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Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

Aufwändige Verfilmung eines populären Jugendbuches mit Jim Carrey als Kinderschreck.


Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

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Erhältlich seit:
02.06.2005

Originaltitel: Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events

Fantasy/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 6

Jim Carrey
Jude Law
Liam Aiken

Regie: Brad Silberling
Universal Pictures Germany

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Unter der Regie von "Casper"-Macher Brad Silberling versucht Jim Carrey in der Adaption des Kinderbuch-Bestsellers drei Waisenkinder um ihr Erbe zu bringen.

Drei Waisenkinder suchen ein neues Zuhause: Klaus und Violet Baudelaire mit Schwester Sunny (Foto: UIP) Großansicht

Drei Waisenkinder suchen ein neues Zuhause: Klaus und Violet Baudelaire mit Schwester Sunny (Foto: UIP)

US-Kinderbuchverfilmungen stehen bei uns hoch im Kurs. Jetzt hat sich "Casper"-Macher Brad Silberling den Kinderbuchknüller "Lemony Snicket's - a Series of Unfortunate Events" vorgenommen und daraus einen fantasievollen Märchentrip mit Spitzenbesetzung geschaffen, der die ganze Familie zum Staunen - und Gruseln - animieren wird.

Nach dem Tod ihrer Eltern landen die drei Baudelaire-Kinder Violet (Emily Browning aus "Ghost Ship"), Klaus (Liam Aiken, zuletzt "In tierischer Mission" unterwegs) und Sunny bei dem undurchsichtigen Graf Olaf (Jim Carrey macht das Fies-Sein sichtlich Spaß).

Schnell stellt sich heraus, dass der seine Schützlinge wegen ihres Millionen-Erbes so schnell wie möglich um die Ecke bringen will. Dank Violets Klugheit überleben die Kinder jedoch und können ihren naiven Nachlassverwalter (Timothy Spall) sogar überzeugen, sie bei ihrem abenteuerlustigen Onkel Monty (Billy Connolly) unterzubringen.

Graf Olaf, der Kinderschreck (Foto: UIP) Großansicht

Graf Olaf, der Kinderschreck (Foto: UIP)

Für Jung und Alt

Schon bald ist aber auch diese glückliche Zeit vorbei, denn Graf Olaf lässt nichts unversucht, das Wohlergehen der drei Waisen ein ums andere Mal zu sabotieren.

Wer bei "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" einen bonbonbunten, harmlosen Familienfilm erwartet, hat sich mächtig geschnitten. Stattdessen präsentiert Brad Silberling in seinem witzigen und spannenden Abenteuer einen mysteriösen Kosmos bevölkert von skurrilen Erwachsenen, verfressenen See-Egeln und verschmusten Riesenschlangen.

Überdies sorgt das sensationelle Produktionsdesign à la "Beetlejuice" oder "Sleepy Hollow" für wohlige Schauer bei Jung und Alt.

Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

Zumindest das Kino nimmt Kinder ernst, wenn auch nicht unbedingt aus humanitären Gründen. Welches wirtschaftliche Potenzial in Filmen steckt, die Kinder magnetisch ins Kino ziehen, zeigte weltweit das Potter-Phänomen, das nun einen Erben finden soll. In den schrecklich-schönen Geschichten von Lemony Snicket, der nicht nur als Erzähler, sondern auch als schützende Hand drei Waisenkinder auf ihrem Weg durch das Abenteuer Leben begleitet. Die erste Verfilmung der Bestsellerreihe von Lemony Snicket, alias Daniel Handler, ist ein vielverprechender Start in ein neues Franchise: attraktiv und fantasievoll visualisiert, mit guten Kinderdarstellern und Superstar Jim Carrrey besetzt, kompatibel für Kinder und Erwachsene. Hithoffnungen für diesen Neuling, der in den USA bereits zum 100-Millionen-Dollar-Club gehört, sind somit mehr als berechtigt.

