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Kaufvideo
Erhältlich seit:
09.06.2006
Originaltitel: Jeux d'enfants
Frankreich 2003
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16
Guillaume Canet
Marion Cotillard
Thibault Verhaeghe
Regie: Yann Samuell
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

Leben und Liebe sind ein riskantes Spiel für Julien und Sophie. Als Achtjährige lernten sie sich in der Schule kennen, seitdem kreuzen sich ihre Wege. Statt "ich liebe dich", sagen sie "Spiel oder nicht, top oder flop?". Die Mischung aus romantischer Love-Story und Tragödie erinnert in der manchmal surrealen Optik ansatzweise an "Die fabelhafte Welt der Amelie" und sollte sich deshalb im Kino nicht als Flop erweisen.
Die Prüfungsjury traut ihren Augen nicht: Da trägt die Mathe-Studentin über ihren Kleidern sexy Unterwäsche und lässt bei den Antworten ihre Augen immer durch die verglaste Tür schweifen, hinter der sich ihr Freund offen an eine andere Kandidatin heranmacht. Nur eine von vielen Szenen, in denen Julien und Sophie sich quälen, eifersüchtig beobachten und dabei nur zu feige sind, sich ihre Liebe einzugestehen. So verlangt Sophie, dass Julien mit dem Mädchen schläft und anschließend dessen Ohrring als Trophäe. Dass sie dem Lustobjekt dann den Freund ausspannt, ist Teil des perfiden Plans, dem potenziellen Partner einen Stich in die Seele zu versetzen.
Hier hat sich der Franzose Yann Samuell eine etwas andere Romeo und Julia-Geschichte einfallen lassen. Sie können nicht zusammen kommen - aus ganz persönlichen Defiziten. Der Regie-Debütant, der als Illustrator begann und Produzent Christophe Rossignon mit dem ersten Exposé überzeugte, schickt seine Protagonisten auf eine Achterbahn der Gefühle. Die lebenslange Freundschaft beginnt an einem ganz normalen Morgen. Bürgersohn Julien schenkt der von den anderen Schülern als "Polakin" beschimpften Sophie aus der Sozial-Siedlung spontan eine Spieldose. Und diese wandert zwischen ihnen in Zukunft immer hin und her, wenn es heißt "Top oder Flop", wer überschreitet Grenzen, geht weiter und traut sich mehr als der andere. Dabei vergessen sie, wo Respekt aufhört und psychische Verletzung beginnt. Obwohl beide später in fester Beziehung resp. Ehe leben, bleibt die Verbindung bestehen und auch die unerfüllte Sehnsucht nach dem anderen. Bis dass der Tod euch scheidet, bekommt am Ende eine sehr abstruse Bedeutung, an deren Interpretation sich der Zuschauer die Zähne ausbeißen darf.
Und wenn "La vie en rose" in verschiedenen Versionen als Echo auf das Paradoxe (Menschen, die immer Kind sein wollen), erklingt, weiß man nicht, ist das Zynismus oder Kitsch, Ironie oder eine Ode an die Vergeblichkeit von Liebe. Was fast märchenhaft als amüsantes Vergnügen an Träumerei und Anarchie begann, demaskiert sich sukzessive als sinistrer Spaß Erwachsener an Demütigung und Erniedrigung. Sinnloser Kampf statt sinnlicher Liebe. Das ist schade. mk.
| Darsteller: | Guillaume Canet | als Julien | |
|---|---|---|---|
| Marion Cotillard | als Sophie | ||
| Thibault Verhaeghe | als Julien, acht Jahre | ||
| Joséphine Lebas-Joly | als Sophie, acht Jahre | ||
| Emmanuelle Grönvold | als Juliens Mutter | ||
| Gerard Watkins | als Juliens Vater | ||
| Gilles Lellouche | als Serguei | ||
| Julia Faure | als Sophies Schwester | ||
| Laetizia Venezia Tarnowska | als Christelle | ||
| Élodie Navarre | als Aurélie | ||
| Frédéric Geerts | als Igor | ||
| Robert Willar | als Julien, achtzig Jahre | ||
| Nathalie Nattier | als Sophie, achtzig Jahre | ||
| Regie: | Yann Samuell | ||
| Buch: | Yann Samuell | ||
| Jacky Cukier | |||
| Musik: | Philippe Rombi | ||
| Kamera: | Antoine Roch | ||
| Produzent: | Christophe Rossignon | ||
Liebe mich, wenn du dich traust in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Audiokommentar, Musikvideo, Testszene
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