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Liebe und andere Katastrophen

Romantik-Komödie der Australierin Emma-Kate Croghan um zwei Studentinnen im WG- und Liebestrubel.


Liebe und andere Katastrophen

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Erhältlich seit:
01.03.2007

Originaltitel: Love and Other Catastrophes

Komödie

Australien 1996
Laufzeit: 77 Min.
FSK: ab 12

Matt Day
Matthew Dyktynski
Alice Garner

Regie: Emma-Kate Croghan
Cine Plus Entertainment

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Liebe und andere Katastrophen

Mia und Alice studieren Filmtheorie in Melbourne. In ihrer neuen Wohnung ist noch ein Raum frei. Mit ihrer Freundin Danni will Mia nicht zusammenziehen und die Doktorandin Alice ist seit vier Jahren solo. Also muß ein geeigneter Zimmernachbar gefunden werden. Da verliebt Alice sich ausgerechnet in den notorischen Schürzenjäger Ari. Und Mia versucht verzweifelt, die Aufmerksamkeit ihres Lieblingsdozenten zu erregen. Unerwartete Geschehnisse auf der Einweihungs-Party werfen schließlich alle Pläne über den Haufen...

Mit leichter Hand inszeniert, zeichnet diese herzerfrischende College-Komödie das präzise Porträt weiblicher Großstadt-Twens. Liebe, Lust und Leid sind die stets aktuellen Themen, die von der erst 24jährigen Australierin Emma-Kate Croghan aufregend unverblümt zur Sprache gebracht werden. Getragen von einem Ensemble exzellenter, hierzulande bisher noch unbekannter Jung-Schauspieler, wird dieser gutgelaunte Dialog-Film vor allem bei dem gleichaltrigem Publikum aus dem Großstadtmilieu Anklang finden.

Liebe und andere Katastrophen

Eine echte Entdeckung: Mit der Energie und Frechheit der Jugend katapultiert die 24jährige Australierin Emma Kate-Croghan ihr gelungenes Debüt aus dem Genreumfeld einer schnöden College-Komödie à la "Einsam, zweisam, dreisam" zum erfrischend naseweisen, gnadenlos hochpersönlichen Sturm-und-Drang-Statement. Im Spannungsfeld zwischen flammendem Tarantino-Zitat, forschem Alternativrock und sexuellem Laissez-faire angelegt, trifft die Regisseurin charmant und präzise den Nerv einer Zeit, in der popkulturelle Einflüsse letztlich ebenso wichtig sind wie eigene Erfahrungen.

Schon in Cannes hatte die 40.000-Dollar-Produktion im Markt hohe Wellen geschlagen, und auch bei der Biennale verfehlte der 76minütige Spielfilm mit der archaischen Nonchalance eines Home-Movies in der Reihe "Finestra sulle Immagini" seine Wirkung nicht. Meilenweit entfernt ist ihre liebenswerte Nabelschau von der Pulp Fiction ihres erklärten Vorbildes Tarantino, aber mit dessen entwaffnender Geschwätzigkeit nimmt es Emma-Kate Croghan spielend auf. Mit wasserfallartigen Dialogen, Selbstgesprächen und Off-Kommentaren definiert sie ihre Figuren, ihre Einstellungen, Ängste, Hoffnungen, Vorlieben und Motivationen - ein verbaler Einstieg ins volle Leben, in dem die Realität beißt, wo sie nur kann. Entsprechend lebensnah ist die Geschichte der beiden Wohnungsgenossinnen Alice und Mia ausgefallen. Nach einer liebenswerten Titelsequenz, in der der Einzug der Freundinnen in die gemeinsame Wohnung mit Videobildern festgehalten ist, ranken sich die Ereignisse von "Love and Other Catastrophes" um Alices Suche nach einem Freund, der wie sie Doris Day liebt, linkshändig ist und "Purple Rose of Cairo" mag, und Mias neurotischer Dauerfehde mit ihrer Freundin Danni. Zudem will sie aus Begeisterung für einen Lehrer einen ihrer Kurse am College wechseln - ein Quell ungeahnter Probleme, derer sich Emma-Kate Croghan auf humorvoll karikierte Weise annimmt. In den locker aneinandergereihten Episoden - stets untermalt von stimmungsvollem Rock von Velvet Underground bis Cruel Sea - lernt man die weiteren Mitstreiter auf dem Weg der beiden Protagonistinnen aus ihren Miseren kennen, den schöngeistigen Mädchenschwarm Ari, in den sich ausgerechnet die schüchterne Alice verliebt hat, das unbeholfene Landei Michael, der einfach keinen Anschluß an die verschiedenen Cliquen finden will, und die sprachlos bleibende Savita, die wie ein Damoklesschwert über der Beziehung von Mia und Danni hängt. All die dramatischen und humorigen Verstrickungen erfahren ihre Auflösung bei einer Housewarming-Party und einer anschließenden Diskussion über die filmischen Vorlieben aller Beteiligten. Wie es bei Filmen hoffnungsvoller, junger Regisseure Mitte der neunziger Jahre Sitte zu sein scheint (in Venedig gehörte auch noch der ebenfalls überzeugende "Swingers" von Doug Liman dazu), wird aus der jüngeren Filmgeschichte zitiert, was das Zeug hält. Emma-Kate Croghan hätte das Namedropping nicht nötig: Ihr Film, der über die Leinwand fegt wie ein Wirbelsturm, ohne dafür Spezialeffekte bemühen zu müssen, steht für sich, und seine fröhliche Energie ist ansteckend - auch ohne klingende Namen. ts.

Darsteller:  Matt Day  
  Matthew Dyktynski  
  Alice Garner  
  Frances O'Connor  
  Radha Mitchell  
  Suzi Dougherty  
  Kim Gyngell  
  Suzanne Dowling  
  Paul Harris  
  Adrian Martin  
 
Regie:  Emma-Kate Croghan  
Buch:  Yael Bergman  
  Helen Bandis  
  Emma-Kate Croghan  
Musik:  Oleh Witer  
Kamera:  Justin Brickle  
Produzent:  Stavros Andonis Efthymiou  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Radha Mitchell

Australische Schauspielerin. Sie gehört zu den kämpferischen Blondinen des australischen und amerikanischen Kinos und hat häufig junge...