Elf Bücher hat das gewitzte PR-Schlitzohr Snicket mittlerweile produziert. Die ersten drei, "Der schreckliche Anfang", "Das Haus der Schlangen" und "Der Seufzersee", bilden die Basis für Snickets Kinodebüt, das in "Casper"-Regisseur Brad Silberling einen adäquaten Nachfolger für den ursprünglich vorgesehenen Barry Sonnenfeld gefunden hat. Bereits zur Ouvertüre wird die heile Kinderwelt rotzfrech als Illusion enttarnt, bricht Erzähler Snicket, im englischen Original wunderbar von Jude Law gesprochen, ein kitschiges Animationsmärchen abrupt ab, um zu einer neuen Geschichte anzusetzen, die kindgerecht magisch, aber in ihren Themen auch in der Realität verwurzelt ist. Das Leben ist hier bedrohlich, doch nie ohne Ausweg und Hoffnung. Die Erwachsenen variieren zwischen gutherzig und dämonisch, zeigen aber einen gemeinsamen Zug, weil sie Kindern nie zuhören. Die Kids brauchen Geborgenheit, erweisen sich aber im Handeln reifer als die älteren Generationen und als gewitzte Problemlöser. Hauptfiguren sind die drei Baudelaire-Geschwister: die 14-jährige Violet, eine vernunftbegabte Erfinderin, der zwölfjährige Klaus, ein allwissender Bücherwurm und Schnullerfloh Sunny, deren altkluges Kleinkindgebrabbel nur von ihren Geschwistern verstanden wird. Der Zuschauer bekommt Verständnishilfen durch Untertitel, die zu den komischen Highlights des Films gehören. Der freche Witz zeigt sich im Dialog, im Ton des Erzählers, aber auch in visuellen Randnotizen, wie etwa zu Beginn in einem Scrabblespiel, in dem sich beinhart erwachsene Obsessionen verstecken.

Wie in vielen berühmten Märchen sind die Baudelaires Waisen, nachdem ein Brand ihre Eltern getötet hat. Von einem sympathischen, aber naiven Vormund werden sie auf eine Odyssee durch ihre Verwandtschaft geschickt, die sie in Pflege nimmt. Den Anfang macht der selbstverliebte, durchtriebene und skrupellose Graf Olaf, der es nur auf das Erbe abgesehen hat und die Kinder schnell und sprichwörtlich aufs (tödliche) Abstellgleis schiebt. Dank der Koalition ihrer kreativen Kräfte bleiben sie am Leben. Weniger Glück ist ihren nächsten Pflegeeltern beschieden, einem liebenswerten Onkel (Billy Connolly) und einer überängstlichen Tante (Meryl Streep), die beide Opfer des in verschiedenen Verkleidungen auftauchenden, nur von den Kindern durchschauten Grafen werden. Mit Hakennase, Schütterhaar und der gebotenen Theatralik eines Mannes, der sich (eine hübsche Ironie) für einen verkannten großen Schauspieler hält, zieht Jim Carrey hier ungebremst vom Leder, kann sogar seine auf Preisverleihungen bereits präsentierte "Raptoren"-Nummer zum Besten geben. Wer nicht ausgesprochen Carrey-phob in diesen Film geht, amüsiert sich über seinen penetranten Grafen, der wie das Gesamtambiente kontrolliert bedrohlich wirkt. Obwohl der komplett im Studio gedrehte Film, der in Kamera, Design, Musik und Kostümen Spitzenkräfte beschäftigt, in Bildern und Handlung von einem düsteren Ton geprägt ist, ist dieser nie übermächtig, finden die Kinder selbst Antworten auf die Probleme, die das Leben ihnen in den Weg stellt. Damit ist dieser Silberling, der im Transfer zu einem visuellen Medium erwartungsgemäß Charaktervertiefungen zugunsten von Schauwerten opfert, zwar pädagogisch, vor allem aber auch unterhaltsam. Für Kinder und Erwachsene. kob.

