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Leihvideo
Erhältlich seit:
09.05.2008
Deutschland 2007
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16
Neta Garty
Rade Serbedzija
Tovah Feldshuh
Regie: Maria Schrader
Warner Home Video Germany

Schauspielerin Maria Schrader wagt sich in ihrem Regiedebüt an eine leidenschaftliche "amour fou", die zum obsessiven Spiel um Macht und Unterwerfung eskaliert.
Eines muss man Maria Schrader lassen, sie traut sich was mit "Liebesleben". Denn der gleichnamige Bestseller der israelischen Autorin Zeruya Shalev mit seinen inneren Monologen und langen Satzgebilden ist schwerer Stoff für die Leinwand. Das Wagnis ist optisch gelungen, Benedict Neuenfels' Kamera mit verschiedenen Perspektiven destilliert die obsessive Liebesgeschichte in außergewöhnliche Kinobilder. Die Zutaten: Erotik und Sex, Unterwerfung und Demütigung, Macht und Befreiung. Die 30jährige Jara ist glücklich verheiratet, hat eine Assistentenstelle nach der Dissertation an der Uni in Aussicht, eine Familie, auf die sie sich verlassen kann, ein Baby steht demnächst auf dem Plan. Doch dann trifft sie Arie, den Studienfreund ihres Vaters zu Hause, den die Mutter nicht sehen will. Eine Art "Steppenwolf" à la Hermann Hesse mit rüdem und gebrochenen Charme, der verschlossen eine Mauer aus Verachtung um sich baut. Terra incognita, die niemand betreten darf. Schon bald kommt es zum schnellen Sex im Stehen an der Tür. Dann schickt er Jara in Erwartung seiner Freundin kühl weg. Trotz dieser Demütigung kann sie nicht von ihm lassen, sogar als ein romantischer Ausflug ans Meer in einem sexuellen Alptraum zu Dritt endet, verfällt sie weiterhin der Sucht nach dem provozierenden Fremden und verlässt ihren netten, aber nicht gerade aufregenden Gatten. Die geordnete Existenz und Ehe bricht auseinander, ihr Leben zerspringt in Stücke, die sie erst sehr spät wieder zu einem Ganzen zusammenfügen kann. Die emotionale Konfrontation endet in weiblicher Befreiung und Selbstbewusstsein. Vor sieben Jahren begleitete Maria Schrader die Autorin auf Lesereise und war von der literarischen Figur und ihrer Ambivalenz fasziniert. Die wird von der in ihrer Verletzlichkeit etwas sehr jung wirkenden israelischen Theaterschauspielerin Netta Garti verkörpert, die sich ihrem Gegenpart, dem doch sehr klischeebesetzten Rade Sherbedgia als "alten und satten" Mann, wie er sich selbst bezeichnet, quasi aufdrängt. Mit sehr persönlicher Handschrift und in dichter, manchmal quälender Atmosphäre, legt das psychologisch austarierte Melodram biografische Spuren aus, bleibt dabei nah an der Protagonistin zwischen Masochismus und Märtyrertum, führt subtil zu einem lang gehüteten Familiengeheimnis, das drei in sich zerrissenen Menschen im Dickicht von Widersprüchen und Wahrheiten den emotionalen Kompass verlieren lässt. Der israelische Alltag ist weitgehend ausgeblendet, nur wenn Jara sich weigert einen Bus zu besteigen, ahnt man die permanente Angst vor dem Terror, die keine Normalität erlaubt. "Liebesleben" ist rigoros, fordert Position heraus, verstört zutiefst, Qualitäten, die das Kino braucht. mk.
Eigentlich hat Jara (NETTA GARTI) alles: Sie ist glücklich verheiratet, hat beste Aussichten auf eine Karriere an der Universität, lebt in einer schönen Wohnung und kann sich auf ihre Familie verlassen, die trotz einiger Schwierigkeiten zusammenhält. Doch als sie dem viele Jahre älteren Arie (RADE SHERBEDGIA) begegnet, einem Freund ihres Vaters, gerät ihre heile Welt vollkommen aus den Fugen: Sie verfällt seiner faszinierenden erotischen und widersprüchlichen Anziehungskraft. Neugierig und lebenshungrig wirft sie sich in den Strudel einer amour fou, die alle Dämme ihrer bisherigen Existenz niederreißt. Dabei erkennt sie nicht nur, dass ihre Eltern (TOVAH FELDSHUH und STEPHEN SINGER) ein Geheimnis hüten, zu dem Arie der Schlüssel ist. Sondern auch, dass keine Liebe, kein Mann allein ihr Leben bestimmen dürfen...
Das fulminante Regiedebüt von Maria Schrader porträtiert die obsessive Liebesgeschichte zwischen der jungen Jara und dem um viele Jahre älteren Arie als den leidenschaftlichen Kampf eines ungleichen Paares. Atemberaubend und atemlos kreist LIEBESLEBEN um die Rätsel der Liebe, der Begierde, der geheimen Sehnsüchte und Ängste: Eine sinnliche, leidenschaftliche amour fou. Nach dem gleichnamigen Bestseller der israelischen Autorin Zeruya Shalev erzählt Schrader eine universelle Geschichte über die faszinierende Kraft der Erotik, das Spiel von Macht und Unterwerfung und den schweren Weg zu sich selbst. Eine Geschichte aus dem jungen und lebhaften Israel, die nicht vom Krieg im Krisengebiet handelt, und dennoch unterschwellig von ihm aufgeladen wird.
LIEBESLEBEN ist das Regiedebüt der Schauspielerin Maria Schrader (u.a. AIMEE UND JAGUAR), die gemeinsam mit Laila Stieler (u.a. Drehbuch für Andreas Dresens WILLENBROCK) auch das Drehbuch schrieb. LIEBESLEBEN ist eine Produktion von X Filme in Co-Produktion mit Transfax Film Production/Tel Aviv, dem Bayerischen Rundfunk und Arte und wurde gefördert von der Filmstiftung NRW, FFA, BKM und dem Medienboard Berlin-Brandenburg.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Neta Garty | als Jara | |
|---|---|---|---|
| Rade Serbedzija | als Arie | ||
| Tovah Feldshuh | als Hannah | ||
| Stephen Singer | als Leon | ||
| Ishai Golan | als Joni | ||
| Aryeh Moskona | als Nathan | ||
| Caroline Silhol | als Josephine | ||
| Assi Dayan | als Jaras Professor | ||
| Clara Khoury | als Shira | ||
| Regie: | Maria Schrader | ||
| Buch: | Maria Schrader | ||
| Laila Stieler | |||
| Musik: | Niki Reiser | ||
| Kamera: | Benedict Neuenfels | ||
| Produzent: | Stefan Arndt | ||
Liebesleben in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
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