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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.08.2003
Originaltitel: Life or Something Like It
USA 2002
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6
Angelina Jolie
Edward Burns
Tony Shalhoub
Regie: Stephen Herek
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Auf den Oscar für ihre Rolle in dem Psychodrama "Durchgeknallt - Girl, Interrupted" und ihren Mainstream-Durchbruch als Actionheroine in "Lara Croft - Tomb Raider" lässt Angelina Jolie nun erstmals eine romantische Komödie folgen. Mit augenfälliger platinblonder Marilyn-Monroe-Mähne spielt sie eine oberflächliche TV-Reporterin, die von einem Obdachlosen prophezeit bekommt, nur noch eine Woche zu leben zu haben. Panisch beginnt sie ihre scheinbar perfekte Existenz zu hinterfragen und sucht nach dem Sinn des Lebens in den Armen eines bodenständigen Kameramanns in Gestalt von Edward Burns ("15 Minuten Ruhm").
Die Prämisse, dass professioneller Ruhm unvereinbar mit wahrer Liebe ist, wurde von Regisseur Stephen Herek ("101 Dalmatiner") bereits in seiner Showbusiness-Komödie "Rockstar" aufgegriffen. Ein sentimentaler Unterton ist auch diesmal erheblicher Bestandteil der Story, sind die Drehbuchautoren John Scott Shephard ("Joe Somebody") und Dana Stevens ("Stadt der Engel") doch beide in anrührenden Gefühlsgesten bewandert. Wie Michelle Pfeiffer in dem Drama "Aus nächster Nähe" (der damalige Kostar Stockard Channing tritt hier als abgebrühte TV-Berühmtheit auf) spielt Jolie eine ambitionierte Fersehjournalistin, die erkennen muss, dass ihre Karriere nicht alles ist. Dabei hat die Botschaft, dass Frauen für beruflichen Erfolg ihr persönliches Glück opfern müssen, auch hier einen leicht reaktionären Anstrich. Hauptmanko ist jedoch, dass die Komödie weder sonderlich erheiternd noch in ihren dramatischen Aspekten (Kindheitskomplexe, angeknackste Familienbeziehung) besonder Augenmerk vor allem auf der beträchtlichen Leinwandpräsenz der Hauptdarstellerin.
Lanie Kerrigan (Jolie) definiert ihr Leben als perfekt. Sie hat einen Job als Fernsehreporterin in Seattle, ist mit dem Baseballstar Cal (Christian Kane) verlobt, lebt in einem Designerapartment und hat die Chance, für eine nationale Nachrichtensendung engagiert zu werden. Doch als sie eine Story über den Obdachlosenprophet Jack (Tony Shalhoub in einer kleinen Rolle) bringt, sagt er nicht nur das Baseballspielergebnis und Hagelwetter für den nächsten Tag voraus, sondern warnt sie, binnen einer Woche sterben zu müssen. Als sich seine beiden ersten Prophezeihungen bewahrheiten, begibt sich Lanie in die Wohnung des Kameramanns Pete (Burns), mit dem sie sich zuvor in angedeuteter Screwball-Tradition dauernd in den Haaren hatte. Pete wird als genaues Gegenstück zu ihr angelegt. Er kleidet sich im unprätentiösen Grunge-Look, seine Wohnung ist funktionell und ohne Schnörkel, womit auch seine Persönlichkeit definiert wird. Pete ist auch für sie da, nachdem sie sich sinnlos betrinkt und sich anschließend vor laufender Kamera ungeschminkt und im Schlafanzug mit streikenden Busfahrern solidarisiert, indem sie "Satisfaction" von den Rolling Stones intoniert. Was als grandioser Gag gedacht ist (völlig unerklärlich ist die ganze Stadt hingerissen, selbst die Polizisten wippen mit), wirkt einfach nur hölzern und geradezu peinlich. Anschließend landen Lanie und Pete im Bett, und eine herzerwärmde Romanze bahnt sich an. Dies wird dadurch signalisiert, dass Lanie von Pete eingeladen wird, den Tag mit ihm und seinem kleinen Sohn im Vergnügungspark zu verbringen. Doch die große Karriere in New York ruft und dann ist da ja noch die Möglichkeit ihres bevorstehenden Ablebens.
Die Hassliebe zwischen Lanie und Pete wird von den Protagonisten recht reizvoll porträtiert und auch die Chemie zwischen ihnen ist durchaus passabel. All das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Motor dieses milden Spaßes allzu oft ins Stottern kommt. Jetzt muss man auf die nicht unbeträchtliche Zugkraft von Jolie setzen - und hoffen, dass kein Prophet von der Straße zwischenfunkt. ara.
| Darsteller: | Angelina Jolie | als Lanie | |
|---|---|---|---|
| Edward Burns | als Pete | ||
| Tony Shalhoub | als Prophet Jack | ||
| Christian Kane | als Cal | ||
| James Gammon | als Lanies Vater | ||
| Melissa Errico | als Andrea | ||
| Stockard Channing | als Deborah Connars | ||
| Lisa Thornhill | als Gwen | ||
| Gregory Itzin | als Dennis | ||
| Max Baker | als Vin | ||
| Andromeda Dunker | als Mo | ||
| Jesse James Rutherford | als Tommy | ||
| Veena Sood | als Arzt | ||
| Eric Snellman | als George | ||
| Theron Zahn | als Steve | ||
| Paul Morgan Stetler | als Limofahrer | ||
| David Dunard | als Striker Bob | ||
| Amanda Tapping | als Carrie Maddox | ||
| Dan Lewis | als Jake Manning | ||
| Margo Myers | als Lori Ruben | ||
| Regie: | Stephen Herek | ||
| Buch: | John Scott Shepherd | ||
| Dana Stevens | |||
| Musik: | David Newman | ||
| Kamera: | Stephen H. Burum | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| John Davis | |||
| Toby Jaffe | |||
| Wong Chi-Li | |||
Leben oder so ähnlich in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
Angelina Jolie
Sie ist in jeder Beziehung ein scharfes Kaliber: Angelina Jolie, Shooting Star des Jahres 2000 und Oscar-Preisträgerin für die beste...
Star
Edward Burns
Sein erster Film wurde praktisch im Wohnzimmer der Eltern gefilmt und erzählt die Geschichte von drei irischen Brüdern in Long Island, die in...
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