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L.A. Confidential

Neo-Noir Action-Puzzle, das ein komplexes Bild vom durch Korruption und Mord gebeutelten Nachkriegs-L.A. entwirft.


L.A. Confidential

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Erhältlich seit:
17.10.2008

Thriller

USA 1997
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 16

Kevin Spacey
Russell Crowe
Guy Pearce

Regie: Curtis Hanson
Warner Home Video Germany

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L.A. Confidential

Los Angeles, Anfang der fünfziger Jahre. In der Millionenmetropole gibt es niemanden mehr, der keinen Dreck am Stecken hat. Auch die Polizei bildet da keine Ausnahme: Der ausgebrannte, geltungssüchtige Jack verkauft brandheiße Infos an Skandalblätter, für den ehrgeizigen Ed ist Loyalität ein Fremdwort, und Schlägertyp Bud läßt seinen Aggressionen freien Lauf. Immer wieder kreuzen sich die Wege der drei Cops, bis sie schließlich im tiefen Morast aus Intrigen und Erpressung zu versinken drohen.

Mit "L.A. Confidential" ist Regisseur Curtis Hanson ("Die Hand an der Wiege") ein wahres Meisterwerk gelungen. In seinem virtuosen Neo-Noir-Puzzle entwirft der Thriller-Experte ein grandioses Porträt vom Los Angeles der Nachkriegszeit, in dem Korruption, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. Im Mittelpunkt ein Cop-Trio ohne Skrupel, gespielt von Kevin Spacey, Russell Crowe und Guy Pearce. Oscars für Kim Basinger (beste Nebenrolle) und das beste adaptierte Drehbuch.

L.A. Confidential

Lange galt es als unmöglich, James Ellroys komplexes Roman-Quartett über die Schattenseiten und dunklen Obessionen der Glitzermetropole Los Angeles in den fünfziger Jahren zu verfilmen. Als zu labyrinthartig-verzweigt galten die zahllosen Handlungsstränge, als zu extrem die paranoiden Gewaltvisionen dieser erschütternden Crime-noir-Ritte durch menschliche Höllen und Abgründe. Mit dem atemberaubendsten Kinofilm, der in Cannes im Wettbewerb zu finden war, ist Curtis Hanson das Kunststück gelungen, die Essenz Ellroys auf Zelluloid zu bannen: ein gewaltiger Kraftakt, in dem sich Fiktion und Realität zu dem besten chandleresken Krimi seit "Chinatown" bündeln.

Fernab der Konventionen des Mainstreams und mit einem wachsamen Auge auf Ton, Stil, Charakterisierung und Ausstattung des Kinos der Ära stürzt Hanson den Zuschauer in das Los Angeles der Nachkriegsjahre, ein brodelnder Schmelztiegel, in dem Korruption, Verbrechen, Mord und Intrigen an der Tagesordnung sind. Im atemberaubenden Zickzack-Kurs ermitteln die drei Antihelden dieser kompromißlosen Actionballade in einem spektakulären Mordfall, der immer größere Kreise zieht und auch vor hochgestellten Persönlichkeiten keinen Halt macht.

Aufregend originalgetreu hält sich der Regisseur, der das Drehbuch gemeinsam mit Brian Helgeland verfaßte, an Ellroys Romanvorlage "Stadt der Teufel". Dessen blitzschneller, rudimentärer Maschinengewehrstil findet seine Entsprechung in dem rasenden Schnitt und den immer auf den Punkt hervorgebellten Dialogen. Wie Ellroy benutzt auch Hanson reale Ereignisse und Personen aus den Annalen der Stadt, um das Koordinatennetz zu schaffen, in denen die Figuren um Ruhm, Reichtum, Macht, Einfluß und - im besten aller Fälle - Erlösung ringen. Hier sind es Verbrecherkönig Mickey Cohen und seine rechte Hand Johnny Stompanato und der Bezirksanwalt Ellis Loew, ein Übergriff der Polizei gegen mexikanische Untersuchungshäftlinge und das Massaker vom Nite Owl Coffee Shop, die als Ausgangs- und Orientierungspunkt dienen in einer Geschichte, die sich immer weiter verzweigt und noch weiter kompliziert wird, indem sie im ständigen Wechsel aus drei Perspektiven erzählt wird. Dank des klug strukturierten Buchs verliert man dennoch nie den Überblick, egal, wie schnell sich die Dinge entwickeln.

