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Letters from Iwo Jima

Clint Eastwood Schwesternprojekt zu "Flags of our Fathers".


Letters from Iwo Jima

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Erhältlich seit:
22.06.2007

Originaltitel: Letters From Iwo Jima

Drama/ Kriegsfilm

USA 2006
Laufzeit: 135 Min.
FSK: ab 16

Ken Watanabe
Kazunari Ninomiya
Tsuyoshi Ihara

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Clint Eastwoods Schwesternprojekt zu "Flags of Our Fathers".

General Kuribayashi kämpft tapfer für sein Vaterland (Foto: Warner) Großansicht

General Kuribayashi kämpft tapfer für sein Vaterland (Foto: Warner)

Während der amerikanischen Invasion auf der Pazifikinsel Iwo Jima organisiert der japanische General Kuribayashi (Ken Watanabe) mit einem Freund die Verteidigung. Obwohl die japanischen Streitkräfte hoffnungslos unterlegen sind, leisten sie den US-Truppen erbitterten Widerstand. Da viele Soldaten wissen, dass sie sterben werden, schreiben sie Briefe an ihre Angehörigen, um sich von ihnen zu verabschieden.

Direkt im Anschluss an "Flags of Our Fathers" mit japanischen Schauspielern in ihrer Muttersprache gedreht, bietet der zweifache Oscarpreisträger Clint Eastwood einen intimen Einblick in die entscheidende Zweite-Weltkriegs-Schlacht auf der Pazifikinsel Iwo Jima, die rund 20.000 Männer das Leben kostete.

Die Japaner wissen, dass ihre Lage aussichtslos ist (Foto: Warner) Großansicht

Die Japaner wissen, dass ihre Lage aussichtslos ist (Foto: Warner)

Der Feind als Mensch

Blieben die Japaner im Erstling gesichtslose Feinde, werden sie durch das Drehbuch von Skriptnovizin Iris Yamashita und Paul Haggis (Oscar für "Million Dollar Baby") als sich ebenso nach Hause sehnende Söhne, Ehemänner und Väter dargestellt wie die Amerikaner.

"Letters From Iwo Jima" ist für die 79. Academy Awards in insgesamt vier Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und Bester Tonschnitt.

Letters from Iwo Jima

Auf sein ambitioniertes Kriegsdrama "Flags Of Our Fathers" legt Clint Eastwood mit dem aus der Perspektive der feindlichen Japaner erzählten Schwesterfilm einen tief bewegenden cineastischen Coup nach.

Direkt im Anschluss an "Flags" mit japanischen Schauspielern in ihrer Muttersprache gedreht, bietet der zweifache Oscar-Preisträger einen intimen Einblick in die entscheidende Zweite-Weltkriegs-Schlacht auf der Pazifikinsel Iwo Jima, die rund 20.000 Männer das Leben kostete. Blieben die Japaner im Erstling gesichtslose Feinde, werden sie nach dem authentische Briefe als Vorlage nehmenden Drehbuch von Skriptnovizin Iris Yamashita und Paul Haggis (Oscar für "Million Dollar Baby") als sich ebenso nach Hause sehnende Söhne, Ehemänner und Väter dargestellt wie die Amerikaner. Gleichzeitig wird herausgearbeitet, dass auf beiden Seiten schwarze Schafe unvorstellbare Grausamkeiten verübten, dies jedoch eher die Ausnahme war. Weit von jeglicher Barbarei entfernt sind aufrichtige Ehrenmänner wie der hochkultivierte General Kuribayashi (ein phänomenaler Ken Watanabe) und der aristokratische Olympiasieger Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), die beide vor dem Krieg einige Zeit in den Staaten verbracht und dort Freundschaften geschlossen hatten. Doch ihre Loyalität fürs Vaterland ist absolut fraglos, auch wenn manche ihrer Untergebenen Zweifel an ihren teils unkonventionellen Methoden haben. Weniger mit Patriotismus im Sinn hat der als sympathischer Jedermann fungierende junge Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), der lieber bei seiner Familie wäre. Kurze Flashbacks skizzieren prägnante Momente im Leben der Protagonisten, wobei jedoch wesentlich geradliniger als im komplizierte Zeitschlaufen schlagenden "Flags" verfahren wird. Diese Szenen bilden die vitalen Farbkleckse in einem ansonsten monochrom farbentleerten Film, der fast schwarz-weiß wirkt. Die so von Kameramann Tom Stern kreierte visuelle Desolation spiegelt perfekt die Ausweglosigkeit der Situation wider, denn nach mehrfachen Hiobsbotschaften über mangelnde Verstärkung sind sich alle bewusst, dass sie das von ihnen gegrabene klaustrophobische Tunnelsystem der Insel nicht lebend verlassen werden.

Bereits angedeutete Ereignisse aus "Flags" finden nun ihre ausführliche Erläuterung, darunter der verstörende Handgranaten-Suizid eines Trupps, sinnlos erzwungen von ihrem fanatisch traditionellen Führer, sowie der abscheuliche Bajonett-Tod eines amerikanischen Soldaten. Mindestens ebenso stark nehmen die von Eastwood superb inszenierten Gefühlsmomente mit, die Feind mit Feind humanitär als Gleichgesinnte verbinden und dadurch ergreifend den Wahnsinn des Kriegs anprangern. Wie sein Produzent Steven Spielberg mit "Der Soldat James Ryan", wartet Eastwood unanfechtbar mit einem Klassiker des Genres auf, der es verdient hätte, als pazifistisches Pflichtprogramm in Schulen gezeigt zu werden. Der Golden Globe und die Oscar-Nominerung bestätigen dies. ara.

Darsteller:  Ken Watanabe   als General Tadamichi Kuribayashi
  Kazunari Ninomiya   als Saigo
  Tsuyoshi Ihara   als Baron Nishi
  Ryo Kase   als Shimizu
  Shido Nakamura   als Lieutenant Ito
  Hiroshi Watanabe   als Lieutenant Fujita
  Takumi Bando   als Captain Tanida
  Yuki Matsuzaki   als Nozaki
  Takashi Yamaguchi   als Kashiwara
  Eijiro Ozaki   als Lieutenant Okubo
  Nae Yuuki   als Hanako
  Nobumasa Sakagami   als Admiral Ohsugi
  Lucas Elliot   als Sam
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Iris Yamashita  
  Paul Haggis  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Steven Spielberg  
  Robert Lorenz  
 

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