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Last Supper - Die Henkersmahlzeit

Unverkrampft unmoralische schwarze Komödie um eine Gruppe von Studenten, die sich auf makabre Weise um Rassisten, Faschisten und puritanische Kreuzzügler kümmert.


Last Supper - Die Henkersmahlzeit

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Erhältlich seit:
02.02.1998

Originaltitel: The Last Supper

Komödie/ Thriller

USA 1995
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 16

Cameron Diaz
Ron Eldard
Annabeth Gish

Regie: Stacy Title
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Last Supper - Die Henkersmahlzeit

Jude, Pete, Paulie, Marc und Luke sind liberale, miteinander befreundete Studenten, die keiner Fliege etwas zuleide tun würden. Doch dann wird Mark von dem faschistoiden Geschwätz des Truck-Fahrers Zack so in Rage gebracht, daß er diesen kurzerhand ersticht. Schwer beeindruckt beschließt das Quintett, fortan mit weiteren politisch Radikalen genauso zu verfahren. Und so laden sie nacheinander einen Religionsfanatiker, eine Abtreibungsgegnerin und eine Bücherverbrennerin zu derem letzten Abendessen in ihr Haus ein...

Die pechschwarze Komödie der Spielfilm-Debütantin Stacy Title erinnert in ihrer Grundidee an Frank Capras Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen", weiß aber dank der satirischen Überspitzung gängiger Polit-Klischees letztlich deutlich als eigenständiges Werk zu überzeugen. Mit beißender Ironie karikiert Title apathische Linke ebenso wie bigotte Rechte und zeichnet damit ein überaus kritisches Porträt des modernen Amerikas. Getragen von bemerkenswert süffisanten Dialogen und einem perfekt harmonierenden Darsteller-Ensemble wird dieses originelle Slacker-Movie vor allem die Freunde eloquenter Rededuelle begeistern.

Last Supper - Die Henkersmahlzeit

Psychologen und Soziologen fordern sie in der Theorie, fünf Studenten setzen die Prävention individuell und knallhart in die Praxis um. Menschlicher Abfall, vom Faschisten bis zum bibelfesten Homophoben, wird entsorgt und dem eigenen Garten als Dünger übergeben. Unter der Pflege der Regiedebütantin Stacy Title wächst daraus eine robust-freche Kinopflanze, die bei guter und auch zu erwartender Mund-zu-Mund-Propaganda durchaus kommerzielle Blüten tragen könnte.

Sie meinen es gut, die fünf liberalen Akademiker, die einen hilfreichen Truck-Fahrer nicht im Regen stehen lassen wollen und ihn zum gemeinsamen Abendessen einladen. Doch der gute Gast (herrlicher und gefährlicher Hohlkopf: Bill Paxton), der verunsichert mit der Lasagne kämpft, entpuppt sich als faschistischer, 1000 Vorurteile in seinen 900 Gehirnzellen mit sich tragender Ex-Marine, der nach kurzem Verbalaustausch mit seinem Messer zum Angriff übergeht. Doch die laschen Linken (darunter Annabeth Gish und Cameron Diaz, Jim Carreys Augenfang aus "Die Maske") entwickelen ungeahnte Initiative, töten den sauertöpfischen Patrioten und lernen nach kurzer Trauerarbeit, wie sich im Staate wirklich etwas bewegen läßt. Anti-demokratischer, menschenfeindlicher Unrat, vom Homosexuellen-Hasser (Charles Durning, zuletzt in Jodie Fosters "Familienfest") bis hin zur zensurwütigen Bücherverbrennerin, wird vom Quintett zum Abendessen eingeladen, einer Argumente- und Gewissensprüfung unterzogen, im Bedarfsfall zum Wohle der Nation vergiftet und als Tomatendünger recycelt. Im Grunde nur von dieser einen Idee und dem Defilee charakterlich und seelisch verkorkster "guter" Amerikaner lebt diese schwarzhumorige Komödie der Journalistin und Drehbuchautorin Stacy Title, die für ihren Kurzfilm "Down On The Waterfront" für einen Oscar nominiert wurde. Aber dieses humorvoll verschlüsselte Statement zur Apathie der Linken und Bigotterie der Rechten Amerikas unterhöhlt dank amüsanter Dialoge und der witzigen Auftritte einiger Gaststars (neben Paxton ist Ron Perlman als cleverer, satanischer Howard-Stern-Verschnitt ein absolutes Highlight) bis zum Ende, in dem das Quintett schließlich seinen Meister findet. Daß dieses letzte Abendmahl auch in deutschen Kinos angerichtet wird, ist nicht nur eine Hoffnung, sondern angesichts des Unterrepräsentierung solcher Komödienstoffe fast schon eine Notwendigkeit. kob.

Darsteller:  Cameron Diaz   als Jude
  Ron Eldard   als Pete
  Annabeth Gish   als Paulie
  Jonathan Penner   als Marc
  Courtney B. Vance  
  Jason Alexander  
  Charles Durning  
  Bryn Erin  
  Nora Dunn  
  Mark Harmon  
  Bill Paxton   als Zack
  Ron Perlman  
 
Regie:  Stacy Title  
Buch:  Dan Rosen  
Musik:  Mark Mothersbaugh  
Kamera:  Paul Cameron  
Produzent:  Matt Cooper  
  Larry Weinberg  
 

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