In einem südamerikanischen Land findet sich der politische Aktivist Valentin gemeinsam mit dem wegen Verführung Minderjähriger inhaftierten Homosexuellen Luis in einer Gefängniszelle wieder. Während Valentin wiederholt gefoltert wird, damit er seine Kontakte verrät, schlägt Luis die unendlich lang erscheinende Zeit damit tot, die romantische Handlung seiner Lieblingsfilme zu erzählen. Dass es sich bei einem dieser Filme um einen Nazi-Propagandafilm handelt, bringt den angesichts Luis' politischer Apathie sowieso schon genervten Valentin zusätzlich auf die Palme.
Vorzüglich inszeniertes und gespieltes Gefängnisdrama über zwei absolut gegensätzliche Charaktere, die gezwungen sind, sich miteinander zu arrangieren. Die Adaption eines Romans von Manuel Puig wurde für vier Oscars nominiert (u.a. als bester Film), ausgezeichnet wurde letztendlich William Hurt ("Body Heat") für seine Rolle des schwulen Luis. Regisseur Hector Babenco folgte im Anschluss dem Ruf nach Hollywood, kehrte nach finanziellen Flops wie "Wolfsmilch" aber wieder nach Südamerika zurück. 2003 hatte er dort einen Hit mit einem weiteren Gefängnisfilm, "Carandiru".