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Küss den Frosch

Disneys Rückkehr zum Zeichentrickfilm, der erste seit "Die Kühe sind los": In New Orleans angesiedelt, wird die Geschichte eines schwarzen Mädchens erzählt, das durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt wird.


Küss den Frosch

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Erhältlich seit:
15.04.2010

Originaltitel: The Princess and the Frog

Trickfilm/ Fantasy

USA 2009
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Regie: John Musker, ...
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Küss den Frosch

New Orleans um die Jahrhundertwende. Kellnerin Tiana träumt von einem eigenen Restaurant. Da hüpft ihr eines Abends ein Frosch über den Weg und behauptet, der verzauberte Prinz Naveen zu sein. Ein einziger Kuss, und Tiana hätte einen Wunsch frei. Weil sie für ihren Traum fast alles tun würde, küsst die junge Frau das schleimige Tier tatsächlich - mit unerwartetem Ergebnis. Nicht er wird ein Mensch, sondern sie zum Frosch. Nun setzen Naveen und Tiana alles daran, schnellstmöglich ihre menschliche Gestalt wieder zu erlangen.

Disneys 49. abendfüllende Zeichentricktrick-Produktion markiert nicht nur die Rückkehr zur klassischen 2D-Animation, sie ist auch eine Hommage an die Südstaaten-Metropole New Orleans. Neben wunderbaren visuellen Einfällen voller Farbenpracht und süperb vorgetragenen Musical-Nummern sorgt das Erfolgsgespann John Musker und Ron Clements ("Arielle, die Meerjungfrau") auch für allerlei doppeldeutigen Dialogwitz, komisch-animalische Sidekicks wie ein liebeskrankes Glühwürmchen und zu Tränen rührende Romantik.

Küss den Frosch

Mit einem Paukenschlag kehrt Disney zur klassischen 2D-Animation zurück und bezaubert mit einem Märchen voller Humor und Musik, unbändiger Lebenslust und zu Tränen rührender Romantik.

Nichts gegen rattenscharfe Gourmetköche ("Ratatouille"), vierbeinige Superhelden ("Bolt - Ein Hund für alle Fälle") oder griesgrämige Ballonfahrer ("Oben") - aber so ein waschechtes Märchen mit Prinz, Prinzessin und einem herzergreifenden Happy End hat doch auch etwas für sich. Das dachten sich die kreativ-innovativen Köpfe von Disney wohl auch und zauberten nun mit "Küss den Frosch" ein in klassischer 2D-Technik realisiertes Abenteuer aus dem Hut, das die 75 Jahre alte Zeichentrick-Tradition, die einst mit "Schneewittchen und die sieben Zwerge" begann, wieder aufleben lässt.

Als Schauplatz wählte das bewährte Autoren- und Regie-Gespann John Musker und Ron Clements (u.a. "Arielle, die Meerjungfrau", "Aladdin") diesmal keine Fantasiewelt, sondern das pulsierende New Orleans der Jahrhundertwende. Ob French Quarter oder Jazz/Blues/Gospel/Zydeco, Louisianas Sümpfe oder Schaufelraddampfer, afroamerikanische Lebenslust oder düstere Voodoo-Zauber - die Südstaatenmetropole lässt hier Katrina vergessen, erlebt ihre glorreiche Renaissance - und mittendrin die Kellnerin Tiana, die den Traum ihres viel zu früh verstorbenen Vaters erfüllen und ein eigenes Restaurant eröffnen will. Da hüpft ihr eines Abends ein kleiner, schleimiger Frosch über den Weg und behauptet doch glatt, der verzauberte Prinz Naveen zu sein. Ein einziger Kuss, und Tiana hätte einen Wunsch frei. Weil sie für ihren Traum beinahe alles tun würde, überwindet die junge Frau ihren Ekel, spitzt die Lippen und drückt der grünen Amphibie einen Schmatz aufs Maul - mit unerwartetem Ergebnis. Nicht er wird ein Mensch, sondern sie zum Frosch. Und plötzlich haben Naveen und Tiana alle glitschigen Hände voll zu tun, sich den Attacken von gefräßigen Hunden und Alligatoren sowie den Nachstellungen von (gottlob ziemlich dämlichen) Froschjägern zu erwehren, vor allem aber dafür zu sorgen, dass sie schnellstmöglich ihre menschliche Gestalt wieder erlangen.

"Küss den Frosch", der 49. Animationsfilm aus dem Hause Disney, strotzt nur so vor originellen Einfällen, doppeldeutigem Dialogwitz, komisch-animalischen Sidekicks und grandiosen Songs, die selbst einem Broadway-Musical alle Ehre machen würden. Auch optisch beeindruckt Tianas Traum, zu dem sie das Lied "Almost There" singt. Da verwandelt sich eine Bruchbude in ein mondänes Restaurant, die ganze Sequenz ist in warmen Braun- und Beige-Tönen gehalten, dem Jugendstil nachempfunden und wirkt mit ihren Tanznummern wie eine Hommage an Disneys Pionierzeit. Und während die wunderbare Love Story ihrem verdienten Happy End entgegensteuert, sorgen Musker und Clements mit Figuren wie dem liebeskranken Glühwürmchen Ray oder dem jazzbegeisterten Alligator Louis für jede Menge Erheiterung. Als Gegengewicht fungiert die von dem Voodoo-Magier Dr. Facilier verkörperte dunkle Seite mit ihren bedrohlichen Schattenmonstern, die allerdings dem ganz jungen Animationspublikum des Grusels zu viel sein könnten.

