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Kung Fu Hustle

Der erfolgreichste Hongkong-Film des Jahres 2004: Ein schräger Mix aus Martial-Arts-Action und Comedy.


Kung Fu Hustle

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Erhältlich seit:
14.11.2006

Originaltitel: Gungfu

Action/ Komödie

China/Hongkong 2004
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Stephen Chow
Yuen Wah
Leung Siu-lung

Regie: Stephen Chow
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Da staunt selbst Hollywood: Asiens neuer Superstar Stephen Chow begeistert mit einer Actionkomödie voll Fantasie und Spielwitz.

Stephen Chow auf den Spuren von Uma Thurman (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Stephen Chow auf den Spuren von Uma Thurman (Foto: Sony Pictures)

Ganz ehrlich: Wer hat noch einen innovativen Kung-Fu-Film erwartet? Die Möglichkeiten des Genres schienen ausgereizt, bis Stephen Chow jetzt mit "Kung Fu Hustle" eine herrlich verspielte und hoch originelle Kampfsport-Komödie glückte.

Das hat Ereignischarakter, denn für den immensen Unterhaltungswert sorgen nicht nur die von visuellen Einfällen übersprudelnden Kampf-Szenen, sondern auch ein Panoptikum aberwitziger Charaktere.

Im Mittelpunkt steht Sing (Stephen Chow), ein Loser, der im Shanghai der 30er Jahre Mitglied der berüchtigten Axt-Gang werden will. Als er einen Kleinkrieg zwischen den Bewohnern eines Wohnblocks und den Gangstern auslöst, prallen die schrillsten Kung-Fu-Meister der Filmgeschichte aufeinander.

Stephen Chow parodiert Martial-Arts-Filmhits (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Stephen Chow parodiert Martial-Arts-Filmhits (Foto: Sony Pictures)

Das Beste vom Besten

In Asien waren davon schon Millionen von Zuschauern begeistert. Bei den Hongkong Film Awards bekam "Kung Fu Hustle" sogar das oberste Gütesiegel: Bester Film des Jahres.

Kung Fu Hustle

In Hongkong ist Stephen Chow ein Phänomen, außerhalb Asiens aber ist der auch hinter der Kamera aktive Komödiant eine immer noch unbekannte Größe. Nach "Shaolin Kickers" unternimmt der 42-Jährige nun einen weiteren Angriff auf den Weltmarkt, verknüpft cartooneske Komik mit Martial-Arts-Akrobatik und Filmzitaten, bis nach 95 Minuten das Gute triumphiert und mancher Zuschauer so ausgelaugt ist wie die Mächte des Bösen. Auch wenn international die Epigonen Jackie Chans noch im Schatten des Meisters stehen, sollte diese Actionkomödie die kommerzielle Enttäuschung des 2004 gestarteten Vorgängers "Shaolin Kickers" wettmachen.

In Zeiten, in denen das kalifornische Remakefieber für asiatische Filme ausgebrochen ist, besteht zwangsläufig auch größeres Interesse am Originalprodukt. Während Hollywood seine Fühler bereits auf Chows Komödie "God of Cookery" ausgestreckt hat, für die Jim Carrey einmal im Gespräch war, ist eine US-Wiederauflage von "Kung Fu Hustle" unwahrscheinlich. Zu ausgefallen ist der Mix von Kampfkunst und Slapstick, in dem es sogar Tote, aber auch Kung-Fu-Kriegerinnen gibt, die in Nachthemd und mit Lockenwicklern zum Kampf antreten. Im Mittelpunkt des reduzierten Plots steht Kleingauner Sing (Chow), der skrupellos genug ist, stumme Eisverkäuferinnen zu bestehlen und sich daher zu höheren Aufgaben berufen fühlt. Am liebsten wäre er Mitglied der "Axe Gang", die das Shanghai der Vierzigerjahre tyrannisiert und von Regisseur Chow im eindrucksvollen Prolog mit einer Mord- und Musicaleinlage eingeführt wird. Um seine Qualitäten als tough guy zu demonstrieren, soll Sing die sture Besitzerin eines Häuserblocks zahlungswillig machen. Hinter dem giftigen Hausdrachen aber verbirgt sich eine legendäre Kung-Fu-Meisterin, die von einigen ihrer Mieter, ebenfalls Martial-Arts-Helden im Ruhestand, Unterstützung erhält. Nachdem Sing deshalb schon früh in seiner Aufgabe versagt, schickt das Drehbuch diverse Killer mit ansteigendem Gefährlichkeitsgrad, um die renitente Wohnblock-Allianz in die Knie zu zwingen. Von da an fliegen Messer, Schwerter und mit Hilfe von Actionchoreograph Yuen Wo Ping ("Matrix") auch die Kämpfer, bis die Axe-Gang am Ende den größten aller Killer ins Gefecht schickt, der in blauen Badelatschen und mit Seniorenbäuchlein antritt, aber seine Gegner wortwörtlich in den Boden stampft.

