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Leroy

Coole Berliner Komödie für Jugendliche, die locker und politisch unkorrekt auch ernste Themen wie Neonazismus einbindet.


Leroy

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Erhältlich seit:
28.03.2008

Komödie/ Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 12

Alain Morel
Anna Hausburg
Constantin von Jascheroff

Regie: Armin Völckers
Warner Home Video Germany

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Er ist gut erzogen, deutsch und schwarz: das reicht, um kräftig anzuecken.

Für Eva legt Leroy sich mit ihren Skinhead-Brüdern an (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Für Eva legt Leroy sich mit ihren Skinhead-Brüdern an (Foto: X Verleih (Warner))

Sein Afro-Look ist das Auffallendste an Leroy (Alain Morel). Und den trägt er auch nur, weil sein Vater schon einen hatte. Ansonsten ist der 17-jährige Berliner Schüler kultiviert und brav, spielt lieber Cello statt Basketball, ein netter Langweiler mit einem übernatürlichen Talent für Ungeschicklichkeiten. Völlig unbegreiflich, dass die süße Eva (Anna Hausburg) auf Mr. Uncool abfährt und eine zarte Romanze beginnt.

Damit fangen aber auch die Schwierigkeiten an, denn Evas Familie entpuppt sich als rechtsradikal, ihre fünf humorlosen Skinhead-Brüder verprügeln am liebsten Farbige. Da erwacht der Kämpfer in Leroy: Er trommelt seine Leute zusammen, kämpft um seine Liebe und lässt auf seine Art die Black-Power-Bewegung aufleben, sein Motto "Werdet funky statt fascho".

Wer von Leroy was will, muss erst an seinen Freunden vorbei (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Wer von Leroy was will, muss erst an seinen Freunden vorbei (Foto: X Verleih (Warner))

Locker angegangen

Locker, leicht und politisch unkorrekt bindet Armin Völckers in seinem Langfilm-Regiedebüt Themen wie Ausländerhass und Neonazismus in eine coole Berliner Komödie für Jugendliche ein. Den passend funkigen Soundtrack liefern unter anderem Afrob und Curse.

Leroy

Locker, leicht und politisch unkorrekt bindet Regiedebütant Armin Völckers brisante Themen wie Ausländerhass und Neonazismus in seine coole Berliner Komödie ein.

Dass man schwergewichtigen Themenkreisen wie Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit auch auf sehr lockere und humorvolle Weise beikommen kann, ohne die Situation zu verharmlosen, das beweist der mindestens so amüsante wie intelligente Jugendfilm "Leroy". Er stammt aus der Feder des Regienovizen Armin Völckers, der zunächst als bildender Künstler arbeitete und dann ins Drehbuchfach wechselte. Sein erster Langfilm basiert auf seinem ersten Kurzfilm "Leroy räumt auf", wo er bereits seine Hauptfigur vorstellen konnte. Dieser Leroy (ein Naturtalent: Newcomer Alain Morel) ist 17, lebt im Berlin von heute, spielt Cello und ist Deutscher. Einziger Unterschied zu seinen Mitschülern: er ist schwarz. Was für ihn und die meisten seiner Freunde weiter kein Problem darstellt. Doch dann verguckt sich Leroy in Eva (sehr süß, sinnlich und sexy: Anna Hausburg) und sie sich in ihn. Die beiden verstehen sich prima, wären da nicht Evas kahlköpfige Brüder, die aus ihrer rechtsradikalen Gesinnung keinen Hehl machen und ihrer Schwester dringend raten, den "Nigger" fallen zu lassen und sich gefälligst einen standesgemäßen Freund zu suchen. Die beiden Verliebten denken aber gar nicht daran, ihre Romanze aufzugeben und versuchen, über alle Vorurteilsschranken hinweg ihr Leben weiterzuleben. Als es jedoch zu einer Schlägerei kommt, bei der ausgerechnet Eva schwer verletzt wird, scheinen die bösen Mächte ein weiteres Mal zu obsiegen. Doch so leicht lässt sich eine Kämpfernatur wie Leroy nicht ins Abseits stellen.

Drastische Überzeichnungen, wohin man schaut. So hören Evas Brüder auf die altdeutschen Namen Horst, Siegfried oder Wotan und werden als hirnlose Schläger porträtiert. Auf der anderen Seite Schöngeist Leroy, dessen Vater (der einstige Fassbinder-Star Günther Kaufmann als herzensguter Chaot) Spezialist für sinnlose Erfindungen ist, und zu dessen besten Freunden der Halbgrieche Dimitrios und der Palästinenser Achmed zählen. Dazwischen wird munter über Hautfarben und nationale Identität philosophiert sowie die Frage diskutiert, warum die Deutschen ein Problem damit haben, das Wort Jude auszusprechen. Frech, manchmal ein wenig naiv und möglichst politisch unkorrekt - so präsentiert sich diese coole und erfrischend andersartige Komödie, die gleichzeitig als nicht ganz ernst gemeinte Hommage an die Blaxploitation-Filme der siebziger Jahre und deren Flaggschiff "Shaft" durchgeht, was sich in Leroys Afrofrisur, einem Videotheken-Besuch bei seinen schwarzen Brüdern und ganz besonders im funkigen Soundtrack niederschlägt. Der wird dominiert von deutschen HipHop-Größen wie Afrob, Curse, Harris und Clueso, die maßgeblichen Anteil am Gelingen dieses Mix aus Love Story, Porträt eines Außenseiters, der gar keiner ist, und "schwarzer" Komödie haben. Da verzeiht man "Leroy" und seinem Regisseur sogar das Ende, das ein wenig zu übertrieben positiv, optimistisch und somit leider sehr unrealistisch ausgefallen ist. lasso.

