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Letters from Iwo Jima

Clint Eastwood Schwesternprojekt zu "Flags of our Fathers".


Letters from Iwo Jima

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Erhältlich seit:
24.08.2007

Originaltitel: Letters From Iwo Jima

Drama/ Kriegsfilm

USA 2006
Laufzeit: 140 Min.
FSK: ab 16

Ken Watanabe
Kazunari Ninomiya
Tsuyoshi Ihara

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Clint Eastwoods Schwesternprojekt zu "Flags of Our Fathers".

General Kuribayashi kämpft tapfer für sein Vaterland (Foto: Warner) Großansicht

General Kuribayashi kämpft tapfer für sein Vaterland (Foto: Warner)

Während der amerikanischen Invasion auf der Pazifikinsel Iwo Jima organisiert der japanische General Kuribayashi (Ken Watanabe) mit einem Freund die Verteidigung. Obwohl die japanischen Streitkräfte hoffnungslos unterlegen sind, leisten sie den US-Truppen erbitterten Widerstand. Da viele Soldaten wissen, dass sie sterben werden, schreiben sie Briefe an ihre Angehörigen, um sich von ihnen zu verabschieden.

Direkt im Anschluss an "Flags of Our Fathers" mit japanischen Schauspielern in ihrer Muttersprache gedreht, bietet der zweifache Oscarpreisträger Clint Eastwood einen intimen Einblick in die entscheidende Zweite-Weltkriegs-Schlacht auf der Pazifikinsel Iwo Jima, die rund 20.000 Männer das Leben kostete.

Die Japaner wissen, dass ihre Lage aussichtslos ist (Foto: Warner) Großansicht

Die Japaner wissen, dass ihre Lage aussichtslos ist (Foto: Warner)

Der Feind als Mensch

Blieben die Japaner im Erstling gesichtslose Feinde, werden sie durch das Drehbuch von Skriptnovizin Iris Yamashita und Paul Haggis (Oscar für "Million Dollar Baby") als sich ebenso nach Hause sehnende Söhne, Ehemänner und Väter dargestellt wie die Amerikaner.

"Letters From Iwo Jima" ist für die 79. Academy Awards in insgesamt vier Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und Bester Tonschnitt.

Letters from Iwo Jima

Auf sein ambitioniertes Kriegsdrama "Flags Of Our Fathers" legt Clint Eastwood mit dem aus der Perspektive der feindlichen Japaner erzählten Schwesterfilm einen tief bewegenden cineastischen Coup nach.

Direkt im Anschluss an "Flags" mit japanischen Schauspielern in ihrer Muttersprache gedreht, bietet der zweifache Oscar-Preisträger einen intimen Einblick in die entscheidende Zweite-Weltkriegs-Schlacht auf der Pazifikinsel Iwo Jima, die rund 20.000 Männer das Leben kostete. Blieben die Japaner im Erstling gesichtslose Feinde, werden sie nach dem authentische Briefe als Vorlage nehmenden Drehbuch von Skriptnovizin Iris Yamashita und Paul Haggis (Oscar für "Million Dollar Baby") als sich ebenso nach Hause sehnende Söhne, Ehemänner und Väter dargestellt wie die Amerikaner. Gleichzeitig wird herausgearbeitet, dass auf beiden Seiten schwarze Schafe unvorstellbare Grausamkeiten verübten, dies jedoch eher die Ausnahme war. Weit von jeglicher Barbarei entfernt sind aufrichtige Ehrenmänner wie der hochkultivierte General Kuribayashi (ein phänomenaler Ken Watanabe) und der aristokratische Olympiasieger Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), die beide vor dem Krieg einige Zeit in den Staaten verbracht und dort Freundschaften geschlossen hatten. Doch ihre Loyalität fürs Vaterland ist absolut fraglos, auch wenn manche ihrer Untergebenen Zweifel an ihren teils unkonventionellen Methoden haben. Weniger mit Patriotismus im Sinn hat der als sympathischer Jedermann fungierende junge Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), der lieber bei seiner Familie wäre. Kurze Flashbacks skizzieren prägnante Momente im Leben der Protagonisten, wobei jedoch wesentlich geradliniger als im komplizierte Zeitschlaufen schlagenden "Flags" verfahren wird. Diese Szenen bilden die vitalen Farbkleckse in einem ansonsten monochrom farbentleerten Film, der fast schwarz-weiß wirkt. Die so von Kameramann Tom Stern kreierte visuelle Desolation spiegelt perfekt die Ausweglosigkeit der Situation wider, denn nach mehrfachen Hiobsbotschaften über mangelnde Verstärkung sind sich alle bewusst, dass sie das von ihnen gegrabene klaustrophobische Tunnelsystem der Insel nicht lebend verlassen werden.

Bereits angedeutete Ereignisse aus "Flags" finden nun ihre ausführliche Erläuterung, darunter der verstörende Handgranaten-Suizid eines Trupps, sinnlos erzwungen von ihrem fanatisch traditionellen Führer, sowie der abscheuliche Bajonett-Tod eines amerikanischen Soldaten. Mindestens ebenso stark nehmen die von Eastwood superb inszenierten Gefühlsmomente mit, die Feind mit Feind humanitär als Gleichgesinnte verbinden und dadurch ergreifend den Wahnsinn des Kriegs anprangern. Wie sein Produzent Steven Spielberg mit "Der Soldat James Ryan", wartet Eastwood unanfechtbar mit einem Klassiker des Genres auf, der es verdient hätte, als pazifistisches Pflichtprogramm in Schulen gezeigt zu werden. Der Golden Globe und die Oscar-Nominerung bestätigen dies. ara.

