DVD Kaufvideo

Liebe hat zwei Gesichter

Romantische Aschenputtel-Komödie nach französischem Vorbild von und mit Barbra Streisand.


Liebe hat zwei Gesichter

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.06.1999

Originaltitel: The Mirror Has Two Faces

Komödie/ Drama

USA 1996
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 6

Barbra Streisand
Jeff Bridges
Pierce Brosnan

Regie: Barbra Streisand
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Bild 1 von 8

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Liebe hat zwei Gesichter

Der stocksteife Mathematikprofessor Gregory Larkin ist von der Liebe schon mehrfach bitter enttäuscht worden. Auf seiner Suche nach einer Beziehung, die einzig auf Intellekt und Verstand beruht, trifft er eines Tages auf Rose Morgan, die an der gleichen Universität Literatur unterrichtet. Das scheue Mauerblümchen ist von Larkin derart angetan, daß sie alsbald tatsächlich in eine Ehe ohne Sex einwilligt. Doch es dauert nicht lange, bis die beiden von ihren Gefühlen übermannt und damit die Dinge erst so richtig kompliziert werden.

Fünf Jahre nach ihrem Hit "Herr der Gezeiten" nahm Superstar Barbra Streisand erneut auf dem Regiestuhl Platz. Sie inszenierte - frei nach dem französischen Drama "Der Tag und die Nacht" von 1958 - eine romantische Aschenputtel-Komödie, in der sie selbst in der Hauptrolle die Wandlung vom häßlichen Entlein zum schönen Schwan durchlebt. Das pfiffige Duell der Geschlechter wird in Sachen Ausstattung und Kameraarbeit höchsten Maßstäben gerecht. Allein die exzellente Besetzung, neben Jeff Bridges überzeugen auch Pierce Brosnan und Lauren Bacall, macht diese amüsante Love Story sehenswert.

Liebe hat zwei Gesichter

Fünf Jahre ließ Superstar Barbra Streisand ins Land streichen, um auf ihren Erfolg "Herr der Gezeiten" diese romantische Aschenputtel-Komödie über die stets unterhaltsamen Irrwege der Liebe folgen zu lassen. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut, diesen gelungen amüsanten Diskurs über den Konflikt zwischen Verstand und Gefühl als pfiffiges Duell der Geschlechter zu inszenieren, eine Kunstform, die Hollywood in der Screwball-Ära unvergessener Helden wie Cary Grant, James Stewart und Katharine Hepburn zur Perfektion gebracht hatte.

"Liebe hat zwei Gesichter" ist das größte filmische Werk der Eitelkeit, seit Warren Beatty seiner Frau Annette Bening mit "Perfect Love Affair" anstatt Konfekt einen ganzen Film schenkte. In jeder Szene ihres dritten Films als Hauptdarstellerin und Regisseurin in Personalunion, ein loses Remake des französischen Dramas "Der Tag und die Nacht" aus dem Jahr 1958, evoziert Barbra Streisand das strahlende Starkino der vierziger Jahre - und läßt dabei vor allem sich selbst nach allen Regeln der Kunst ausleuchten, als wäre sie mit Heiligenschein auf die Welt gekommen. Ein wenig mehr Zurückhaltung hätte ihr gutgestanden, denn die anderen Darsteller überzeugen mit bescheidenem Teamgeist auf ganzer Linie: Vor allem Jeff Bridges macht in einer klassischen Cary-Grant-Rolle als stocksteifer Matheprof eine glänzende Figur - und stiehlt dem eigentlichen Star die Show.

Die Kameramänner Dante Spinotti ("Heat") und Andrzej Bartkowiak ("Herr der Gezeiten") warfen indes ihr ganzes Können in die Waagschale, um New York von seiner strahlendsten Seite als märchenhafte Traumarena für die amourösen Scharmützel der Story zu zeigen. In diesem Hort der ausnahmslos attraktiven Menschen ist die Literaturprofessorin Rose das einzige häßliche Entlein, das von der großen Liebe nur träumen kann. Auf der Suche nach einer einzig auf dem Intellekt basierenden Beziehung fernab körperlicher Attraktion stößt der von der Liebe nachhaltig enttäuschte Professor Gregory Larkin auf Rose. Gemeinsam tanzen die beiden einen der neurotischsten Pas de deux der Filmgeschichte, der in einer Hochzeitsnacht gipfelt, in der sich das frischgetraute Paar in getrennten Betten die Vier-Stunden-Fassung von "Lawrence von Arabien" auf Video ansieht. Dann schlägt unvermittelt die Liebe ein und bringt das sorgfältig errichtete, aber auf wackligen Beinen stehende Arrangement aus dem Gleichgewicht. Auch der Film beginnt zu stocken, als die Regisseurin das Mauerblümchen Rose - der Name ist Verpflichtung - doch noch erblühen läßt und so all die hehren Reden von Liebe und Schönheit, die von innen kommen sollen, mit einem Handstreich vom Tisch fegt. So kommt Rose alias Barbra wohl in den Genuß, daß sich weder Herzensbrecher Pierce Brosnan - Roses einstiger Traummann, der dann doch lieber ihre Schwester geehelicht hat - noch die Kameras an ihren Beinen sattsehen können. Der unvermittelte Bruch in Handlung und Ton des Films führt allerdings dazu, daß das letztlich wunderbare Happy End auf einer verlassenen New Yorker Straße im Morgengrauen nicht seine komplette Wirkung entfalten kann.

Das soll keinesfalls heißen, daß "Liebe hat zwei Gesichter" nicht zu gefallen weiß. Nach all den Fast-Food-Komödien dieses Jahres ist es eine Wohltat, endlich wieder von einem Chefkoch verwöhnt zu werden, der sein Handwerk versteht. Vor allem, wenn er auf so unwiderstehliche Zutaten wie brillante Nebendarsteller (neben Brosnan überzeugen Mimi Rogers, George Segal und vor allem Lauren Bacall) und herrlich beredte Dialoge aus der Feder von Richard LaGravanese zurückgreifen kann. Nur zum Nirvana fehlt dann eben doch das letzte Quentchen Zurückhaltung, das stets wie Öl bei einer an sich perfekt laufenden Komödien-Maschine wirkt. ts.

Darsteller:  Barbra Streisand   als Rose Morgan
  Jeff Bridges   als Gregory Larkin
  Pierce Brosnan   als Alex
  George Segal   als Henry Fine
  Mimi Rogers   als Claire
  Brenda Vaccaro   als Doris
  Lauren Bacall   als Hannah Morgan
  Austin Pendleton   als Barry
  Elle MacPherson   als Candy
  Leslie Stefanson   als Sara Myers
 
Regie:  Barbra Streisand  
Buch:  Richard LaGravenese  
Musik:  Marvin Hamlisch  
Kamera:  Dante Spinotti  
  Andrzej Bartkowiak  
Produzent:  Barbra Streisand  
  Arnon Milchan  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Barbra Streisand

Als Sängerin, Entertainerin und Theaterstar am Broadway war sie schon berühmt (und von Präsident John F. Kennedy bewundert), als sie...

 

Star

Jeff Bridges

Jeff Bridges, Sohn des Schauspielers Lloyd Bridges, absolvierte als Achtjähriger mit seinem Vater erste TV-Auftritte, bevor er sich dem...