DVD Leihvideo

Last Days

Indie-Improvisationsfilm und Hommage an Kurt Cobain von Gus Van Sant.


Last Days

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.05.2007

Drama

USA 2005
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Michael Pitt
Lukas Haas
Asia Argento

Regie: Gus Van Sant
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Last Days

Blake ist ein junger Rockmusiker, der an seinem Leben vorbeilebt. Er vegetiert mit seinen Bandmitgliedern in einem entlegenen Haus vor sich hin, aber er kann weder mit der Musik noch mit seiner Freundin etwas anfangen. Stattdessen flüchtet Blake sich immer wieder hinaus in die Natur oder in exzessiven Drogenkonsum. Als seine Manager ihn zu einer lukrativen Konzerttournee bewegen wollen, macht er komplett dicht, kapselt sich noch mehr von seiner Außenwelt ab und begeht schließlich in einem Geräteschuppen Selbstmord.

Höchst eigenwillige Hommage an den Nirvana-Sänger Kurt Cobain, der die 90er Jahre wie kaum ein anderer Musiker geprägt hat. Gus Van Sant ("Good Will Hunting") schließt nach "Gerry" und "Elephant" eine Trilogie über die Welt der Teenager ab. Michael Pitt überzeugt in der Haupt-, Asia Argento als sie selbst in einer Nebenrolle. Bewusst minimalistisch und ereignislos spult Van Sant Cobains letzte Tage ab, was das Improvisations-Experiment nicht immer einfach konsumierbar macht. Für Fans des etwas abseitigen Indie-Kinos.

Last Days

Independent-Improvisationsfilm von Gus Van Sant als Hommage an Nirvana-Sänger Kurt Cobain und meditatives Stilexperiment.

Nach "Gerry" und "Elephant" (Goldene Palme Cannes 2003) der dritte Teil einer Trilogie, die Gus Van Sant als Hommage und Meditation an die Teenagerwelt und die Körper junger Männer konzipierte. "Last Days" ist fiktionale Meditation und vor allem durch stilistische Mittel geprägte Annäherung an den inneren Aufruhr und Mythos des legendären Grunge-Musikers und Nirvana-Sängers Kurt Cobain (1967 - 1994), dem der Film gewidmet ist, dessen letzte Stunden er verfolgt, der Blake genannt und von Michael Pitt (Bernardo Bertoluccis "Die Träumer") gespielt wird, der den Rock-Musiker als kranken Romantiker deutet.

Das Motiv wird zu Beginn etabliert, wenn sich Blake aus der schlossartigen Waldvilla schleicht, durch Baum- und Unterholzlandschaften an den Fluss gelangt und ein Bad nimmt. Das uramerikanische Ritual der Reinigung durch die Natur scheitert, weil sich Blake bei der Rückkehr nicht um Freunde, Gäste und in einer urkomischen Szene im Spitzennegligé einen aufdringlichen Anzeigenverkäufer kümmert, sondern bemüht ist, sie sich vom Hals zu halten. Noch ein Mal musiziert er genial vor sich hin, nicht mit Nirvana-Stücken, sondern mit Musik von Michael Pitt, der live spielt und singt. Blake zieht sich in den Geräteschuppen zurück, wo man ihn tot auffindet.

Blakes Selbstmord ist ereignisloser Höhepunkt ereignislosen Geschehens. Mit Improvisationsspiel und dem Wechsel von distanzierten Totalen und Nahaufnahmen wird Blakes Entfremdung von der Welt verdeutlicht, spielen die Nebenfiguren (darunter Independent-Ikone Asia Argento als sie selbst) keine Rolle mehr. Blakes träger Abschied wird nicht psychologisert, sondern als Endpunkt eines Lebens angesehen, das die Realität um sich herum nicht mehr greifen kann. Interessantes aber anstrengendes Stilexperiment. ger.

Darsteller:  Michael Pitt   als Blake
  Lukas Haas   als Luke
  Asia Argento   als Asia
  Scott Green Jr.   als Scott
  Nicole Vicius   als Nicole
  Ricky Jay   als Detektiv
  Ryan Orion   als Donovan
  Harmony Korine   als Typ im Club
  Kim Gordon   als Managerin
 
Regie:  Gus Van Sant  
Buch:  Gus Van Sant  
Kamera:  Harris Savides  
Produzent:  Dany Wolf  
 

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Lukas Haas

Amerikanischer Schauspieler. Lukas Haas war lange Jahre auf Rollen sensibler Teenager und auf sanfte Art gegen das etablierte Elternhaus...