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Leihvideo
Erhältlich seit:
18.05.2004
USA 2002
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12
Frances McDormand
Christian Bale
Kate Beckinsale
Regie: Lisa Cholodenko
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Man kann sich keine bessere Besetzung vorstellen: Nach "Almost Famous" brilliert Frances McDormand wiederum in einer Mutterrolle. Diesmal allerdings quasi mit vertauschten Rollen. Während sie in "Almost Famous" ihren Sprössling mit allen Mitteln vor den Gefahren von Sex, Drugs and Rock'n'Roll schützen will, ist sie ihnen in "Laurel Canyon" als erfolgreiche Musikproduzentin selbst ausgesetzt. Lisa Cholodenkos witzig-nachdenklicher Film lief als einer der herausragenden Beiträge in der Quinzaine des Réalisateurs 2002.
Die sorgfältige Kamera von "Memento"-Kameraman Wally Pfister und das schnelle, dialoggetriebene Drehbuch, für das die Regisseurin verantwortlich zeichnet, schwankt zwischen dem leise erzählten Alltagshorror einer komplizierten Mutter-Sohn-Beziehung und dem riesigen Komik-Potenzial einer Sex-Drugs-and-Rock'n'Roll-Generationsgeschichte. Ein Teil der Komik ebenso wie der Dramatik resultiert aus den unvereinbaren Lebensmustern von Mutter und Sohn, und man ahnt, welche Konflikte sich in der Vergangenheit abgespielt haben müssen. Frances McDormand triumphiert in dem Part einer wilden 68erin, der Musikproduzentin Jane, die ihr erfolgreich-stressiges Berufsleben ganz natürlich mit ihrem Privatleben verknüpft und die Partner - meist die Musiker, mit denen sie arbeitet - wie die Bands wechselt, die sie produziert. Folgerichtig muss sich der Sohn anders entwickeln: Sam (Christian Bale), ein ernsthafter junger Mann mit Abschluss der Harvard Medical School, zögert, der Mutter seine junge Verlobte Alex (Kate Beckinsale) vorzustellen. Und er hat allen Grund dazu. Der angehende Psychiater kehrt mit Alex nach L.A. zurück, um eine Stelle in einer Klinik anzutreten. Er wähnt die Mutter in ihrem Strandhaus und erhofft sich Frieden für sich und Alex, die eifrig an ihrer Dissertation arbeitet, aber bald mehr Interesse am Lebensstil der Mutter und der Band als an ihrer wissenschaftlichen Karriere zeigt. Ihre aufreizende Unschuld wiederum weckt die Neugier und Fantasie sowohl der Mutter als auch ihres wesentlich jüngeren Freundes, dem Sänger und Lebenskünstler Ian (Alessandro Nivola). Bei einer Party im Chateau Marmont wird sich Jane in letzter Sekunde der Konsequenzen ihres Handelns bewusst. Auch der in Verwirrung gestürzte und von einer attraktiven Kollegin in Versuchung geführte Sam besteht seine Feuerprobe.
Durchaus ernsthaft, aber immer unterhaltsam reflektiert der Film, wie Mutter und Sohn sich aus der Isolation ihrer Lebenswelten aufeinander zu bewegen.
Am Ende scheint ein Zusammenleben im legendären, titelgebenden Laurel Canyon, der in den 70ern und 80ern für sein ausuferndes Partyleben in der Musikszene berühmt war, möglich. Cholodenko mischte in den Soundtrack Stücke von Bands wie Sparklehorse und Sebodah, T Rex, Roxy Music und Steely Dan. Selbst ein Valley Girl und Absolventin der Columbia University Film School in New York lief ihr erster Film "High Art" bereits 1998 erfolgreich auf internationalen Festivals. Mit "Laurel Canyon" gelingt Cholodenko, offensichtlich inspiriert von 70er Kinolegenden wie Mike Nichols und Bob Rafelson, ein genaues, wenn auch etwas dialoglastiges Zeitporträt und ein intensives Amerika-Kaleidoskop, das vor allem vom Charme der großen Frances McDormand als potrauchendem ewigem Hippie lebt. boe.
| Darsteller: | Frances McDormand | als Jane | |
|---|---|---|---|
| Christian Bale | als Sam | ||
| Kate Beckinsale | als Alex | ||
| Natascha McElhone | als Sara | ||
| Alessandro Nivola | als Ian | ||
| Louis Knox Barlow | als Fripp | ||
| Russell Pollard | als Rowan | ||
| Imaad Wasif | als Dean | ||
| Mickey Petralia | als Mickey | ||
| Melissa De Sousa | als Claudia | ||
| Alexandra Carter | als Darla | ||
| Michelle Demirjian | als China | ||
| Rick Gonzalez | als Wyatt | ||
| Dennis Howard | als Mr. Elliot | ||
| Catherine McGoohan | als Mrs. Elliot | ||
| Marcus Ashley | als Tom | ||
| Regie: | Lisa Cholodenko | ||
| Buch: | Lisa Cholodenko | ||
| Musik: | Craig Wedren | ||
| Kamera: | Wally Pfister | ||
| Produzent: | Susan Stover | ||
| Jeffrey Levy-Hinte | |||
Laurel Canyon in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Filmografien, Trailer
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