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Lars und die Frauen

Schrullige Komödie mit ernsten Untertönen über einen kontaktscheuen Einzelgänger, der sich in eine lebensgroße Sexpuppe verliebt.


Lars und die Frauen

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Erhältlich seit:
12.08.2011

Originaltitel: Lars and the Real Girl

Drama/ Komödie

USA 2007
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Ryan Gosling
Emily Mortimer
Paul Schneider

Regie: Craig Gillespie
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Chaos, Komik, Tragik: Ein schüchterner Sonderling findet seine Traumfrau im Internet, eine lebensgroße Gummipuppe. Garantiert Gefühlsecht.

Lars hat seine Freundin immer dabei (Foto: Central) Großansicht

Lars hat seine Freundin immer dabei (Foto: Central)

Lars (Ryan Gosling) ist ein Eigenbrötler. Auch die Einladungen von Gus (Paul Schneider) und Karin (Emily Mortimer), seinem Bruder und dessen Frau im Nebenhaus, schlägt er meist aus. Als er eines Tages strahlend erzählt, er habe eine - leider an den Rollstuhl gefesselte - Freundin via Internet kennen gelernt, eine feurige Halbbrasilianerin, freuen sich die beiden natürlich für ihn.

Dass er dann mit "Bianca", einer Silikonpuppe im Arm auftaucht, lässt sie an seinem Verstand zweifeln. Lars ist nämlich der festen Überzeugung, ein Vollweib aus Fleisch und Blut an seiner Seite zu haben.

Bianca ist ein wenig unselbständig (Foto: Central) Großansicht

Bianca ist ein wenig unselbständig (Foto: Central)

Plötzliche Erkenntnis

Verrückt an der ganzen Sache: Die Dörfler im Mittelwesten der USA machen mit und lassen ihm seine Illusion, bis der Sonderling selbst den Weg in die schmerzliche Wirklichkeit findet.

Ohne die Hauptfigur lächerlich zu machen, unterhält diese Tragikomödie mit verschrobenem Humor, Absurdität und hinreißendem Alltagswahnsinn. Brillant: Der durchgeknallte und schüchterne, aber unheimlich sympathische Ryan Gosling.

Lars und die Frauen

Einfühlsam erzählte Tragikomödie mit Ausnahmeschauspieler Ryan Gosling, der sich als kontaktscheuer Sonderling unter Wahnvorstellungen in eine Sexpuppe verliebt.

Ungewöhnliche Figuren sind ein Faible von Gosling (Oscar-nominiert für seine Rolle als cracksüchtiger Lehrer in dem in Deutschland weiterhin unveröffentlichten "Half Nelson"). Auch seine Titelfigur Lars ist bereits in den ersten Einstellungen unschwer als schräger Vogel zu erkennen. Der 27-jährige Junggeselle leidet unter gravierenden körperlichen und emotionalen Berührungsängsten. Deshalb sind ihm wiederholte Einladungen zum Essen seiner Schwägerin (reizend: Emily Mortimer) und die Annäherungsversuchen einer netten Bürokollegin (Kelli Garner) äußerst unangenehm. So fallen alle aus den Wolken, als der scheue Einzelgänger ihnen seine an einen Rollstuhl gefesselte Freundin namens Bianca vorstellt, die sich als lebensechte Silikon-Sexpuppe entpuppt. Damit wird allerdings keinerlei vulgären Anzüglichkeiten Vorschub geleistet, da Lars sie in wintertaugliche Klamotten hüllt und brav ins Gästezimmer im Haus einquartiert. Mit ihr ergeht er sich in langen Monologen, kuschelt zärtlich aber züchtig und hat auch schon mal einen kleinen Streit. Auf Anraten der örtlichen Psychologin spielen Familie, Freunde und der Rest der kleinen Gemeinde bei der Scharade mit und tun so, als ob auch sie Bianca für eine Frau aus Fleisch und Blut hielten, sei es beim Friseur-, Kirchen- oder Partybesuch. Doch dann wird Bianca (laut Lars) von einer tödlichen Krankheit befallen, womit sich ihm neue (realistische) Horizonte eröffnen.

Bei dem skurrilen Indiedrama mit Herz handelt es sich um den zweiten Film von Craig Gillespie, der mit der giftigen Rachekomödie "Mr. Woodcock" sein Debüt gab. Der Ton fällt nunmehr ungleich sympathischer aus, dafür wird dem Publikum allerhand wohlmeinende Gutgläubigkeit abverlangt, was das ausnahmslos positive Mitgefühl von den Menschen in Lars Heimatort im nördlichen Mittleren Westen anbetrifft. Nach dem Skript von "Six Feet Under"-Autorin Nancy Oliver wird die mentale Malaise des Protagonisten (sinnbildlich durch die Sexpuppe symbolisiert) mit einem frühen Kindheitstrauma (Geburtstod der Mutter, ein verschlossener Vater) erklärt, das durch die Schwangerschaft seiner Schwägerin auf die Spitze getrieben wird. Trotz der Absonderlichkeit der Situation macht sich der Film nie über ihn lustig. Und Gosling legt seine faszinierende Performance nuanciert zwischen Hilflosigkeit und Exzentrik an. Insgesamt fungiert das Charakterporträt mit Capra-esken Anstrichen als Appell für Toleranz und Gemeindezusammenhalt und beeindruckt dabei vor allem mit seiner eindringlichen Humanität. ara.

Lars und die Frauen

Macht Liebe blind? Die Antwort gibt diese schräge, Oscar[r]-nominierte Außenseiter-Komödie.

Sonderling Lars (Ryan Gosling) ist so scheu, dass selbst sein Bruder Gus (Paul Schneider) und seine Schwägerin Karin (Emily Mortimer) kaum Kontakt zu ihm haben. Bis er ihnen überraschend seine Verlobte Bianca vorstellt - für ihn ist sie eine bildschöne Brasilianerin, für seinen Bruder Gus und seine Schwägerin Karin - eindeutig eine lebensgroße Puppe aus Silikon! Irritiert holen sie sich Rat bei der Ärztin Dr. Dagmar (Patricia Clarkson) ein, die eine überraschende Diagnose stellt: Lars kann nur geholfen werden, wenn sie und die ganze Gemeinde Lars' Freundin behandeln, als sei Bianca tatsächlich lebendig. Ein scheinbar einfacher Plan mit kuriosen Folgen.

Quelle: Fox

Entfallene Szene "Badewanne"
Die Wahrheit über Lars und die Frauen
Eine Hauptdarstellerin der besonderen Art
Original Kinotrailer

Quelle: Fox

Darsteller:  Ryan Gosling   als Lars Lindstrom
  Emily Mortimer   als Karin
  Paul Schneider   als Gus
  Kelli Garner   als Margo
  Lauren Ash   als Holly
  Patricia Clarkson   als Dr. Dagmar Berman
  R.D. Reid   als Reverend Bock
  Nancy Beatty   als Mrs. Gruner
  Doug Lennox   als Mr. Hofstedter
  Joe Bostick   als Mr. Shaw
  Liz Gordon   als Mrs. Schindler
  Nicky Guadagni   als Mrs. Peterson
 
Regie:  Craig Gillespie  
Buch:  Nancy Oliver  
Musik:  David Torn  
Kamera:  Adam Kimmel  
Produzent:  Sidney Kimmel  
  Sarah Aubrey  
  John Cameron  
 

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