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Kubanisch reisen

Kubanische, lebensfrohe Komödie um eine Gruppe Wartender an einer Busstation.


Kubanisch reisen

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Erhältlich seit:
19.05.2008

Originaltitel: Lista de espera

Komödie

Kuba/Spanien/Frankreich/Mexiko 1999
Laufzeit: 102 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Vladimir Cruz
Thaimi Alvarino
Jorge Perugorría

Regie: Juan Carlos Tabío
Senator Home Entertainment

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Kubanisch reisen

An der Busstation einer Kleinstadt auf Kuba warten zahlreiche Menschen auf ein Transportmittel. Doch entweder sind die Busse überfüllt oder halten erst gar nicht erst an. Die Schlange der Wartenden wird immer länger und das einzig greifbare Gefährt ist völlig marode. Da schlägt der junge Ingenieur Emilio den Ausharrenden vor, den Autobus selbst zu reparieren und die Haltestelle gemeinsam bewohnbar zu machen. Allmählich wandelt sich der trostlose Anblick. Kontakte werden geknüpft und Menschen lernen sich kennen.

Ein faszinierend lebendiges Porträt des kubanischen Alltags voller schöner Frauen, hungriger Männer und starker Stories. Regisseur Juan Carlos Tabíos führte hier erneut sein grandioses Darsteller-Duo Vladimir Cruz und Jorge Perugorría aus "Erdbeer und Schokolade" zusammen. Die exakt beobachtete Satire um bürokratisches Phlegma in Fidel Castros Arbeiter- und Bauernstaat wird es trotz feiner Ironie, böser Seitenhiebe und prickelnder Erotik schwer haben, ein Publikum jenseits der Filmkunst anzusprechen.

Kubanisch reisen

Wer in Havanna "Erdbeer und Schokolade" genossen und anschließend den luftigen Leichentransport quer durch Kuba im Road Movie "Guantanamera" begleitet hat, der findet in Juan Carlos Tabios dritter Inseltour genau die Qualitäten, die die Vorgänger, noch unter der Ko-Regie von Tomás Gutiérrez Alea (1928 - 1996) entstanden, auszeichnete: feiner Humor, liebevolle Ironie, poetische Szenen, satirische Seitenhiebe, turbulente, auf Fakten basierende Geschichten und Plädoyers für ein menschlicheres Miteinander, Kritik an den Pannen und Peinlichkeiten von Fidel Castros Zuckerstaat, Mangelwirtschaft und ineffiziente Bürokratie eingeschlossen.

Hieß es in "Guantanamera" noch: Je länger der Weg, desto unerheblicher das Ziel, so kommen die Personen in "Waiting List" erst gar nicht vom Fleck. In einer Busstation mitten im Niemandsland warten Dutzende von Reisenden auf die Busse nach Ost oder West, die nicht halten oder überfüllt sind. Ein haltender Bus hat lediglich einen Platz. Seit zwei Tagen versucht Stationschef Fernandez den abgewrackten Bus der Station zu reparieren, doch er bricht nach wenigen Metern zusammen. Da setzt sich der junge Ingenieur Emilio (Vladimir Cruz) mit dem Vorschlag durch, selbst den Bus zu reparieren und die Station nicht zu schließen, sondern bewohnbar zu machen. Von nun an sind alle, auch die zuerst zögernden oder sich aus unterschiedlichen Gründen Anschließenden gefordert.

In wenigen Tagen hat sich die Busstation in ein kleine Paradies verwandelt, wird gestrichen, gar mit einer Bibliothek versehen und erlebt einige zarte Liebesgeschichten zwischen Unbekannten, einen Todesfall und eine Geburt.

Oder war alles nur Utopie, der Traum vom sozialistischen Glück jenseits täglichen Schlendrians? Tabio jedenfalls setzt darauf, dass sich die besten Charaktereigenschaften der Menschen durchsetzen, wenn sie auf sich selbst zurückgeworfen sind. Träume kann man teilen, und Frustrationen rauslassen. Diesem Treiben zuzusehen, bereitet ungeheures Vergnügen, vor allem wegen des grandiosen Schauspielerensembles, aus dem neben Cruz sein Partner aus "Erdbeer und Schokolade" genannt sei: Jorge Perugorria, der einen tatkräftigen Blinden spielt, der sehr gut sehen kann. Die satirische, mit surrealen Einsprengseln à la Bunuels "Der Weg, der zum Himmel führt" versehene Busstationsballade hat das Potential, über Arthouse-Publika hinaus, mittlere Säle zu füllen. ger.

Kubanisch reisen

"... das ist nicht nur leichte, amüsante Sommerkost für die Daheimgebliebenen...das ist vielmehr ein kleines, außerordentlich gelungenes Stück Kinophilosophie. (Frankfurter Rundschau)

Eine Bushaltestelle in einer kubanischen Kleinstadt. Dutzende von Reisenden warten ungeduldig auf die Reparatur des klapprigen Gefährts an der Busstation. Während des Wartens hofft jeder von Ihnen darauf, noch einen Platz in den vorbeikommenden Bussen zu ergattern. Aber alle Busse die vorbeikommen, sind überfüllt. Als der gerade frisch reparierte Bus wegen einer weiteren Panne erneut liegen bleibt, bricht das Chaos aus: die Reisenden sind gezwungen, die Nacht oder im schlimmsten Fall sogar die nächsten Tage gemeinsam in der dörflichen Einöde zu verbringen. In dieser außergewöhnlichen Situation erfahren die Menschen nicht nur viel über sich selbst, sie erkennen auch, dass mit Großmut und Solidarität selbst die schwierigsten Situationen zu meistern sind!

Quelle: Senator

Darsteller:  Vladimir Cruz   als Emilio
  Thaimi Alvarino   als Jaqueline
  Jorge Perugorría   als Ciego
  Saturnino Garcia   als Avelino
  Lina Rodríguez   als Regla
  Antonio Valero   als Antonio
  Laura Ramos  
  Carlos Cruz  
  Chete Lera  
 
Regie:  Juan Carlos Tabío  
Buch:  Juan Carlos Tabío  
Musik:  José María Vitier  
Kamera:  Hans Burmann  
Produzent:  Gerardo Herrero  
  Camilo Vives  
  Thierry Forte  
 

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