Drei gefallene Engel der LAPD stehen im Mittelpunkt von "L.A. Confidential", und in stets neuen Kombinationen kreuzen sich ihre Wege, bis ihre jeweiligen Schicksale nicht mehr zu trennen sind: Jack Vincennes (Kevin Spacey im coolen Dean-Martin-Outfit) ist ein ausgebrannter, abgebrühter Veteran, der seine Sucht nach Aufmerksamkeit als Berater einer TV-Copshow stillt und Informationen unter der Hand an das Skandalblatt "Hush-Hush" verkauft, Ed Exley ein aalglatter Streber, der dem Erbe seines berühmten Vaters gerecht werden will und sich auch gegen die Loyalitätscodes seiner Kollegen wendet, wenn es seiner Karriere hilft, und Bud White ein brutaler und nicht allzu gewiefter Schläger, der vor allem dann rot sieht, wenn Frauen Gewalt angetan wird. Ihre einzige Gemeinsamkeit besteht darin, daß sie alle von den Dämonen ihrer Vergangenheit gejagt werden. Jeder einzelne wird sich ihnen im Verlauf der Handlung stellen müssen - mit verblüffenden Ergebnissen...

In einem Besetzungscoup, den man als genial bezeichnen muß, übertrugen Hanson und sein Produzent Arnon Milchan zwei der Hauptrollen den relativ unbekannten australischen Darstellern Russell Crowe und Guy Pearce, denen man als Zuschauer völlig unbefangen entgegentritt. Nur zögernd will man mit diesen anfangs brüsk und negativ dargestellten Hardboiled-Cops sympathisieren. Wenn die einzige Identifikationsfigur nach zwei Dritteln in einer schockierenden Szene eliminiert wird, ist man gezwungen, sich auf ihre Seite zu schlagen. Kein Zuschauer wird es bereuen, mit diesen beiden Desperados durch ein Fegefeuer geschickt zu werden, das vom lange überfälligen Comeback des Polizeifilms zeugt. In weiteren Rollen agieren James Cromwell als väterlicher Police-Officer, Danny DeVito als wieselhafter Klatschreporter, Kim Basinger als Edelprostituierte und David Strathairn als Millionär mit ausgefallenen Vorlieben. Sie sind ebenso gut wie das Topteam hinter der Kamera. Gemeinsam haben sie einen meisterlichen Policier geschaffen, der am Ende des Jahres zu den Klassenbesten gehören wird. ts.

L.A. Confidential

Sechs Tote, darunter ein Cop: Ein scheinbar sinnloses Blutbad bringt die Polizei von Los Angeles zum Kochen. Die drei Top-Agenten der Stadt übernehmen den Fall und stoßen bei ihren Ermittlungen auf einen unbeschreiblichen Sumpf aus Drogen, Mord und Korruption. Jetzt zeigt die "Stadt der Engel" ihr wahres Gesicht - ein Gesicht, dass man nur einmal lebend zu sehen bekommt ...

Quelle: Warner Home Video

Audiokommentar: von Andrew Sarris
Hintergrund Info: - Ein wahres ensemble: Die Besetzung von L.A. Confidential
- Sonnenlicht und Schatten: Die visuelle Gestaltung von L.A. Confidential
- L.A. Confidential: Vom Buch zum Film
- Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt...Drehbericht
Making Of: Was immer Sie wünschen: Making-of L.A. Confidential
US-Kinotrailer: - Showest
- Nite Owl Action
- Hollywood

Und viele weitere mehr!: - Die Bewerbungsmappe der Regisseurs
- Soundtrack-Trailer

