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Living in Oblivion

Der Jung-Regisseur Nick dreht durch beim Drehen: Seine Schauspieler sind eifersüchtig aufeinander und die Techniker unfähige Trottel. Symphatische Komödie von Tom DiCillo über das Filmemachen.


Living in Oblivion

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Erhältlich seit:
01.09.2005

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12

Steve Buscemi
Catherine Keener
Dermot Mulroney

Regie: Tom DiCillo
Galileo Medien AG

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Living in Oblivion

Ein Tag wie jeder andere am Set einer Low-Budget-Produktion: Die Schauspieler sind eifersüchtig aufeinander, anstatt sich zu lieben, die Leute hinter der Kamera haben die Technik nicht im Griff, alle plagen sich privat mit verkorksten Liebesbeziehungen herum, und die Produktion droht aus dem Ruder zu laufen. Kameramann, Hauptdarsteller und Filmemacher haben jeweils ihre eigene Sicht der Dinge, und die Mutter des Regisseurs fungiert als unsichtbare Drahtzieherin.

Mit "Living in Oblivion" hat Tom DiCillo seinen zweiten Spielfilm inszeniert. Seine eigenen Erfahrungen im Showbusiness haben ihn dazu gebracht, diese intelligente Komödie über das Filmemachen zu drehen. DiCillo erweist sich als Virtuose auf dem Regiestuhl: Spielerisch wechselt er zwischen verschiedenen Zeitebenen und Farbmaterialien. Aus dem Ensemble ragt Steve Buscemi ("Desperado") besonders hervor. Sympathischer Insider-Film mit hohem Kultpotential.

Living in Oblivion

Filme über das Filmemachen zu drehen, hat Regisseure jeglicher Couleur und jeglichen Temperaments immer wieder gereizt. Die Beschäftigung mit dem eigenen Beruf scheint so manchem Betreiber dieser Zunft teilweise den Gang zum Psychotherapeuten erspart zu haben. Nun hat sich der Schauspieler und Kameramann Tom DiCillo, der unter anderem in Jim Jarmuschs "Stranger than Paradise" das Licht setzte, über seine Profession seine Gedanken gemacht. "Living in Oblivion", seine zweite Regiearbeit nach "Johnny Suede", ist eine intelligente, wunderbar verdrehte Komödie über den "Alptraum Filmemachen", die, entsprechend sorgfältig vermarktet und mit der zu erwartenden Mundpropaganda, durchaus das Zeug hat, zu einem kleinen Kultfilm zu avancieren. Die Handlung des Films spielt sich an einem einzigen Tag auf dem Set einer Low-budget- Produktion ab. Stab und Schauspieler liegen ständig miteinander im Clinch, Intrigen werden gesponnen, das Geld reicht vorne und hinten nicht und das ganze Projekt steht immer kurz vor dem Abbruch. DiCillo, der selbst aus fünfzehnjähriger Erfahrung weiß, welche Tücken das Low-budget-Filmemachen birgt, findet einen wunderbaren Kunstgriff, all seine Erlebnisse auf Zelluloid zu bannen. Er erzählt die Geschichte einfach aus verschiedenen Perspektiven, schlüpft mal in die Rolle des Regisseurs, mal in die des Hauptdarstellers, mal in die des Kameramannes. Während er so seine Vergangenheit aufarbeitet, zeigt er gleichzeitig, wieviel er von seinem Handwerk versteht: Er montiert geschickt Farb- mit Schwarzweiß-material, wechselt spielerisch zwischen den Zeitebenen und bedient sich der Versatzstücke verschiedenster Genres. Ebenso souverän wie ihr Regisseur agieren auch die mit Ausnahme von Steve Buscemi, der DiCillos Alter ego verkörpert, eher unbekannten Darsteller dieses mit wenig Geld realisierten Werkes. Allen Beteiligten ist der Spaß anzumerken, den sie bei ihrer Arbeit hatten. "Living in Oblivion", ein Pflichtfilm für alle griesgrämigen Filmhochschüler, ist eine wunderbare Hommage ans Filmemachen, ein Film, der den 100jährigen Geburtstag des Kinos würdig ehrt. GeH.

Darsteller:  Steve Buscemi  
  Catherine Keener  
  Dermot Mulroney  
  Danielle von Zerneck  
  James LeGros  
  Rica Martens  
  Peter Dinklage  
  Robert Wightman  
 
Regie:  Tom DiCillo  
Buch:  Tom DiCillo  
Musik:  Jim Farmer  
Kamera:  Frank Prinzi  
Produzent:  Michael Griffiths  
  Marcus Viscidi  
 

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