Darsteller:  Jim Carrey   als Graf Olaf
  Jude Law   als Lemony Snicket/Erzähler
  Liam Aiken   als Klaus Baudelaire
  Emily Browning   als Violet Baudelaire
  Timothy Spall   als Mr. Poe
  Catherine O'Hara   als Justice Strauss
  Billy Connolly   als Onkel Monty
  Cedric the Entertainer   als Constable
  Luis Guzmán   als Glatzkopf
  Jennifer Coolidge   als Frau mit dem weißen Gesicht 1
  Meryl Streep   als Tante Josephine
  Kara Hoffman   als Sunny Baudelaire
  Shelby Hoffman   als Sunny Baudelaire
  Jane Adams   als Frau mit dem weißen Gesicht 2
  Craig Ferguson  
  Jamie Harris  
 
Regie:  Brad Silberling  
Buch:  Robert Gordon  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Emmanuel Lubezki  
Produzent:  Walter F. Parkes  
  Laurie MacDonald  
  Jim van Wyck  

"Man muss lernen, optimistisch zu sein"

Brad Silberling hat vor zwei Jahren mit "Moonlight Mile" eine persönliche Tragödie aufgearbeitet. Mit "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" widmet er sich nun einem Stoff mit Franchise-Potenzial.

Brad Silberling am Set von "Lemony Snicket" (Foto: UIP) Großansicht

Brad Silberling am Set von "Lemony Snicket" (Foto: UIP)

» Was faszinierte Sie an den "Lemony Snicket"-Erzählungen??

BRAD SILBERLING:

Eigentlich hatte ich nicht vor, mich nach "Casper" wieder der Familienunterhaltung zuzuwenden. Ich stand der Sache zunächst misstrauisch gegenüber. Doch nachdem ich die ersten drei Erzählungen gelesen hatte, war ich überrascht, wie umstürzlerisch und verspielt sie sind. Das hat mich davon überzeugt, dass man daraus einen fantasievollen Film machen könnte, der Erwachsene und Kinder gleichermaßen begeistert.

Lernen, optimistisch zu bleiben. Auch in ausweglosen Situationen. (Foto: UIP) Großansicht

Lernen, optimistisch zu bleiben. Auch in ausweglosen Situationen. (Foto: UIP)

» Daniel Handlers Geschichten sind gruseliger als die "Harry Potter"-Bücher.

Ich glaube der Daniel wollte sich bewusst von "Harry Potter" abgrenzen: Dort werden Probleme oft einfach mit Magie gelöst. "Lemony Snicket" beschreibt eine Welt, in der - ganz wie in der Realität - Ereignisse nicht immer erklärbar sind und Menschen für ihre Taten nicht immer belohnt werden.

Man muss lernen, optimistisch zu sein, auch wenn man mit der dunklen Seite des Lebens konfrontiert wird. Das unterscheidet die Kinder im Film von den meisten anderen: Diese ungetrübt positive Haltung wollte ich herausstellen. Davon können die Kinder im Kino lernen.

"Die Leute sind hungrig nach etwas Neuem." (Foto: UIP) Großansicht

"Die Leute sind hungrig nach etwas Neuem." (Foto: UIP)

» Was haben Sie selbst gelernt?

Das, was auch Daniel Handler hat feststellen müssen. Journalisten und Zuschauer waren ebenso geschockt: Wie kann so eine Geschichte aus einem Studio kommen, ohne vorher "desinfiziert" und angepasst zu werden? Ich musste nicht viel kämpfen. Die Leute sind hungrig nach etwas Neuem, das nicht den Geschichten ähnelt, mit denen man seit Jahren überflutet wird. Das ist für mich eine ermutigende Entdeckung.

» Der visuelle Stil des Films erinnert an Tim Burton. Fürchten Sie nicht, in eine Schublade gesteckt zu werden?

Was die Leute sehen, ist nicht in erster Linie Tims Stil, sondern der von Edward Gorey - Tims wohl liebster Künstler. Das Set ist ein bisschen expressionistisch und die Farbtöne und Kameraperspektiven haben sicher etwas von Gorey. Das ist amüsant, denn Handler hat einen Text geschrieben, der etwas von Roald Dahl, Gorey und Dickens hat. Wir wollten diese verschiedenen Stile ausprobieren und zusammenführen. Gorey war schon lange vor Tim Burton ein Star. Mein Grafiker Rick Heinrichs ist auch ein großer Fan von Gorey. Rick war zusammen mit Tim beim Cal Arts Institute.

