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Leihvideo
Erhältlich seit:
27.08.2010
Deutschland 2009
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 6
Felicitas Woll
Maxim Mehmet
Anna Fischer
Regie: Peter Timm
Warner Home Video Germany

Mit seiner melancholisch-politischen Love Story wirft Ost-West-Komödien-Spezialist Peter Timm ("Go Trabi Go") einen nostalgischen Blick zurück ins Jahr 1989.
Kaum ist die Mauer 20 Jahre weg, da wird sie auch schon wieder aufgebaut. Zumindest im Kino. Und hier sind spätestens seit dem Oscar-Triumph von "Das Leben der Anderen" Ost-West-Geschichten wieder Trumpf. Bei Regisseur Peter Timm war das nie anders. Seine Filme "Meier" (1985), "Go Trabi Go" (1990) oder "Der Zimmerspringbrunnen" (2001) beschäftigten sich allesamt mit DDR/BRD-Themen. Eine wichtige Rolle spielte dabei immer eine gewisse Leichtigkeit, die der ausgewiesene Komödien-Spezialist ("Rennschwein Rudi Rüssel") trotz schwerer Stasi-Problematik an den Tag legte. Das gilt nun auch für "Liebe Mauer", einer klassischen und doch irgendwie unorthodoxen Liebesgeschichte zwischen einer Studentin aus dem Westen und einem Grenzer aus dem Osten:
Berlin, 1989. Franzi Schubert (Felicitas Woll) ist neu in der Stadt und besorgt sich aus Kostengründen eine Wohnung direkt an der Mauer. Das ist auch insofern praktisch, weil man dann nach drüben billig zum Einkaufen gehen kann. Bei einem ihrer Ausflüge über die Grenze wird der junge NVA-Soldat Sascha Meier (Maxim Mehmet) auf Franzi aufmerksam. Die Blicke der beiden treffen sich und sofort wird klar - da ist etwas passiert. Nur kurze Zeit später nutzt Franzi jede Gelegenheit für einen Ausflug nach drüben, um sich mit ihrem DDR-Lover zu treffen. Diese heimlichen Schäferstündchen gehen eine Zeitlang gut, bis plötzlich die Geheimdienste beider Seiten das Liebespaar ins Visier nehmen, weil man politisch Unkorrektes dahinter vermutet. Und während die zwei ihren Gefühlen (mehr oder weniger) freien Lauf lassen, stellt sich die Frage: Wann schnappen Stasi und CIA zu, oder fällt doch noch erst die Mauer?
Mehr nostalgisch-romantisch als komödiantisch geht es in diesem "Mauer"-Werk zu, das vom Setting her zuweilen an Leander Haußmanns Kassenerfolg "Sonnenallee" erinnert, sich vor allem aber durch seine detailgenaue Beobachtung auszeichnet. Da wird im Westen mit dem Golf GTI vorgefahren und sind Wände mit Steffi-Graf- und André-Agassi-Postern behängt, während in einer Ossi-Disco groß angelegte Überwachungsaktionen durchgeführt werden und sich eine kluge Kellnerin mit Sprüchen wie "Kalter Krieg und heiße Herzen - das gibt Schmerzen" als Poetin outet. Es sind vor allem die Nebendarsteller, die in der zum Teil sehr melancholisch-sentimentalen Love Story punkten können, etwa Katja Danowski als besagte Kellnerin, Thomas Thieme als fieser Stasi-Major und Gisela Trowe als Saschas einfühlsame Oma Emma. Auch Nachwuchstalent Anna Fischer ("Fleisch ist mein Gemüse") hat als burschikose und äußerst hilfsbereite Freundin des NVA-Soldaten, die sich auf einen riskanten Rollentausch mit Franzi einlässt, viele komische Momente. Allerdings geht der sächsische Dialekt des öfteren zu sehr mit ihr durch. Eher blass bleiben TV-Serien-Star Felicitas Woll in ihrer dritten Kinorolle und Maxim Mehmet, der aktuell in "Männerherzen" den liebenswerten Loser gibt und diese Rolle nun variiert. Wenn am Ende in einem originellen Abspann die Mauer nach und nach zerbröselt, dann freut man sich über 20 Jahre Deutsche Einheit und grenzenlose Liebe. lasso.
Die Studentin Franzi (Felicitas Woll) zieht im Herbst 1989 mit nicht viel mehr als ihrem Rucksack nach Berlin. Von ihrer Altbauwohnung direkt am Grenzübergang kann sie in den Osten schauen und entdeckt auf der anderen Seite der Mauer Sascha (Maxim Mehmet). Er ist Grenzsoldat wider Willen. Um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen, hat er sich für drei Jahre zur Volksarmee verpflichten müssen. Franzi und Sascha verlieben sich und arrangieren heimliche Treffen. Doch Liebe in Mauerzeiten wird beobachtet - und zwar auf beiden Seiten der Mauer. Wie gut, dass Saschas Jugendfreundin Uschi (Anna Fischer) ihr so ähnlich sieht. Unbemerkt tauschen die beiden Frauen ihre Ost-Westidentitäten. Endlich kann Franzi über Nacht bleiben, doch ihr Rendezvous fliegt auf. Ihr Liebe hat keine Chance, doch dann fällt die Mauer?
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Felicitas Woll | als Franzi | |
|---|---|---|---|
| Maxim Mehmet | als Sascha | ||
| Anna Fischer | als Uschi | ||
| Gisela Trowe | als Oma Emma | ||
| Karl Kranzkowski | als Vater Kurt | ||
| Margarita Broich | als Tante Jutta | ||
| Waldemar Kobus | als Schulze | ||
| Thomas Thieme | als Stasi-Hauptmann Kutzner | ||
| Stefan Dietrich | als Leutnant Schneider | ||
| Christian Bayer | als Unteroffizier Krause | ||
| Stefan Ebeling | als NVA-Unterleutnant | ||
| Frank Sieckel | als Major M. | ||
| Arnd Klawitter | als Major Wegener | ||
| Tim Williams | als CIA-Officer | ||
| Katja Danowski | als Charlie | ||
| Uwe Steimle | als Stasi-Oberleutnant Haack | ||
| Henning Peker | als Erster Spitzel | ||
| Matthias Reichwald | als Zweiter Spitzel | ||
| Holger Fuchs | als Observant | ||
| Roland Florstedt | als Kellner | ||
| Bruno F. Apitz | als Stasimann Seifert | ||
| Peer-Uwe Teska | als Offizier Passkontrolle | ||
| Olaf Burmeister | als Zöllner | ||
| Hilmar Eichhorn | als Zöllner | ||
| Jana Bauke | als Kundin | ||
| Hannelore Schubert | als Kassiererin | ||
| Karoline Teska | als Mädchen | ||
| Thomas Dehler | als Polizeioffizier | ||
| Marc Neblung | als Offizier Passkontrolle | ||
| Hendrik Arnst | als Hauswart | ||
| Kai Ivo Baulitz | als Golfmann | ||
| Matthias Manz | als Autofahrer | ||
| Hagen Oechel | als Autofahrer | ||
| Holger Stockhaus | als Demonstrant | ||
| Regie: | Peter Timm | ||
| Buch: | Peter Timm | ||
| Musik: | Karim Sebastian Elias | ||
| Kamera: | Achim Poulheim | ||
| Produzent: | Heike Wiehle-Timm | ||
Liebe Mauer in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Outtakes, Making of, Trailer, Bildergalerie
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