Die Gewalt erinnert dabei stets an einen Roadrunner-Cartoon, auch wenn es hier echte Opfer gibt. Wenn die Vermieterin im Nachthemd wie Speedy Gonzales einen Gegner verfolgt, wenn Kämpfer im Höhenflug fast die Atmosphäre verlassen, vermischen sich Klamauk, Akrobatik und Spezialeffekte zu purem visuellen Entertainment, das mit Zitaten aus "Kill Bill", "Matrix", "Spider-Man", ja vielleicht sogar Chaplins "Citylights" seine Liebe zum Kino unterstreicht. Jedermanns Geschmack ist das nicht, aber für das Szenepublikum, das dem Hongkong-Kino den roten Teppich auslegt, eine gute Gelegenheit, Loyalität einmal nicht nur unter dem Laser (DVD), sondern auch im Kino unter Beweis zu stellen, wo sich die Qualitäten von "Kung Fu Hustle" am besten entfalten können. kob.

Kung Fu Hustle

Im Shanghai der 40er Jahre hat der glücklose Möchtegern-Gangster Sing (STEPHEN CHOW) einen großen Traum: Er möchte in die berühmt-berüchtigte "Axt-Gang" aufgenommen werden - denn böse Jungs sind einfach cooler! Doch ehe der Boss Sing als neues Mitglied akzeptiert, muss dieser erst einen harten Test bestehen: Er soll seine Kampfkünste unter Beweis stellen, indem er sich mit der ebenso unausstehlichen wie rabiaten Vermieterin eines heruntergekommenen Häuserblocks und deren scheinbar schwächlichem Mann anlegt. Doch alle Einschüchterungsversuche gegen das ältere Ehepaar und ihre Mieter, die alle nicht das sind, was sie scheinen, schlagen fehl. Denn die Underdogs entwickeln plötzlich außerordentliche Fähigkeiten, wenn es darum geht, ihr Hab und Gut zu verteidigen. Und auch Sing findet bald heraus, dass er ebenfalls über ungeahnte Kräfte verfügt, die ihn zum größten Kung-Fu-Meister aller Zeiten werden lassen. Doch das Schicksal hält noch einen ganz bestimmten Auftrag für ihn bereit ...

Kurzbewertung:
Hongkong-Superstar Stephen Chow fungiert in diesem furiosen Martial-Arts-Spaß mit Kultpotential als Hauptdarsteller, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor in einer Person. Eine Action-Comedy mit spektakulären Kampfszenen (von Yuen Wo Ping - bekannt durch seine Action-Choreografien für "Kill Bill I & II" und "Matrix") und schrägem Humor - ausgezeichnet mit 6 Preisen bei den Hong Kong Film Awards 2005, u.a. als Bester Film!

Quelle: Sony Pictures

Filmkommentare Cast & Crew
Entfallene Szenen
Tv Spezial - Hinter den Kulissen von "Kung Fu Hustle"
Interview mit Stephen Chow
Gags & Outtakes
Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Stephen Chow   als Sing
  Yuen Wah   als Wirt
  Leung Siu-lung   als Das Biest
  Dong Zhihua   als Donut
  Chiu Chi-ling   als Schneider
  Xing Yu   als Coolie
  Chan Kwok-kwan   als Axt-Boss Bruder Sum
  Lam Tze-chung   als Sing's Kumpel Gu
  Tin Kai Man   als Berater der Axt-Gang
  Jia Kang Xi   als Harfenist Nr. 1
  Fung Hak On   als Harfenist Nr. 2
  Feng Xiaogang   als Boss der Crocodile-Gang
  Huang Shengyi   als Lollipop Girl Fong
  Yuen Qiu   als Vermieterin
  Suet Lam   als Vizegeneral der Axt-Gang
 
Regie:  Stephen Chow  
Buch:  Stephen Chow  
  Tsang Kan-cheung  
  Lola Huo  
  Chan Man-keung  
Musik:  Raymond Wong  
Kamera:  Poon Hang-seng  
Produzent:  Stephen Chow  
  Chui Po-chu  
  Jeffrey Lau  

"Ich liebe Kubrick, Musicals und Comics"

Schauspieler und Regisseur Stephen Chow ist in China ein Superstar. Mit "Kung Fu Hustle", dem großen Sieger bei den Hongkong Film Awards, gelang ihm ein Blockbuster, der auch im Westen zünden sollte.

Stephen Chow als Regisseur hinter der Kamera (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Stephen Chow als Regisseur hinter der Kamera (Foto: Sony Pictures)

» Im Original heißt Ihr Film einfach "Kung Fu". Wollten Sie den definitiven Kampfsportfilm drehen?

STEPHEN CHOW:

Der Titel "Kung Fu" ist eine Art Hommage an Bruce Lee. Nachdem ich ihn als Neunjähriger zum ersten Mal im Kino gesehen hatte, wollte ich auch so sein wie er und zum Film gehen.

» Aber "Kung Fu Hustle" hat einen ganz anderen Stil als die klassischen Filme des Genres.