Letters from Iwo Jima

Vor 62 Jahren trafen die amerikanischen und japanischen Truppen auf Iwo Jima aufeinander. Jahrzehnte später fand man Hunderte von Briefen in der Erde der kargen Insel. Durch diese Briefe bekommen die Männer, die dort unter Führung ihres außergewöhnlichen Generals gekämpft haben, ein Gesicht, eine Stimme. Als die japanischen Soldaten nach Iwo Jima geschickt werden, wissen sie, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zurückkehren werden. Zu ihnen gehört der Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), der nur überleben möchte, um einmal seine neugeborene Tochter zu sehen; Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), siegreicher Reiter bei den Olympischen Spielen, der sich mit seinen Fähigkeiten und seiner Aufrichtigkeit weltweit einen Namen gemacht hat; der ehemalige Militärpolizist Shimizu (Ryo Kase), dessen Idealismus sich noch nicht in der Realität des Krieges bewähren musste; und der überzeugte Soldat Leutnant Ito (Shidou Nakamura), der eher Selbstmord begehen als sich ergeben würde. Befehligt werden die Verteidiger von Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe), der Amerika bereist hat und deshalb weiß, dass sein Land keine Chance hat. Allerdings ist er dadurch strategisch versiert genug, um die auf dem Pazifik herannahende amerikanische Armada wirkungsvoll zu empfangen. General Kuribayashi standen zur Verteidigung wenig mehr als sein eiserner Wille und das Vulkangestein der Insel zur Verfügung. Doch die erwartete schnelle und blutige Niederlage verwandelte sich durch seine neuartige Taktik in einen heldenhaften, unerbittlichen Kampf, der fast 40 Tage dauern sollte. Fast 7000 amerikanische Soldaten fielen auf Iwo Jima; über 20.000 Japaner kamen dort um. Der schwarze Sand von Iwo Jima ist von ihrem Blut durchtränkt. Doch ihre Opferbereitschaft, ihre Anstrengungen, ihr Mut und ihre Empfindungen leben weiter - in den Briefen, die sie nach Hause schrieben. Oscar-Preisträger Clint Eastwood ("Million Dollar Baby", "Erbarmungslos") erzählt die unbekannte Geschichte der japanischen Soldaten und ihres Generals, die die Insel Iwo Jima vor 62 Jahren gegen die amerikanischen Invasoren verteidigten. Bei seinen Bemühungen, ein Ereignis zu beschreiben, das beide Kulturen nach wie vor beschäftigt, fürchtete Clint Eastwood, dass ein Film allein - "Flags of Our Fathers" - nur die halbe Wahrheit berichten kann. Mit diesem beispiellosen Doppelfilm-Projekt, das unmittelbar hintereinander gedreht wurde und in zwei Teilen nacheinander ins Kino kommt, möchte Eastwood die Schlacht von Iwo Jima - und indirekt den gesamten Kriegim Pazifik - nicht nur als militärische Auseinandersetzung, sondern als Zusammenstoß zweier Kulturen darstellen. Die Geschichten in "Letters From Iwo Jima" und "Flags of Our Fathers" sind nicht die gleichen, sie werden aus verschiedenen Blickwinkeln und in verschiedenen Sprachen erzählt, doch mit beiden erweist Eastwood all jenen die Ehre, die auf beiden Seiten des Konflikts ihr Leben ließen. Der Regisseur möchte die Story aus beiden Perspektiven berichten und mit ein bisschen Glück auf diese Weise einen neuen Blickwinkel finden, aus dem man diesen erschütternden Moment unserer gemeinsamen Geschichte betrachten kann.

Quelle: Warner Home Video

Hörfilmfassung für Blinde - Englisch (Dolby Digital 2.0)
Dokumentation: Geschichte der Schlacht: Die Darsteller von Letters from Iwo Jima


Fotogalerie: Eindrücke von der Front: Die Fotografie von Letters from Iwo Jima
Making Of: Rote Sonne, schwarzer Sand: Making of Letters From Iwo Jima
US-Kinotrailer:
Und viele weitere mehr!: - Die Weltpremiere im Budokan Tokio am 15.11.2006
- Die Pressekonferenz im Grand Hyatt Tokio am 16.11.2006

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Ken Watanabe   als General Tadamichi Kuribayashi
  Kazunari Ninomiya   als Saigo
  Tsuyoshi Ihara   als Baron Nishi
  Ryo Kase   als Shimizu
  Shido Nakamura   als Lieutenant Ito
  Hiroshi Watanabe   als Lieutenant Fujita
  Takumi Bando   als Captain Tanida
  Yuki Matsuzaki   als Nozaki
  Takashi Yamaguchi   als Kashiwara
  Eijiro Ozaki   als Lieutenant Okubo
  Nae Yuuki   als Hanako
  Nobumasa Sakagami   als Admiral Ohsugi
  Lucas Elliot   als Sam
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Iris Yamashita  
  Paul Haggis  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Steven Spielberg  
  Robert Lorenz  
 

Letters from Iwo Jima in der Fotoshow

 

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