Eine wahre Meisterleistung ist die US-amerikanische Synchronisation. Herausragend etwa die breiten Südstaatenslangs von Glühwürmchen Ray (Jim Cummings), der guten Voodoo-Zauberin Mama Odie (Jenifer Lewis) und Tianas ordinär-herzensguter Sandkastenfreundin Charlotte (Jennifer Cody bekommt die meisten Lacher). Eine stimmlich-gesangliche Offenbarung ist die hinreißende Anika Noni Rose als Tiana, in die man sich einfach verlieben muss. Aber auch in der deutschen Fassung wurde weniger Wert auf klangvolle Namen als auf musikalische Qualität gelegt: So darf man sich unter anderem auf den Pop- und Jazzsänger Roger Cicero (Naveen), die deutsch-amerikanische Soulsängerin Cassandra Steen (Tiana) und Schlager-Ikone Marianne Rosenberg ("Er gehört zu mir") als Mama Odie freuen. lasso.

Sprecher:  Anika Noni Rose   als Tiana
  Bruno Campos   als Prinz Naveen
  Keith David   als Dr. Facilier
  Jenifer Lewis   als Mama Odie
  Jim Cummings   als Ray
  Michael-Leon Wooley   als Louis
  John Goodman   als Eli 'Big Daddy' LaBouff
  Jennifer Cody   als Charlotte
  Terrence Howard   als James
  Oprah Winfrey   als Eudora
 
Regie:  John Musker  
  Ron Clements  
Buch:  Ron Clements  
  John Musker  
Musik:  Randy Newman  
Produzent:  Peter Del Vecho  

Disneys Blick in die Zukunft

John Lasseter ist ein Mann mit extralanger Visitenkarte: Der Chief Creative Office Pixar Animation Studios & Walt Disney Studios platzte fast vor Stolz, als die Filmpläne der nächsten Jahre in London vorstellte.

Cowboy Woody und Spaceranger Buzz Lightyear kommen gleich dreimal in 3D (Foto: Disney) Großansicht

Cowboy Woody und Spaceranger Buzz Lightyear kommen gleich dreimal in 3D (Foto: Disney)

"Animation war immer das Herz und die Seele von Disney und wird das auch in Zukunft sein", machte John Lasseter während seiner Präsentation in London deutlich. Wie die Zukunft aussieht, demonstrierte er auf der Leinwand des legendären Londoner "Odeon"-Premierenkinos. Teils ganze Szenen, teils erste 3D-Einblicke, teils nur erste Skizzen hatte er mitgebracht, um das Disney- und Pixar-Filmangebot der nächsten drei Jahre anzukündigen. Die Highlights: In Europa startet am 17. September "Oben" in den Kinos, einschließlich einer 3D-Fassung. Der Film hat in den USA bereits 300 Millionen Dollar eingespielt. Ebenfalls in 3D kommt am 12. November "Eine Weihnachtsgeschichte, eine geniale neue CGI-Verfilmung des Dickens-Klassikers mit Jim Carrey als fiesem Geizhals. Noch in iesem Jahr werden auch "Toy Story" und "Toy Story 2" in 3D folgen. Im Kino gibt es ab 10. Dezember das jazzige New Orleans-Märchen "Küß den Frosch".

Im nächsten Jahr soll "Toy Story 3 in Disney Digital 3D" den Kinosommer aufmischen. Synchronsprecher sind hier u. a. Tom Hanks und mit einer schrägen Igel-Figur Timothy Dalton. Der zweite große Disneytitel 2010 ist "Rapunzel", der im Winter in die Kinos kommen wird. Hier schwingt die Hauptfigur ihre Märchenmatte wie einst "Indiana Jones" seine Peitsche. Neues von einem echten Klassiker gibt's im Frühjahr 2011: "Winnie the Pooh" wird auch neu verfilmt. Dabei werden laut Lasseter fünf Geschichten zu einem großen Film verknüpft. Im Sommer 2011 wird Disney mit "Cars 2" in den Kinos Gas geben. "Lightning McQueen" muss dabei Rennen in fünf unterschiedlichen Ländern bestehen, vier davon in Europa. Auch Deutschland ist mit einer Rally im Schwarzwald vertreten, nebenbei gibt es im Film noch einen sehr amüsanten Abstecher aufs Oktoberfest. Im Winter 2011 kommt mit "The Bear and the Bow" der nächste große Pixarfilm in die Kinos. Das wird ein actionreiches Epos in den schottischen Highlands sein.

 

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