Graf Olaf: Der böse Mann aus Kinderträumen (Foto: UIP) Großansicht

Graf Olaf: Der böse Mann aus Kinderträumen (Foto: UIP)

» Würden Sie Ihre Kinder unbeaufsichtigt ins Kino lassen, wenn der Furcht einflößende Jim Carrey als Graf Olaf sein Unwesen treibt?

Meine Tochter ist erst drei. Ich möchte warten, bis sie zwei oder drei Jahre älter ist. Leute reden sehr viel darüber, was Furcht einflößend ist und was nicht. Ich glaube, dass es einer der schlimmsten Albträume von Kindern ist, dass es einen bösen Mann gibt, der immer wieder zurückkommt.

Ich würde meine Tochter dann natürlich begleiten. Jeder Elternteil sollte die Sensibilität seines Kindes selbst einschätzen.

Jim Carrey: Herrlicher Komödiant und beeindruckender Charakterdarsteller (Foto: UIP) Großansicht

Jim Carrey: Herrlicher Komödiant und beeindruckender Charakterdarsteller (Foto: UIP)

» War Carrey Ihre erste Wahl?

Der Sohn von Jims Manager ist ein großer Fan der Bücher und meinte, dass Jim einfach Graf Olaf spielen müsse. Also ist ein kleiner Mann namens Sam Miller für das Casting verantwortlich. Jim ist ein herrlicher Komödiant und ein beeindruckender Charakterdarsteller. Das in einem Film zu verbinden, ist herrlich.

» Möchten Sie jetzt noch mehr Kinderfilme drehen?

Ich lege mich nicht gerne fest. Das sieht man an meinen bisherigen Filmen. Kinderfilme sind tatsächlich die schwierigsten. Die kindliche Vorstellungskraft ist unglaublich, was hohe Erwartungen an einen Film stellt. Deswegen ist es sehr schwer, erfolgreich in der Familienunterhaltung zu arbeiten.

Weder nett noch zurechnungsfähig (Foto: UIP) Großansicht

Weder nett noch zurechnungsfähig (Foto: UIP)

» Welche Änderungen haben Sie nach Test-Vorführungen vorgenommen?

Das einzige, was wir geändert haben, war der Schluss. Wir hatten zuerst vor, zu zeigen, wie Olaf mit Hilfe seiner Kumpane an Drähten über das Publikum fliegt und entkommt. Doch die jungen Zuschauer dachten, das sei nur eine Fantasie. In den Büchern ist es aber sehr wichtig, dass Graf Olaf immer davon kommt. Also haben wir die Szene gelöscht und lassen nun mit den Schilderungen aus dem Munde von Lemony Snicket keinen Zweifel daran, dass Olaf entwischt.

Eltern waren während der Tests immer leicht verstimmt, weil sie nicht verstanden, warum die Geschwister nicht mit netten und zurechnungsfähigen Aufsichtspersonen in Kontakt kommen und warum die Erwachsenen so schlecht dargestellt werden. Aber die Kinder hatten ein unglaublich feines Gespür für die Geschichte.

Eine faszinierende, handgemachte Welt (Foto: UIP) Großansicht

Eine faszinierende, handgemachte Welt (Foto: UIP)

» Haben Sie sich schon über eine Fortsetzung geeinigt?

Ich habe Handler am 13. Januar getroffen. Er ist mit seinem elften Buch schon halb fertig. Jim Carrey wurde von Paramount schon für weitere Teile verpflichtet. Ich bin für alles offen.

Mich hat vor allem fasziniert, dass wir eine handgemachte Welt geschaffen haben. Wir haben alle Drehorte, egal ob innen oder außen, als echte Sets aufgebaut und nicht im Computer erzeugt. Wenn also das Drehbuch stimmt und Jims Terminkalender es zulässt, dann ist ein Sequel sehr gut möglich.

"Casper", ein Frühwerk Silberlings (Foto: UIP) Großansicht

"Casper", ein Frühwerk Silberlings (Foto: UIP)

» Sie sind kein Liebhaber von CGI?

Als ich "Casper" drehte, hatte ich zunächst gar keine Ahnung davon. Nach dem Film war ich ein echter CGI-Freak - was nicht heißt, dass ich mich darin verliebt hatte. Ich sehe es als Werkzeug, ich weiß, wie ich damit umzugehen habe, mag es aber eigentlich nicht besonders. Handfeste Kulissen sind mir lieber. Die machen auch die Arbeit der Schauspieler einfacher. Organische Sets machen einfach mehr Spaß.