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Kevin Spacey   als Jack Vincennes
  Russell Crowe   als Bud White
  Guy Pearce   als Ed Exley
  James Cromwell   als Dudley Smith
  David Strathairn   als Pierce Patchett
  Kim Basinger   als Lynn Bracken
  Danny DeVito   als Sid Hudgeons
  Simon Baker   als Matt Reynolds
  Graham Beckel   als Dick Stensland
  Matt McCoy   als Brett Chase
  John Mahon   als Polizeichef
  Paul Guilfoyle   als Mickey Cohen
  Ron Rifkin   als D.A. Ellis Loew
  Paolo Seganti   als Johnny Stompanato
  Amber Smith   als Susan Lefferts
  Gwenda Deacon   als Mrs. Lefferts
 
Regie:  Curtis Hanson  
Buch:  Brian Helgeland  
  Curtis Hanson  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Arnon Milchan  
  Curtis Hanson  
  Michael G. Nathanson  

Keanu gegen korrupte Cops

Karrieretief hoch zwei: Der eine hat die zwei übelst gefloppten Sequels der Filmgeschichte hinter sich, der andere wurde eben von wütenden Lesben der sexuellen Ausbeutung bezichtigt.

Setzt ab sofort auf Qualität: Keanu Reeves (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Setzt ab sofort auf Qualität: Keanu Reeves (Foto: Kurt Krieger)

Vielleicht können sich "Matrix"-Opfer Keanu Reeves und Regisseur Spike Lee ja nun gegenseitig aus dem Loch der Kinoverdammnis hieven: Lee hat mit der Komödie "She Hate Me", in der eine Lesbe einem Hetero-Mann zwecks Kinderwunsch 10.000 Dollar für eine Nacht bietet, gerade die Nation erzürnt - und sich dafür am US-Boxoffice eine Backpfeife abgeholt.

Reeves - einst cooler Mantelträger in einem Science-Fiction-Film, der als Revolution des Genres galt - kämpft nun gegen den Makel als Hauptdarsteller der beiden katastrophalen "Matrix"-Fortsetzungen an.

Nun haben die beiden mit "The Night Watchman" ein vielversprechendes gemeinsames Projekt am Start. Erfolgsgarant für den klassischen Film noir ist dabei Drehbuchautor James Ellroy, der für seine Buchvorlage zu "L.A. Confidential" bereits einen Oscar einheimste.

Ich hab's Dick!

Allerdings klingt der neue Stoff verdächtig ähnlich: Ein Polizist ermittelt gegen Korruption in den eigenen Reihen und verstrickt sich dabei in ein Netz von Intrigen. So dauert es nicht lange, bis er sich selbst dem Vorwurf der illegalen Vorteilsnahme gegenüber sieht.

Reeves scheint überhaupt die Nase gestrichen voll zu haben von Amateur-Schreiberlingen á la Wachowski. Eben hat er nämlich mit Richard Linklater "Der dunkle Schirm" abgedreht. Wie schon bei dessen "Waking Life" wird der reale Keanu in der Postproduktion nun in eine gezeichnete Figur transformiert. Und das Drehbuch des SF-Thrillers um einen schizophrenen Drogenfahnder stammt dabei von keinem Geringeren als Philip K. Dick, dem der Kinofan Juwelen wie "Blade Runner", "Total Recall" und "Minority Report" verdankt.

Der Ausrutscher "Paycheck" sei hier dezent verschwiegen, denn da spielte schließlich Schauspiel-Unfall Ben Affleck die Hauptrolle.

 

L.A. Confidential in der Fotoshow

 

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Kevin Spacey

Er ist einer der großen Charakterdarsteller des US-Kinos, der seine Vielseitigkeit durch hintergründig subversive Komik unterstreicht. Er hat...

 

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Russell Crowe

Skeptisch wie Bogart, rabiat, hartnäckig, energisch, lakonisch, verschlossen: Ein sensibler Einzelgänger mit rauer Schale und einem Hang zum...