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Life is Changing

Nach 30 Jahren will ein Mann seine erste Liebe zurückerobern, die als Ehefrau und Mutter in Tanger lebt und die Vergangenheit längst ad acta gelegt hat.


Life is Changing

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Erhältlich seit:
01.09.2011

Originaltitel: Les temps qui changent

Drama

Frankreich 2005
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Catherine Deneuve
Gérard Depardieu
Gilbert Melki

Regie: André Téchiné
Delta Music & Entertainment

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Antoine ist ein erfolgreicher Ingenieur, den ein Auftrag nach Tanger, Marokko führt. Dort arbeitet seine große - und einzige wahre - Liebe Cécile beim Radio. Täglich schickt er ihr Rosen, wirbt heftig um sie. Doch die verheiratete Fünfzigjährige hat mit der Vergangenheit längst abgeschlossen, denkt (zunächst) nicht daran, den romantischen Gefühlen des alternden Romeos nachzugeben. Ihr Job, die Sorgen mit dem schwulen Sohn Samy und dessen merkwürdige Beziehung zu Nadia sind Aufgabe genug.

Zwei Ikonen des französischen Films treffen unter der Regie von André Téchiné ("Weit weg") in diesem tragikomischen Beziehungsfilm aufeinander: Gérard Dépardieu und Catherine Deneuve, die das Werk um zwei Kulturen, zwei Lebensentwürfe und zwei Lieben auch mühelos tragen. In den diversen Nebensträngen geht's dann noch um den Irakkrieg, um Flüchtlingsproblematik, Religionskonflikt und Homosexualität. Das Ergebnis: intellektuelles Kopfkino - mit leichter Hand erzählt. Ein eindeutiger Fall für Frankophile.

Zwei Ikonen des französischen Films treffen unter der Regie von André Téchiné in diesem tragikomischen Beziehungsfilm aufeinander: Gérard Dépardieu und Catherine Deneuve. Nach 30 Jahren will ein Mann seine erste Liebe zurückerobern, die als ziemlich kühle Ehefrau und Mutter in Tanger lebt und die Vergangenheit schon lange ad acta gelegt hat.

Bei André Téchiné muss man mit Überraschungen rechnen. Nach dem in Marokko angesiedeltem "Loin" und "Les Egarées" aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges kehrt er erneut nach Nordafrika zurück und fokussiert sich auf Menschen zwischen zwei Kulturen, Gegensätze zwischen Okzident und Orient, zwei Lieben und zwei Lebensentwürfe.

Es beginnt mit einem Unfall. Der französische Ingenieur Antoine wird bei einem Erdrutsch auf der Baustelle in Tanger verschüttet - ein Kniff, denn die Szene ist keine Rück-, sondern eine Art Vorblende. Denn kurz darauf erfahren wir, dass er nicht nur in die weiße Stadt am Meer gekommen ist, um bei den Marokkanern aufs Tempo zu drücken, sondern vor allem, um die erste und einzige Liebe seines Lebens wiederzusehen, Cécile. Täglich lässt er der Radiomoderatorin eines kleinen Senders anonym Rosen schicken, die sie in den Abfall wirft. Erst durch einen Zufall begegnen sie sich - Antoine entdeckt sie in einem Supermarkt und knallt mit der Nase an eine Glasfront. Dass ausgerechnet Céciles Arzt-Gatte den Verletzten versorgt, könnte als Wink des Schicksals gelten. Doch die pragmatische 50erin zeigt sich genervt von den Liebesbezeugungen des einstigen Geliebten. Die Zeiten ändern sich eben, hinterlassen Spuren in der Seele, manchmal auch Wunden.

Téchiné macht sich auf die Suche nach verschütteten Emotionen und setzt bei dem wiederkehrenden Bild des Erdrutsches auf starke Metaphorik. Der Unfall als Auslöser einer Katharsis, nicht das Ende der Hoffnung, sondern deren Beginn, denn am Bett des im Koma Liegenden erkennt die sonst so Schroffe und Gleichgültige die Kostbarkeit des unter der Last des Alltags verlorenen Gefühls.

Dennoch bleibt die Kernfrage, "warum nach 30 Jahren" ungelöst und Unklarheit, was die beiden mal verbunden hat. Die Personen umkreisen sich - Depardieu als konsequente Träumer, der trotz körperlicher Stärke zerbrechlich wirkt, Deneuve als unsympathische Zicke, die das Kapitel Liebe abgeschlossen hat, ihr schwacher Mann, der sich mit sportlichem Sprung ins Wasser flüchtet oder mit hartem Whiskey tröstet, der Sohn, der mit einer alleinerziehenden marokkanischen Freundin aus Paris kommt, um mit seinem einheimischen Liebhaber ein paar schöne Stunden zu verbringen, die junge Frau, die ihre Zwillingsschwester treffen möchte und auf Ablehnung stößt. Sie alle sind in Bewegung, vermeiden im Wartesaal zum großen Glück die Wirklichkeit. Wie auch die Afrikaner, die in stoischer Ruhe auf ein Boot ins gelobte Europa warten und wenn sie zurückgeschickt werden, die Überfahrt aufs Neue versuchen. "Les temps qui changent" ist klassisches französisches Kino ohne Abstriche. Für den, der es mag. mk.

Darsteller:  Catherine Deneuve   als Cécile
  Gérard Depardieu   als Antoine Lavau
  Gilbert Melki   als Natan
  Malik Zidi   als Sami
  Lubna Azabal   als Nadia/Aicha
  Tanya Lopert   als Rachel
  Nabila Baraka   als Nabila
  Jabir Elomri   als Said
  Nadem Rachati   als Bibal
 
Regie:  André Téchiné  
Buch:  André Téchiné  
  Laurent Guyot  
  Pascal Bonitzer  
Musik:  Juliette Garrigues  
Kamera:  Julien Hirsch  
Produzent:  Paulo Branco  
 

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Features

 

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Catherine Deneuve

Die schönste Frau Frankreichs, die Sphinx mit der Aura der Unnahbarkeit - mit dem makellosen Äußeren, mit dem Flair der Verruchtheit...

 

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Gérard Depardieu

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