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Lippels Traum

Stimmige Neuverfilmung von Paul Maars Jugendbuch, in der der Regisseur ein Loblied auf die Kraft der Fantasie singt.


Lippels Traum

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.03.2010

Kinderfilm

Deutschland 2008
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Karl Alexander Seidel
Anke Engelke
Moritz Bleibtreu

Regie: Lars Büchel
Universum Film

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Lippels Traum

Vom bayerischen Passau ins Morgenland träumt sich der kleine Philipp, genannt Lippel. Sein Vater, ein Nobelkoch, ist auf Geschäftsreise in den USA, und deshalb passt die neue Haushälterin Frau Jakob auf ihn auf. Sie entpuppt sich als fieser Kinderschreck, und so flüchtet sich der Elfjährige in eine orientalische Traumwelt, in der auf seltsame Weise auch sein Papa, Frau Jacob und zwei Klassenkameraden auftauchen. Hier gilt es nun, nichts weniger als eine heimtückisch eingefädelte Palastrevolution zu vereiteln.

Die vierte Zusammenarbeit von Autor Paul Maar ("Das Sams") und Produzent und Koautor Ulrich Limmer lebt vom launigen Spiel mit Zeit und Raum, von der stimmigen Ausstattung und den farbenfrohen Kostümen. Die Schauspieler haben sichtlichen Spaß mit ihren Doppelrollen, der sympathische Karl Alexander Seidel ("Hände weg von Mississippi") meistert seinen Part als Lippel mit Bravour. Ein von Lars Büchel ("Erbsen auf halb 6") mit viel Herz und technisch virtuos umgesetztes Loblied auf die Kraft der Fantasie.

Lippels Traum

In der stimmigen Neuverfilmung von Paul Maars Jugendbuch spielt Regisseur Lars Büchel gekonnt mit Zeit und Raum und singt ein Loblied auf die Kraft der Fantasie.

Was macht man, wenn der geliebte Papa beruflich weg muss, und dafür eine fiese Haushälterin bei einem zu Hause einzieht? Ganz einfach, man träumt sich weg. Wie der kleine Philipp (Karl Alexander Seidel), genannt Lippel, Held von "Lippels Traum", Lars Büchels ("Erbsen auf halb 6") Neuverfilmung des gleichnamigen Jugendbuchklassikers von Paul Maar, das Karl-Heinz Käfer 1990 erstmals adaptierte. Der erfolgsverwöhnte Maar ("Das Sams") war mit dieser Bearbeitung wenig zufrieden und froh, gemeinsam mit Ulrich Limmer nun eine neue, etwas modernere und leicht veränderte Drehbuchfassung erstellen zu dürfen.

Im Kern bleibt die Geschichte jedoch gleich: Starkoch Otto Mattenheim (unterfordert: Moritz Bleibtreu) muss nach Amerika und weil sein Sohn keine Mutter mehr hat, engagiert er Frau Jakob - Anke Engelke, ansehnlicher, aber etwas schwächer als Irm Hermann in der ersten Verfilmung von 1990-, die auf seinen Sohn aufpassen soll. Doch anstatt sich um den Elfjährigen zu kümmern, setzt sie ihm zu, schikaniert ihn, wo sie nur kann. Nur gut, dass der Bub von seinem Vater als kleines Trostpflaster eine Ausgabe der Geschichten aus 1001 Nacht geschenkt bekommen hat, in das er sich sofort vertieft und in dessen märchenhafte Welt er nachts eintaucht.

Vom steten Wechsel zwischen Zeit und Raum, auf der einen Seite der geheimnisvolle Orient - gedreht wurde im marokkanischen Quarzazate -, auf der anderen das Passau von heute, bezieht der Film seine Spannkraft. Statt sattsam bekannter digitaler Tricks viele "reale" wohlkomponierte Bilder (Kamera: Jana Marsik). Ob verwinkelte deutsche Gassen mit ihren mittelalterlichen Häusern, ob brodelnder Basar oder die Weite der Wüste, hier gibt's viel zu schauen - nicht zuletzt dank der stimmigen Ausstattung und der farbenfrohen Kostüme. Das macht auf optischer Ebene den Reiz dieses ungewöhnlichen Abenteuers aus.

Dann ist da noch die Handlung. Das federleichte Spiel mit der Fantasie. Wo der Vater im Traum zum Sultan wird, die Haushälterin zu dessen intriganter Schwester. Nicht weniger als eine Palastrevolution vereiteln Lippel und seine Klassenkameraden Hamide (Amrita Cheema) und Arslan (Steve-Marvin Dwumah), in der Parallelwelt Kinder des Herrschers aus dem Morgenland. Der kleine Held lernt sich zu wehren, mit Hilfe des Straßenköters Muck - eine Referenz an Maars "Herr Bello" vielleicht -, in "Star Wars"-Manier mit einer Taschenlampe und vor allem mit Köpfchen. Die Tage mit der Haut am Kakao, der ungeliebten Tomaten und des tyrannischen Sohns vom verschlagenen Korektor (Uwe Ochsenknecht) sind vorbei - und der Papa erkennt endlich, dass Serafina (Christiane Paul) mehr ist als nur eine gute Arbeitskraft. Zauberhaft dieser Kinderfilm, in dem auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. geh.

Lippels Traum

Phillip, genannt Lippel, muss zu Hause bleiben, da sein Vater auf Geschäftsreise in die USA fliegt. Währenddessen passt die neue Haushälterin Frau Jakob auf Lippel auf. Doch diese entpuppt sich als kleinkarierter Kinderschreck. Und so flüchtet sich Lippel nachts in eine orientalische Traumwelt, in der auf seltsame Weise auch sein Vater, Frau Jakob und zwei Klassenkameraden auftauchen. Im Orient erlebt Lippel die tollsten Abenteuer. Seine Träume helfen ihm, gemeinsam mit seinen Klassenkameraden die böse Frau Jakob aus dem Haus zu jagen und seinen Freund, den Straßenhund Muck, zu retten.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Karl Alexander Seidel   als Lippel
  Anke Engelke   als Frau Jakob/Böse Tante
  Moritz Bleibtreu   als Otto Mattenheim/König
  Christiane Paul   als Serafina
  Amrita Cheema   als Hamide
  Steve-Marvin Dwumah   als Arslan
  Marius Weingarten   als Hermann/Wirtssohn
  Uwe Ochsenknecht   als Konrektor Färber/Herbergswirt
  Edgar Selge   als Herr Schmiedle
  Eva Mattes   als Frau Hofstetter
 
Regie:  Lars Büchel  
Buch:  Paul Maar  
  Ulrich Limmer  
Musik:  Konstantin Wecker  
Kamera:  Jana Marsik  
Produzent:  Ulrich Limmer  
 

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