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Leaving Las Vegas

Unter die Haut gehendes Alkie-Drama, für das Hauptdarsteller Nicholas Cage mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.


Leaving Las Vegas

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Erhältlich seit:
01.04.2010

Drama

USA/Frankreich 1995
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16

Nicolas Cage
Elisabeth Shue
Julian Sands

Regie: Mike Figgis
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Leaving Las Vegas

Ben Sanderson ist am Ende. Von seiner Frau verlassen fängt der Drehbuchautor an, unkontrolliert zu trinken. Schließlich kratzt er sein letztes Geld zusammen und fährt nach Las Vegas. Sein Ziel: Soviel zu trinken, bis er stirbt. In der Wüstenstadt verliebt er sich allmählich in die Prostituierte Sera und zieht bei ihr ein. Aus der anfänglichen Freundschaft zwischen den beiden Außenseitern erwächst allmählich Liebe, die jedoch auf brutale Belastungsproben gestellt wird.

Mike Figgis ("Mr. Jones") gelang eine der ungewöhnlichsten Love Storys der Hollywood-Geschichte. Die intensive, kompromißlose Beziehung zwischen zwei Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, erzählt der britische Regisseur sowohl schonungslos realistisch als auch anrührend poetisch. Nicolas Cage ("The Rock") erhielt für seine unsentimentale loser-Darstellung den Oscar und auch Elisabeth Shue ("Cocktail") katapultierte sich mit ihrem Huren-Porträt in die erste Reihe der weiblichen Hollywood-Garde. Ein Hit.

Leaving Las Vegas

Wie schön, daß es trotz aller Megalomanie in der Branche immer wieder auch das Gegenteil gibt: Filme mit kleinem Budget und großer Story. Mike Figgis beweist erneut, daß er einen packenden, verstörenden, hervorragenden Film machen kann - mit wenig Geld, wenig Zeit und viel Talent. "Leaving Las Vegas" ist ein atemberaubend intensiver, kompakter Film, der seine Geschichte, sein Thema keinen Moment verläßt und dem Zuschauer keine Erholungspause gönnt. Die Story ist ein konsequenter und kompromißloser Abstieg in den Untergang. Ein erfolgloser Hollywood-Autor (Nicholas Cage spielt ihn mit beängstigendem Realismus) ist dem Alkohol verfallen und spürt, daß er aus dem Teufelskreis nicht mehr herauskommt. Er hebt den Rest seines Geldes vom Konto ab und begibt sich dorthin, wo die Bars niemals schließen: Las Vegas. Bei seiner Tour durch die dortige Trinker-, Spieler-, Dealer- und Stricher-Szene gerät er immer mehr an den immer schäbiger werdenden Rand des verlogenen Glitzerambiente und immer tiefer hinein in die düstere Welt der Verzweifelten und Verlorenen. Ben Sanderson lernt Sera kennen - der Schriftsteller und die Hure. Figgis geht mit diesem Topos ziemlich subtil und beklemmend veristisch um. Er benutzt Klischees und gibt ihnen einfach einen anderen Inhalt. Sera (Elisabeth Sue spielt sie mit rigoroser Hingabe an diese verzweifelte Figur, eine bemerkenswerte Schauspielerin!) verliebt sich in Ben, in seine Verletzlichkeit - und er geht schließlich auf ihr Angebot ein, zu ihr zu ziehen. Die einzige Bedingung, die er stellt: Sie soll ihn nie bitten, auffordern oder gar zwingen, mit dem Trinken aufzuhören. So entsteht auf der Leinwand eines der seltsamsten, bewegendsten und auf ungewöhnliche Art romantischsten Liebespaare der Filmgeschichte. Beide sind so ausschließlich auf einander und ihre Liebe angewiesen und konzentriert, so unerbittlich ihren Emotionen ausgeliefert und ebenso ihren seelischen und körperlichen Verfassungen, daß man als Zuschauer nicht nur immer tiefer in das Geschehen auf der Leinwand hineingesogen wird, sondern auch mehr und mehr das Gefühl bekommt, dem Kranken helfen zu wollen. Figgis schafft beim Zuschauer ein überwältigendes Maß an Beteiligtsein, wie es selten heute im Kino passiert. Und er bringt es außerdem fertig, den Alkoholismus wirklich als Krankheit zu begreifen, den physisch immer mehr abbauenden Mann als Kranken zu sehen, seine Selbstzerstörung als letzten Ausweg und als Erlösung zu sehen. Ein Mann sucht seinen Tod, läßt sich durch nichts davon abbringen und findet ihn schließlich auch. Mike Figgis inszeniert diese Passion wie einen Blues, Jazz in seiner ursprünglichsten, existentialistischen Form - und Figgis ist, wie schon bei seinem phänomenalen "Stormy Monday", sein eigener Komponist und Musiker. Das macht den Film so beunruhigend klaustrophobisch wie aus einem Stück. Und die Cameo-Auftritte von Figgis selbst und seinen Freunden Julian Sands (als Seras litauischer Zuhälter), Bob Rafelson, Valeria Golino, Lou Rawls geben dem Film etwas wunderbar Persönliches, Intimes. "Leaving Las Vegas" ist kein versöhnliches Drama, sondern ein unversöhnliches Delirium. Großes Kino, weil es vom Leben handelt, auch wenn es um den Tod geht. fh.

