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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.10.2006
Originaltitel: Crash
USA 2004
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12
Sandra Bullock
Don Cheadle
Matt Dillon
Regie: Paul Haggis
Universum Film

Nicht mit David Cronenbergs gleichnamigen Thriller zu verwechseln, handelt es sich bei diesem Ensembledrama um das packende Regiedebüt von Paul Haggis, der für sein "Million Dollar Baby"-Drehbuch mit einem Oscar nominiert wurde. In "Short Cuts" oder "Magnolia" nachempfundener Mosaik-Struktur wird eine komplexe Bestandsaufnahme menschlicher Beziehungen im molochartigen Schmelztiegel von Los Angeles ausgerollt. Das teils gewalttätige Aufeinanderprallen mehrerer Figuren von unterschiedlichem ethnischen und sozialen Background wird von einer exzellenten Besetzung porträtiert. Dabei zieht sich als roter Faden durch die zahlreichen, oftmals miteinander verwobenen Storystränge sowohl krasser als auch unterschwelliger Rassismus.
Haggis und sein Koautor Bob Moresco legen ihr smartes Dramaskript als Studie von Kontrasten und Parallelen an, wobei tiefe Tragik, aber auch kathartische Hoffnung zum Tragen kommt. Das multikulturelle Spektrum besteht aus weißen, hispanischen, asiatischen, arabischen und afroamerikanischen Figuren, die sich größtenteils gegenseitig verachten oder zumindest misstrauen. Ausgangspunkt für die (Zufalls)Begegnungen, die von Rassenvorurteilen und Intoleranz unterminiert werden, bildet der Prolog eines Massenunfalls. Eine asiatische Fahrerin beschuldigt zu Unrecht die hispanische Ria (Jennifer Esposito), die mit ihrem Partner Detective Graham (Don Cheadle gewohnt souverän) zur Stelle ist, um einen Mordfall zu untersuchen. Auf den Vortag zurückgeblendet, werden die vorangegangen Ereignisse dargelegt.
Zwei junge Schwarze (Larenz Tate und Rapper Chris "Ludacris" Bridges) beklagen sich nach einem Restaurantbesuch in einem Nobelviertel (fast schon zu pointiert, um als Alltagsdialog durchzugehen) über Rassendiskriminierung. Anschließend entführen sie in einer cleveren Wendung das Auto von Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und seiner Frau Jean (Sandra Bullock als Zicke reizvoll gegen den Strich besetzt). Zu Hause zetert Jean lautstark über den anwesenden jungen Latino Daniel (Michael Pena) vom Schlüsseldienst, den sie für ein Gangmitglied hält. Er erweist sich in einer rührenden Szene als zärtlicher und verantwortungsbewusster Vater eines kleinen Mädchens. Sein Weg kreuzt sich tragisch mit einem iranischen Ladenbesitzer, der glaubt, die Verwüstung seines Ladens sei Daniels Schuld. An die Nieren geht auch die Story der beiden Cops Ryan (meisterhaft: Matt Dillon als verbitterter Rassist) und Tom (Ryan Phillippe fabelhaft als idealistisches Greenhorn). Ryan benutzt den Routinestopp eines wohlhabenden schwarzen Ehepaars (Terrence Howard und Thandie Newton), um den Mann zu demütigen, indem er dessen Frau Christine unsittlich betatscht. Nur wenige Stunden später werden Christine und Ryan in einem gefühlswuchtig inszenierten Unfall erneut miteinander konfrontiert.
Dies ist nur einer von mehreren Zufällen, die als Plotmechanismus eingesetzt werden, um die Storyfragmente miteinander zu verknüpfen. Weitere angeschnittene Themen behandeln die Bürokratie des LAPD und Vorurteile im angeblich liberalen Entertainment-Business. Etliche Figuren dieser vielschichtigen Moralfabel sind nicht so, wie sie zunächst scheinen, womit die Spannung aufrechterhalten und rassistische Vorurteile bloßgestellt werden. Die Stimmung ist dabei deprimierend, was sich akustisch hervorragend im stimmungsvollen "Traffic"-verwandten Electronic-Score von Mark Isham widerspiegelt. So ist der schneidende Sozialkommentar, der die Kommunikationsschwierigkeiten unserer Gesellschaft anprangert, sicherlich keine leichtverdauliche Popcorn-Unterhaltung, dafür jedoch kraftvolles Gedankenfutter. ara.
36 Stunden in L.A.. 36 Stunden im Leben einer Handvoll Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch führt das Schicksal sie zusammen, lässt ihre Wege sich kreuzen und wieder auseinander gehen, ihre Leben für kurze Zeit in den gleichen Bahnen laufen. Sie sind Bewohner einer Megacity im ganz normalen Ausnahmezustand, hin und her gerissen zwischen Angst, Wut und Verzweiflung und der alles überwindenden Kraft der Hoffnung und des Glücks.
Quelle: Universum Film
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 90 Minuten
- Audiokommentare
- Making Of
- Behind The Scenes
- 2 Musikvideos
- Dokumentation über LA
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Sandra Bullock | als Jean Cabot | |
|---|---|---|---|
| Don Cheadle | als Graham Walters | ||
| Matt Dillon | als Officer Ryan | ||
| Brendan Fraser | als Rick Cabot | ||
| Jennifer Esposito | als Ria | ||
| Ryan Phillippe | als Officer Thomas Hansen | ||
| Thandie Newton | als Christine Thayer | ||
| Terrence Howard | als Cameron Thayer | ||
| Ludacris | als Anthony | ||
| Larenz Tate | als Peter | ||
| Shaun Toub | als Farhad | ||
| Michael Peña | als Daniel | ||
| William Fichtner | als Flanagan | ||
| Nona Gaye | als Karen | ||
| Loretta Devine | als Shaniqua | ||
| Beverly Todd | als Graham's Mutter | ||
| Keith David | als Lt. Dixon | ||
| Regie: | Paul Haggis | ||
| Buch: | Paul Haggis | ||
| Robert Moresco | |||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Kamera: | J. Michael Muro | ||
| Produzent: | Bob Yari | ||
| Cathy Schulman | |||
| Tom Nunan | |||
| Mark R. Harris | |||
| Don Cheadle | |||
| Paul Haggis | |||
| Robert Moresco | |||
L.A. Crash (Director's Cut, 2 DVDs im Steelbook) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Behind the Scenes, 2 Musikvideos, Dokumentation
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 90 Minuten
- Audiokommentare
- Making Of
- Behind The Scenes
- 2 Musikvideos
- Dokumentation über LA
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