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Liebe mit Risiko

Romantische Gangster-Komödie , in der Ben Affleck als Kleinkrimineller von Jennifer Lopez lernt, wie eine Entführung funktioniert - und sich dabei verliebt.


Liebe mit Risiko

Leihvideo

Erhältlich seit:
06.04.2004

Originaltitel: Gigli

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12

Ben Affleck
Jennifer Lopez
Justin Bartha

Regie: Martin Brest
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Latino-Queen Jennifer Lopez und Frauenschwarm Ben Affleck als Traumpaar vor und hinter der Kamera.

Turbulenter Auftrag für ein ungleiches Team (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Turbulenter Auftrag für ein ungleiches Team (Foto: Columbia TriStar)

Larry Gigli (Ben Affleck), der sich als kleiner Mafia-Handlanger über Wasser hält, sieht sich selbst als den coolsten aller Coolen.

Damit ist er aber auch absolut der einzige, denn bisher war seine Ausführung der Aufträge reichlich unprofessionell.

Weil dem vor Selbstüberschätzung strotzenden Versager niemand zutraut, dass er mit der simplen Entführung eines behinderten Jungen fertig wird, schickt man ihm die aufreizende und wirklich coole Ricki (Jennifer Lopez) zur Unterstützung.

Und doch findet man sich schnell im Schlafzimmer wieder (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Und doch findet man sich schnell im Schlafzimmer wieder (Foto: Columbia TriStar)

Ben trifft J.Lo

Die smarte Lady spielt eindeutig in einer anderen Liga und Larry hat keine Chance - aber die nutzt er. Obwohl Ricki ihn abblitzen lässt, versucht er immer wieder, bei ihr zu landen - während ihm zugleich der scheinbar harmlose Auftrag über den Kopf wächst.

Martin Brest ("Der Duft der Frauen") mixt die volle Starpower zu einem romantisch-komischen Cocktail, dem die Filmlegenden Christopher Walken und Al Pacino den letzten Schliff geben.

Liebe mit Risiko

Der Grund, warum "Gigli" neugierig macht, ist wohl die Tatsache, dass das Yellow-Press-Traumpaar Jennifer Lopez und Ben Affleck hier erstmals gemeinsam vor der Kamera stand (noch vor Kevin Smiths "Jersey Girl"). Darüber hinaus mag es interessant sein, dass es sich hier um ein Drehbuch und eine Inszenierung von Martin Brest handelt, der unter anderem mit "Der Duft der Frauen" und "Rendezvous mit Joe Black" ins Herz des Publikums zielte; und der schon immer zu den Hollywood-Filmemachern gehörte, die sich eher auf Dialog und Charakterzeichnung als auf Hau-Drauf-Action verlassen - was in diesen Tagen eine angenehme Abwechslung sein kann. Das mag damit auch für die sommerleichte dünne Ganoven-Story gelten, die auf ihrer menschlichen Ebene durchaus Spaß bereitet.

Der knappe Plot ist dieser: Ein Gangsterboss denkt sich, der beste Weg einen angeheuerten Ganoven dazu zu bringen, seinen Job korrekt auszuführen, besteht darin, ihm die heiße, lesbische Kollegin Ricki (Jennifer Lopez) als Aufpasserin auf den Hals zu hetzen, die sich auch mit Yoga und asiatischer Philosophie gut auskennt. Der Job: Larry Gigli (Ben Affleck), dessen Name sich auf "really" reimt, soll den behinderten Sohn (Justin Bartha) eines Staatsanwalts kidnappen, der einem Unterweltboss (Al Pacino) das Leben schwer macht.

So weit so gut, geht es letztlich interessanterweise darum (und das mag wiederum problematisch für Ben-Affleck-Fans sein), dass der sich äußerlich tough gebende Gigli hier seine versteckte weibliche Seite entdeckt - in Gegenwart einer tatsächlich toughen Frau, die ihre Männlichkeit auslebt, um schließlich im Aufeinandertreffen mit ihm ihrer femininen Ader nachzugeben. Höhepunkt des Geschlechterkampfs ist Rickis langer Monolog über die ästhetischen und praktischen Vorzüge der Vagina gegenüber dem männlichen Geschlechtsteil. Die Ansprache endet nach ihrer liebreizenden Aufforderung "It's turkey time" tatsächlich mit Sex, bei dem selbstverständlich sie die männliche Rolle einnimmt, bis er an ihrer Brust einschlummert.

Zugegeben ist es vielleicht nicht besonders gut, aber definitiv amüsant, wie sich Affleck in der Rolle des harten Typen wie ein stolzer Hahn aufplustert, während dagegen seine klar dominierende Partnerin an alte "Out of Sight"-Zeiten anknüpft. In dieser Hinsicht scheint Affleck qualifiziert für die Rolle des Einfaltspinsels, der sich für wichtiger und talentierter hält, als er ist. Dabei wirkt er in seinen viel zu großen Gangster-Klamotten (ein Lob an die Kostüm-Abteilung) - klein.

