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Lady Vengeance

Eine Frau sieht rot in Park Chan-wooks faszinierendem Abschluss seiner Rache-Trilogie (nach "Sympathy for Mr. Vengeance" und "Oldboy").


Lady Vengeance

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Erhältlich seit:
17.01.2012

Originaltitel: Chinjeolhan geumjasshi

Drama/ Thriller

Südkorea 2005
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Lee Yeong-ae
Choi Min-sik
Oh Dal-su

Regie: Park Chan-wook
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

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Nach der Kult-Sensation "Old Boy" lauert das Finale der Rache-Trilogie von Park Chan-wook den Opfern in Form einer engelsgleichen Killerin auf.

Schwarzes Haar, schwarze Seele: Niemand ahnt, was Lee Geum-ja mehr als 13 Jahre geplant hat (Foto: 3L) Großansicht

Schwarzes Haar, schwarze Seele: Niemand ahnt, was Lee Geum-ja mehr als 13 Jahre geplant hat (Foto: 3L)

Rache, eiskalt serviert, ist die Spezialität des Südkoreaners Park Chan-wook. Ein Name, der spätestens seit dem krassen Gewaltschocker "Oldboy" in aller Munde ist. Auch Quentin Tarantino ist ein bekennender Fan des Kultregisseurs, der die Zutaten für den Abschluss seiner Rachetrilogie, die mit "Sympathy for Mr. Vengeance" ihren Anfang nahm, aufs Neue zu einem betörenden Action-Cocktail mixt.

13 Jahre im Gefängnis nahm Lee Geum-ja (Lee Yeong-ae) auf sich, obschon völlig unschuldig. Ihr Geständnis, im zarten Alter von 19 einen kleinen Jungen ermordet zu haben, schockierte die Nation. Hinter Gittern erwarb Geum-ja den Ruf einer reuigen Sünderin. Doch was ist sie nun? Ein Engel - oder ein Teufel hinter bildhübscher, unschuldiger Fassade?

Der Racheplan macht vor Weihnachten nicht Halt (Foto: 3L) Großansicht

Der Racheplan macht vor Weihnachten nicht Halt (Foto: 3L)

Eine Frau sieht Rot

Wieder steht ein wahnwitziger Masterplan hinter dem zunächst widersprüchlichen Verhalten, das, in Rückblenden erzählt, in einem detailliert ausgetüftelten Racheprojekt aufgeht.

Knallharte Gewalt, fein gestreuter, schmerzvoll schwarzer Humor und eine hinreißend schöne Hauptdarstellerin treiben die Besessenheit bis zum atemlosen, blutroten Finale.

Lady Vengeance

Eine Frau sieht rot in Park Chan-wooks faszinierendem Abschluss seiner Rache-Trilogie (nach "Sympathy for Mr. Vengeance" und "Oldboy"). Seine bizarre Story und ebenso bizarre Heldin präsentiert der koreanische Filmemacher in ausgefeilter Optik.

Die Rache-Geschichte zerfällt in zwei Hälften und wird von der Titelfigur im zweiten Teil überraschend auf weitere Rächer-Figuren ausgeweitet. Dabei kommt trotz des englischen Titels "Sympathy for Lady Vengeance" nur wenig Sympathie und Mitleid für die Lady (Yeong-ae Lee aus Park Chan-wooks erstem, international wahrgenommenen Drama "Joint Security Area") auf, hat sie zwar ein engelhaftes, warmherziges Auftreten und Äußeres, handelt und plant sie aber eiskalt. Im Gefängnis, wo sie mehr als zehn Jahre schmorte für einen Kindermord, den sie nicht begangen hat, agierte sie als lammfromme, gute Samariterin (mit kleinen gewalttätigen Ausrutschern, um sich andere vom Leib zu halten, versteht sich), um frühzeitig entlassen zu werden. Fortan führt sie mit Hilfe mehrerer entlassener Mithäftlinge ihre Rache aus, und lässt sich eine edel-verschnörkelte Pistole anfertigen. So edel designt ist auch der visuelle Stil des Films und so verschnörkelt schreitet die Story voran, die Rückblenden und traumähnliche Sequenzen miteinander verwebt. Als Rächerin mit rot geschminkten Augen fällt die Titelheldin über die Verantwortlichen für ihren Gefängnisaufenthalt her. Dazwischen findet sie noch Zeit ihre in Australien lebende Tochter abzuholen. Wie die Mutter ist auch sie sehr eigen. Gerade bei den Szenen im Wohnzimmer der Pflegefamilie, aber auch in anderen Momenten kommt eine groteske, lakonische Komik zum Tragen. Oft gefriert das Schmunzeln jedoch zum Schockmoment. Denn in "Lady Vengeance" wird zwar nicht so viel Blut vergossen wie in den beiden Vorgängerfilmen, doch für europäische Verhältnisse auch nicht damit gespart - gerade in der Kollektivrache-Szene am Schluss. So kontrastreich wie der Film zwischen düsterer Dramatik, Humor und Brutalität schwankt, so viel Kontrast zum Inhalt bietet die ruhige, klassische Musik. Ein betörendes, verstörendes und ein bisschen rätselhaftes Filmerlebnis, verstärkt durch die wie ein Kunstwert komponierte Optik. hai.

Lady Vengeance

13 Jahre saß die bildschöne Lee Geum-ja im Gefängnis: Als 19-Jährige war sie mit ihrem erschütternden Geständnis, einen fünfjährigen Jungen entführt und ermordet zu haben, zu trauriger Berühmtheit gekommen. Im Gefängnis galt sie als vorbildliche Insassin und gutherziger Engel. Nach ihrer Entlassung ist davon nichts mehr übrig: Geum-ja zieht als Engel der Rache in die Welt. All die Jahre hat sie eine Täuschung aufrecht erhalten, um in aller Ruhe ihre Vergeltung zu planen. Geum-jas Rache gilt ihrem einstigen Lehrer, Mr. Baek... und sie wird unerbittlich sein.

Quelle: 3L

Darsteller:  Lee Yeong-ae   als Geum-ja Lee
  Choi Min-sik   als Lehrer Baek
  Oh Dal-su   als Herr Chang
  Kim Shi-hoo   als Geun-shik
  Lee Seung-shin   als Park Yi-jeong
  Kim Bu-seon   als Woo So-young
  Oh Kwang-rok   als Se-hyun's Vater
 
Regie:  Park Chan-wook  
Buch:  Park Chan-wook  
  Jeong Seo-Gyeong  
Musik:  Choi Seung-hyeon  
  Jo Yeong-wook  
  Na Seok-joo  
Kamera:  Jeong Jeong-hun  
 

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