Natürlich, ich bin ja auch kein Kung-Fu-Star wie Lee. Mir ging es darum, eine ganz andere Art von Martial-Arts-Film zu drehen. Zu meinem Stil gehören verbale Gags - auf Kantonesisch sagt man "Mo Lei Tau" dazu, was so viel heißt wie "Unsinn reden".

Außerdem setze ich bewusst Spezialeffekte ein, denn dadurch sind mir bei den Kampfszenen keine Grenzen gesetzt. Ich kombiniere Computeranimationen mit traditionellem Kung Fu, wie es noch nie zuvor zu sehen war. Gute und originelle Kampfsportfilme sind selten geworden.

Zu Ehren von Bruce Lee: Kung Fu vom Feinsten (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Zu Ehren von Bruce Lee: Kung Fu vom Feinsten (Foto: Sony Pictures)

» Sie arbeiteten mit dem legendären Choreografen Yuen Wo-Ping ("Matrix", "Tiger & Dragon") zusammen.

Ich musste ihn richtig anflehen, denn er wollte eigentlich schon in den Ruhestand gehen. Ich wusste nicht, was ich ohne ihn getan hätte. Nur dank seiner Hilfe konnte ich meine Ideen so umsetzen.

» Woher nehmen Sie diese überdrehten Einfälle?

Die Grundidee für "Kung Fu Hustle" war gar nicht so überdreht. Ich musste nur auf meine Kindheitserinnerungen zurückgreifen. Zentraler Schauplatz des Films ist ein ärmlicher Wohnblock, und genau in einem solchen Milieu wuchs ich auf. Wie ich herausfand, war einer unserer Nachbarn ein Kung-Fu-Spezialist. So kam ich darauf, eine Story über Kampfsport-Meister zu erzählen, die ein unscheinbares Alltagsleben führen.

Stephen Chow bekommt es als Taugenichts Sing mit der Axtbande zu tun (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Stephen Chow bekommt es als Taugenichts Sing mit der Axtbande zu tun (Foto: Sony Pictures)

» Aber das waren nicht die einzigen Einflüsse.

Richtig, die reichen von kantonesischen Komödien bis hin zu Hollywood-Musicals. Die Idee von den tödlichen Musikinstrumenten stammt aus chinesischen Romanen. Für eine Szene, in der eine Welle von Blut über einen Korridor hereinbricht, habe ich mich bei "Shining" bedient. Und wenn sich bei einem Verfolgungslauf die Beine der Personen drehen, ist das inspiriert von den "Roadrunner"-Cartoons.

» Bauen Sie diese Elemente ein, um sich das internationale Publikum zu erschließen?

Da gibt es keinen bewussten Plan. Ich bin einfach von den verschiedenen Kulturkreisen geprägt. Aber ich will in jedem Fall international Erfolg haben. Der chinesische Markt ist auf die Dauer zu klein. Deshalb achte ich darauf, dass meine Filme nicht zu spezifisch asiatisch sind.

Am Kran entstehen die Höhenflüge für die rasanten Actionszenen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Am Kran entstehen die Höhenflüge für die rasanten Actionszenen (Foto: Sony Pictures)

» Ihr letzter Film, "Shaolin Kickers", war aber kein großer internationaler Erfolg. In den USA spielte er knapp 500.000 Dollar ein - ein Prozent seines asiatischen Boxoffice.

Das lag wohl auch daran, dass Miramax nicht so interessiert war, ihn groß ins Kino zu bringen. Man war mehr an der DVD-Veröffentlichung interessiert. Und auf diesem Markt war er auch erfolgreich.

» "Kung Fu Hustle" schaffte an den US-Kassen dagegen über 16 Mio. Dollar. Lag das an der Zusammenarbeit mit Sony?

Mag sein. Miramax hat meinen Film einfach nur verliehen. Sony Classics dagegen war sowohl an der Finanzierung wie an der Entwicklung beteiligt. Dadurch bekam ich nicht nur ein größeres Budget, sondern auch kreative Unterstützung. Ich konnte drei Jahre an dem Film arbeiten. Diese Sorgfalt hat sich ausgezahlt.

Spaß muss sein: Jia Kang Xi und Fung Hak On ganz in Blau (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Spaß muss sein: Jia Kang Xi und Fung Hak On ganz in Blau (Foto: Sony Pictures)

» Ist dieser Aufwand der Hauptgrund für Ihren internationalen Durchbruch?

Entscheidend ist, dass sich unser Film um Kung Fu dreht. Das ist ein Thema, das alle Menschen auf der Welt verstehen. Sehen Sie sich doch Filme wie "Matrix" oder "Kill Bill" an.

» Was bedeutet Kung Fu für Sie persönlich?

Es bedeutet, dass man zu Opfern bereit sein muss. Wenn es einer größeren Gerechtigkeit dient, muss man sogar sein Leben aufgeben können. Das klingt zwar ziemlich pathetisch, aber es ist wahr.

 

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