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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.11.2010
USA 1996
FSK: ab 16
Bruce Willis
Christopher Walken
Bruce Dern
Regie: Walter Hill
Warner Home Video Germany

Kampf bis zum letzten Mann verspricht der Titel von Walter Hills Remake des Akira-Kurosawa-Klassikers "Yojimbo, der Leibwächter" aus dem Jahr 1961, und der Zuschauer wird nicht enttäuscht: Bis auf die allernotwendigsten Handlungsstränge reduzierte der Regisseur seine mit apokalyptischem Wüstenflair getränkte Gangsterstory und erhielt als Ergebnis eine rudimentäre Variante des klassischen Kinostoffs vom Söldner, der sich an zwei verfeindete Parteien verkauft, um sie gegeneinander auszuspielen. Mit Bruce Willis konnte er den rechten Star als Hauptdarsteller gewinnen, dem man nur zu gern durch gesiebte Luft bis zum allerletzten Shootout folgt.
Wie sein spröder, augenscheinlich identitätsloser Antiheld John Smith macht auch Walter Hill in "Last Man Standing" wenig Worte: So karg wie nur eben möglich, ohne einen Hauch von Nebenhandlung, mit einem Mindestmaß an Hintergrundinformationen hielt er diesen während der Prohibitionszeit angesiedelten Überlebenskampf an der Grenze zwischen Texas und Mexiko, der in seiner rudimentären Gestalt doch mehr mit einer Meditation über das Sterben gemein hat. Selbst die zahlreichen Feuergefechte, von Hill mit sichtbarer Lust gerecht über die Laufzeit verstreut, sind kurz und immer zum Punkt.
In dieser Beziehung steht das existentialistische Gangsterdrama Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar", dem ersten "Yojimbo"-Remake aus dem Jahr 1964, deutlich näher als dem Original. Bei Kurosawa war es immerhin noch ein edler Samurai, der zwischen die Fronten eines Kleinkriegs gerät. Bei Hill ist aus dem ambivalenten Helden ein regelrechter Bad Guy geworden, den eine Laune des Schicksals nach Jericho trägt: Dort wird er Zeuge, wie sich verfeindete Mobs, die aus dem Osten nach Texas gekommen sind, im Kampf um die Kontrolle über den Alkoholschmuggel aus Mexiko gegenseitig zerfleischen, während das Gesetz in Gestalt von Sheriff Galt (opportunistisches Wiesel mit einem letzten Funken Anstand: Bruce Dern) beide Augen vor dem Massaker verschließt. Smith' Begegnung mit zwei Frauen - Hure und Heilige: Gangsterliebchen Wanda und rechtschaffenes Chicano-mädchen Felina - führt dazu, daß er trotz seiner schwarzen Seele in den Krieg eingreift. Indem er sich an beide Seiten verkauft, läutet er den Untergang der beiden Banden ein. Vor einem niedergebrannten Roadhouse kommt es schließlich zum letzten Duell zwischen Smith und dem skrupellosen Hitman Hickey.
Christopher Walken spielt diesen Mörder, angetan mit roter Perücke und Käpt'n-Ahab-ähnlicher Gesichtsnarbe, mit sichtlichem Gusto. Seine Präsenz verleiht dem Geschehen einen Hauch spürbarer Gefahr. Und Willis' Smith hat auf einmal eine Reibefläche, einen echten Gegner - was nicht heißen soll, daß sich der Hollywoodstar nicht auch sonst überzeugend aus der Affäre zieht: Als Nachfolger von Toshiro Mifune und Clint Eastwood gibt er sogar eine blendende Figur ab, mit der Darstellung eines Typen, der weiter nicht entfernt sein könnte vom kumpelhaften Fatalismus des John McClane aus den "Stirb langsam"-Filmen. Wäre da nicht der den Hardboiled-Romanen eines James M. Cain entlehnte Voice-Over-Kommentar, dieser Smith bliebe ein wandelndes Fragezeichen. Hill läßt - wie schon in dem nicht unähnlichen "Wild Bill" - Stil in diesem einen Tick zu sehr nach "Southern Comfort"-Werbung aussehenden Thriller über Substanz dominieren, doch die abgeklärte Routine seiner Inszenierung tut gut nach der nicht enden wollenden Kakophonie der aufgeblasenen Sommerhits. ts.
Freiwillig hält sich kaum jemand in dem staubigen und verfallenen Nest Jericho auf. Doch Auftragskiller John Smith muss dringend verduften und verkriecht sich deshalb in dem texanischen Städtchen, wo es während der Prohibition zu einem brutalen Bandenkrieg kommt, den Smith als Chance für ein Heimspiel nutzt. Bruce Willis legt als Smith die Kanonen nie aus der Hand und sorgt für reichlich Nachschub an Munition, weil er schnell begreift, dass er vom ständigen Seitenwechsel in der blutigen Auseinandersetzung nur profitieren kann. Mit seinem einzigartigen Talent für Actionfilme kombiniert Regisseur Walter Hill (Nur 48 Stunden) geschickt die Genres Western und Gangsterfilm, wenn er die klassische Story aus Yojimbo und Für eine Handvoll Dollar neu erzählt. Auch Christopher Walken, Bruce Dern und Michael Imperioli messen sich im Kampf Mann gegen Mann, Kugel um Kugel - bis es nur noch um die Frage geht: Wer bleibt der Last Man Standing?
Quelle: Warner Home Video
Trailer
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Bruce Willis | als John Smith | |
|---|---|---|---|
| Christopher Walken | als Hickey | ||
| Bruce Dern | als Sheriff Ed Galt | ||
| Alexandra Powers | als Lucy | ||
| David Patrick Kelly | als Doyle | ||
| William Sanderson | als Joe Monday | ||
| Karina Lombard | als Felina | ||
| Ned Eisenberg | |||
| Leslie Mann | |||
| Michael Imperioli | |||
| R.D. Call | |||
| Ken Jenkins | |||
| Regie: | Walter Hill | ||
| Buch: | Walter Hill | ||
| Musik: | Ry Cooder | ||
| Kamera: | Lloyd Ahern II | ||
| Produzent: | Walter Hill | ||
| Arthur Sarkissian | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch dts HD 5.1 MA, Spanisch DD 2.0, Polnisch DD 2.0, Thai DD 5.1, Tschechisch DD 2.0
Untertitel: Spanisch, Bulgarisch, Chinesisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Griechisch, Hebräisch, Japanisch, Niederländisch, Polnisch, Thai, Tschechisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Trailer
Trailer
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