Die Behinderung des "Idioten" Brian ist irgendwo zwischen Autismus, Tourette-Syndrom und dem Weißen-Rapper-Syndrom angesiedelt: Brian rezitiert Rap-Hits aus den Achtzigern und Neunzigern, gipfelnd in einer Interpretation von L.L. Cool J.'s Ballade "I Need Love", und den Home-Boy-Tanzstil beherrscht er auch ziemlich gut. Lustigerweise ist seine einzige Reaktion auf seinen Kidnapper, diesen permanent einen Idioten zu nennen. Ansonsten ist seine Performance stark an "Rain Man" und "Baywatch" orientiert: Eine Nebenhandlung schickt ihn auf die Suche nach dem Strand der bekannten TV-Serie, an dem er im Traum eine Freundin im Bikini findet. Tatsächlich ist Justin Bartha trotz des völlig unlogischen Handicaps bezaubernd, rührend und komisch und füllt die Schwächen des Drehbuchs mit Licht und unschuldiger Menschlichkeit.

Ebenso gut ist daneben die Lopez in Gegenwart der großen Schauspieler Christopher Walken und Al Pacino, die in der handwerklich soliden und übrigens ganz brillant von Robert Elswit ("Punch-Drunk Love") fotografierten Inszenierung mit zwei Starauftritten glänzen, bei denen sie all das tun, was sie am besten können: Walken irritiert Gigli mit einem geschmeidigen Überfall als Cop ("You don't know nuthin' - I can tell just by lookin' atcha."), und Pacino ist der einschüchternde Mafiosi, dem ein Menschenleben nichts bedeutet. In diesen zwei Szenen scheint die Schauspielerin Lopez Pacinos und Walkens unglaubliche Energie ganz aufzusaugen - schade nur, dass davon die zwischen J.Lo und B.Aff angeblich bestehende Chemie auf der Leinwand überhaupt nicht entzündet wird. cm.

Darsteller:  Ben Affleck   als Larry Gigli
  Jennifer Lopez   als Ricki
  Justin Bartha   als Brian
  Christopher Walken   als Det. Stanley Jacobellis
  Lenny Venito   als Louis
  Missy Crider   als Robin
  Al Pacino   als Starkman
  Lainie Kazan   als Giglis Mutter
 
Regie:  Martin Brest  
Buch:  Martin Brest  
Musik:  John Powell  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Martin Brest  
  Casey Silver  

Bennifer und das letzte Abendmahl

"Ich lass' mich doch nicht erpressen!"

"Wills Du mich heiraten?" - "Mal sehen..." (Foto: Buena Vista) Großansicht

"Wills Du mich heiraten?" - "Mal sehen..." (Foto: Buena Vista)

So in etwa lässt sich die Reaktion von Ben Affleck auf die offensiven Heiratspläne seiner ehemaligen Verlobten Jennifer Lopez auf den Punkt bringen. Das war wiederum für J.Lo der Grund, die Berg-und-Talfahrt-Beziehung mit ihrem unwilligen Gespielen zu beenden, wie die Diva jetzt erklärt hat:

"Ich habe viel Energie in die Beziehung mit Ben gesteckt. Aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mich wieder mehr um mein eigenes Leben kümmern muss - beruflich wie privat."

Das sah konkret so aus, dass sich La Lopez erst mal einige wilde Party-Nächte mit Affleck-Vorgänger P. Diddy um die Ohren schlug. Und dass die Verbindung mit Ben beruflich nicht gerade ein Karriereschub war, hat das gemeinsame Kinodesaster "Liebe mit Risiko" überdeutlich gezeigt.

Nun hat J.Lo bekannt, dass ihr die Trennung trotzdem "sehr weh getan" habe. Bis zum Schluss hatte sie den schönen Ben zur Einsicht, das heißt, zur Trauung bewegen wollen. Doch der sei einfach nie willens gewesen, eine Verpflichtung einzugehen. Bens "ewiges Lotterleben" sei schließlich der Grund für das Ende der Beziehung gewesen.

Die Braut, mit der Ben sich nicht traut

Zur alles beendenden Konfrontation war es übrigens bei einem Dinner gekommen, dass La Lopez mit ihrem divenhaften Hang zur Übertreibung dramatisch als "Letztes Abendmahl" bezeichnet hat. Bei Kerzenlicht und mehrgängigem Menü hatte sie Ben ein Ultimatum für die Hochzeit gesetzt - das dieser entrüstet ablehnte. Nach bereits drei abgesagten Trauungsterminen war J.Los Geduld am Ende - und Bennifer Geschichte.

Das gilt übrigens auch für den 280.000 Euro teuren Rolls Royce Phantom, den Ben seiner Jen zum 33. Geburtstag geschenkt hat: J.Lo hat die Luxuskarosse zurückgegeben.

 

Liebe mit Risiko in der Fotoshow

 

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