Leroy

Leroy ist 17 Jahre, deutsch - und schwarz. Auf dem Kopf hat er einen großen Afro. Statt Hip-Hop zu hören, spielt er lieber Cello und hängt mit seinen Kumpels dem Halbgriechen Dimi und dem Palästinenser Achmed ab. Und alle haben eine Freundin, nur Leroy nicht. Als sich ausgerechnet die süße Eva auf dem Schulhof in ihn verguckt, ist niemand überraschter und beglückter als Leroy selbst. Doch das erste Verliebtsein entpuppt sich als ganz schön kompliziert. Evas Familie ist so rechts, dass sie selbst ihre Wellensittiche nach Hitlers Generälen benannt hat. Ihre fünf glatzköpfigen Brüder wollen sich den schwarzen Freund der Schwester natürlich lieber heute als morgen vorknöpfen. Doch so einfach gibt Leroy nicht auf. Er trommelt seine Leute zusammen, kämpft um seine Liebe und lässt auf seine ganz eigene Art die Black-Power-Bewegung wieder aufleben, getreu dem Motto: "Werdet funky statt fascho!"

Armin Völckers Komödie LEROY schickt ihren coolen jungen Helden auf den Spuren des lässigen Blaxploitation-Kinos der Siebziger durch den Großstadtdschungel Berlins, das Abenteuer der ersten Liebe und die Gefahren des Andersseins. LEROY ist dabei nicht nur politisch herrlich unkorrekt und nimmt kein verschämtes Blatt vor den Mund, sondern hat auch einiges Wichtiges zu sagen. Die Produktion von Oliver Stoltz (LOST CHILDREN, KNOCKIN' ON HEAVEN'S DOOR) zeigt, dass man von Rassismus und Gewalt auch frech und frei von moralinem Ballast erzählen kann. LEROY macht jede Menge Spaß und begegnet Intoleranz und brauner Dummheit mit hemmungslos schwarzem Humor. Den richtigen Beat bekommt Leroys Reise mit eigens für den Film produzierten Songs afro-/deutscher Hip-Hop-Stars wie Afrob, Curse, Harris, Clueso und zum Soundtrack beigesteuerten Songs von Seeed und Jan Delay.

Quelle: Warner Home Video

Audiokommentar (mit Autor/Regisseur Armin Völckers und den Darstellern Alain Morel und Eva Mannschott), Interviews (Alain Morel (Leroy) Anna Hausburg (Eva) Constantin von Jascheroff (Dimi) Günther Kaufmann (Leroys Vater) Armin Völckers (Regie) Oliver Stoltz (Produzent) Afrob (Blacula/Musik) Denyo & Clueso (Musik)), Nicht verwendete Szenen, Trailer, verpatzte Szenen

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Alain Morel   als Leroy
  Anna Hausburg   als Eva
  Constantin von Jascheroff   als Dimitrios
  Eva Mannschott   als Leroys Mutter
  Günther Kaufmann   als Leroys Vater
  Arnel Taci   als Achmed
  Afrob   als Blacula
  Paul Maaß   als Hanno
  Julius Jellinek   als Horst
  Cay Helmich   als Evas Mutter
  Conrad F. Geier   als Evas Vater
  Wilfried Hochholdinger   als Jerome
  Andreas Schulz   als Siegfried
  Raphael Wildt   als Wotan
  Kerem Can   als Zoltan
  Oktay Özdemir   als Achmeds Bruder
 
Regie:  Armin Völckers  
Buch:  Armin Völckers  
Musik:  Ali N. Askin  
Kamera:  Tony Mitchel  
Produzent:  Oliver Stoltz  
 

Leroy in der Fotoshow

 

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Günther Kaufmann

Deutscher Schauspieler. Sohn eines Besatzungssoldaten und Stammschauspieler in Filmen von Rainer Werner Fassbinder (von "Whity" bis "...

 

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Afrob

Der deutsche Rapper Afrob, dessen Familie ursprünglich aus Eritrea stammt, wird unter dem bürgerlichen Namen Roberto Zemichiel 1979 in Italien geboren. Mitte...