "Krieg der Welten" verfilmt haben, gelten gänzlich neue Regeln: Filmkritiker durften das Werk zwar gnädigerweise einige Tage vor dem weltweiten Kinostart sehen - mussten aber absurderweise eine Erklärung unterzeichnen, nichts über den Film zu schreiben.

Doch nicht genug mit dem Berufsverbot für Pressevertreter, nun hat Steven Spielberg gar einer Einheit von US-Soldaten sein fertiges Werk in einer Sondervorführung präsentiert. Und anders als zuvor die Journalisten, durften sich die Militärs anschließend öffentlich zum Film äußern.

Allzu kritische Worte waren von den 32 Männern der 10th Mountain Division allerdings nicht zu erwarten, denn die Spezialeinheit kämpft im Film selbst mit Panzern, Raketenwerfern und allerhand sonstiger Schwerstausrüstung gegen die Aliens. "Spielberg wollte echte Soldaten, um die Szenen so authentisch wie möglich hinzubekommen", brüstet sich Lieutenant Colonel Paul Fitzpatrick, der Pressesprecher der Einheit. "Und wir sind die Definition von Militär!"

Amerikanische Selbstüberschätzung

Tatsächlich haben die Soldaten aus Fort Drum, das 250 km nördlich von Miami liegt, im Golfkrieg, in Haiti und im Kosovo gekämpft. Vom Einsatz der 10th Mountain Division in Somalia hat Ridley Scott mit "Black Hawk Down" sogar filmisch Zeugnis abgelegt.

"Es fühlt sich toll an, wenn man hilft, die Welt zu retten", sagte ein Sergeant nach dem Film und meinte damit wohl seinen Abschuss eines außerirdischen Raumschiffs in "Krieg der Welten." Als die Soldaten am Ende des Films auf die Bühne gebeten wurden, gab es jedenfalls donnernden Applaus von den übrigen Ehrengästen.

Dass die Alien-Invasion aber letztlich nicht am viel beschworenen Heldenmut amerikanischer Waffenträger scheitert, sondern an einer winzigen, gänzlich unspektakulären Kleinigkeit, kann trotz Nachrichtensperre der Macher jeder bei H. G. Wells nachlesen. Und eins ist dabei sicher: Dem großen Gesellschaftskritiker hätte es nicht gefallen, dass Soldaten den Job von Journalisten übernehmen.

 

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