» Wird CGI in der Kinderunterhaltung durch die Videospiel-Prägung nicht immer wichtiger?

Im Gegenteil: Gerade weil die Kinder mit den virtuellen Bildern aus den Videospiel-Konsolen überflutet sind, sind sie gar nicht mehr gewöhnt an das alte Hollywood. Dadurch wird dieses Flair alten Stils wieder interessant. Es muss Raum für beides geben. Reine CGI-Filme im Kino sind nicht das Allheilmittel: Schließlich haben die Kinder zu Hause schon in viel faszinierenden Welten am Computer gespielt.

"Die Unglaublichen", ein perfekter Familienfilm (Foto: Buena Vista) Großansicht

"Die Unglaublichen", ein perfekter Familienfilm (Foto: Buena Vista)

» Wie schätzen Sie die aktuelle Situation für Kinderfilme ein?

Wenn man das wirtschaftlich bewertet, geht es ja um Folgendes: Ein solcher Film soll nicht nur das Kind, sondern auch seine Eltern und Großeltern am Samstagnachmittag ins Kino locken. Wenn das gelingt, sind die Chancen hoch, dass der Film, finanziell gesehen, erfolgreich ist. Die Dreamworks-Filme "Shrek" und "Große Haie - kleine Fische" oder die Pixar-Filme "Findet Nemo" oder "Die Unglaublichen" sind von Leuten gemacht worden, die - egal wie alt sie sind, ob nun 20 oder 50 Jahre - irgendwie Kind geblieben sind.

Ich bin 41 Jahre alt, fühle mich aber wie 15. Nun haben wir selbst Kinder, was einen dazu befähigt, nicht nur für sich selbst als Teenager im Kopf einen Film zu machen, sondern auch für die Kinder.

Qualifiziert für den nächsten "Harry Potter"? (Foto: Warner) Großansicht

Qualifiziert für den nächsten "Harry Potter"? (Foto: Warner)

» Denken Sie, dass Sie sich jetzt für einen "Harry Potter"-Film qualifiziert haben?

Ich sollte den ersten drehen, weil ich zuvor "Stadt der Engel" für Warner gemacht habe. Dann aber wurden andere Kontakte wurden geknüpft, und ich wandte mich meinen eigenen Projekten zu.

Ich denke, all diese Filme, so großartig sie sind, haben das Problem, dass die Geschichten immer in einer Schule mit den selben Figuren spielen. Alle wegweisenden Entscheidungen wurden am Anfang getroffen. Als Regisseur ist das weniger befriedigend, weil man nicht mehr so kreativ sein kann. Deswegen habe ich abgelehnt, als sie für den dritten Teil bei mir anfragten. Sollte ich nicht die Fortsetzung zu "Lemony Snicket" drehen, dann hätte ein anderer Regisseur immer noch die Möglichkeit, seiner Kreativität mit Jim Carrey und den beiden Kindern an den unterschiedlichsten Orten und mit dem fantasievollen Hintergründen freien Lauf zu lassen.

Auch im nächsten Projekt stehen Kinder im Mittelpunkt (Foto: UIP) Großansicht

Auch im nächsten Projekt stehen Kinder im Mittelpunkt (Foto: UIP)

» Ihr nächstes Projekt ist "The Lost Boys of Sudan". Worum geht es dabei?

Das ist die Geschichte einer Gruppe sudanesischer Flüchtlinge Ende der 80er Jahre. Meistens waren es Waisenkinder im Alter von vier bis fünf oder acht bis neun Jahren. Die sudanesische Regierung rekrutierte damals Kinder für den Bürgerkrieg. Viele konnten nach Äthiopien flüchten, wurden aber auch dort nach einiger Zeit wieder vertrieben. Als USA und UNO Wind davon bekamen, wurden einige von ihnen in die Staaten gebracht. Im Frühjahr werden wir mit den Planungen und im Spätsommer in Namibia und Südafrika mit den Dreharbeiten beginnen.

 

Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse in der Fotoshow

 

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