Leaving Las Vegas

Drehbuchautor Ben Sanderson ist beruflich wie privat gescheitert und dem Alkohol verfallen. Desillusioniert und müde begibt er sich nach Las Vegas, um sich in der Glitzermetropole zu Tode zu trinken. Durch die Begegnung mit der Prostituierten Sera findet er überraschend Liebe und Geborgenheit. Es entsteht eine intensive Freundschaft und Sera begleitet Ben auf einem Leidensweg, ohne ihn jedoch von seinem Vorhaben abzuhalten.

Quelle: Studiocanal

Featurette; B-Roll; Interviews; alle Arthaus-Collections in Überblick; Booklet mit exklusiven Texten zum Film

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Nicolas Cage   als Ben Sanderson
  Elisabeth Shue   als Sera
  Julian Sands   als Yuri
  Richard Lewis   als Peter
  Valeria Golino   als Terri
  Steven Weber   als Marc Nussbaum
  Graham Beckel   als Barmixer
  R. Lee Ermey   als Versammlungsteiln.
  Laurie Metcalf   als Vermieterin
  David Brisbin   als Vermieter
  Xander Berkeley   als Zynischer Taxifahrer
  Lou Rawls   als Anteilnehmender Taxifahrer
  Mike Figgis   als 1. Gangster
  Kim Adams   als Sheila
  Emily Procter   als Debbie
  Stuart Regen   als Mann an Bar
  Thomas Kopache   als Mr. Simpson
  Waldemar Kalinowski   als 2. Gangster
  Ed Lauter   als 3. Gangster
 
Regie:  Mike Figgis  
Buch:  Mike Figgis  
Musik:  Mike Figgis  
  Anthony Marinelli  
  Sting  
Kamera:  Declan Quinn  
Produzent:  Lila Cazès  
  Annie Stewart  

Cage als untoter Rächer

<br />Ersteht von den Toten auf: Nicolas Cage

<br />Ersteht von den Toten auf: Nicolas Cage

Nicolas Cage spielt gern den Superhelden. So richtig in seinem Element ist der Ex-Ehemann von Patricia Arquette ("Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung") nur dann, wenn alles in die Luft fliegt und er trotzdem die Welt von größerem Schaden bewahren kann. Seine Rollen in "Con Air" und "8MM" machten ihn zur Action-Ikone.

Somit war es nicht verwunderlich, dass er lange als aussichtsreichster Kandidat für die Titelrolle im neuen Superman-Abenteuer galt. Das Projekt ist aber geplatzt. Trotzdem darf er auf der Leinwand übernatürliche Kräfte einsetzen.

Cage, der für seine beeindruckende Darstellung eines Trinkers in "Leaving Las Vegas" an der Seite von Elisabeth Shue einen Oscar erhielt, verkörpert im verwirrenden Science Fiction-Thriller "Back Up" einen Cop, der vom Tode wieder aufersteht, um seinen eigenen Mörder zu bestrafen.

 

Leaving Las Vegas in der Fotoshow

 

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Nicolas Cage

In der Legende vom unheiligen Trinker in "Leaving Las Vegas" säuft er sich trotz der schönen Hure Elisabeth Shue, die ihn erlösen könnte,...

 

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Julian Sands

Mit seiner großen Statur, der hohen Stirn und der langen Nase im ovalen Gesicht fällt der rothaarige Julian Sands sofort auf. Der für seinen...