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Lola rennt

Virtuose Hetzjagd einer jungen Berlinerin, die ihrem Freund das Leben retten will.


Lola rennt

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Erhältlich seit:
27.05.2011

Action/ Komödie

Deutschland 1998
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 12

Franka Potente
Moritz Bleibtreu
Herbert Knaup

Regie: Tom Tykwer
Warner Home Video Germany

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Lola rennt

Lola und Manni leben in Berlin, sind beide Anfang zwanzig und schwer ineinander verliebt. Manni, der keine Arbeit hat, jobbt als Geldkurier für einen Autoschieber. Da kommt es eines Tages zur Katastrophe: Auf der Flucht vor Fahrscheinkontrolleuren hat der junge Mann die Plastiktüte mit dem Geld in der U-Bahn liegenlassen. In 20 Minuten will sein Boß die 100.000 Mark wiederhaben. Manni ist verzweifelt und ruft Lola an. Sofort macht sie sich daran, das fehlende Geld zu besorgen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Bewegende, furios bewegte Bilder, atemlose Schnitte, irrwitziges Tempo, schräge Zeichentricksequenzen, eingängiger Soundtrack, Phantasie statt Monotonie - ein deutscher Film von Weltformat. Geschaffen hat ihn Autor-Regisseur Tom Tykwer, der schon mit "Die tödliche Maria" und "Winterschläfer" nachhaltig auf sich aufmerksam machte. Mit den Jung-Stars Franka Potente und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen ideal besetzt, verbindet dieses erfolgreichste deutsche Werk des letzten Jahres beste Unterhaltung mit Anspruch. Im Kino sahen über zwei Millionen Zuschauer Lola rennen.

Lola rennt

"Einen kleinen Film" nennen Autor-Regisseur Tom Tykwer und Produzent Stefan Arndt ihre neueste, komplett in Berlin entstandene Produktion. Ein allenfalls über das Budget von drei Mio. Mark begründetes Etikett, das aber weder vom Unterhaltungswert noch den erstaunlichen formalen Qualitäten gerechtfertigt ist. Denn Tykwers dynamischer und hitziger Gegenentwurf zum brillanten, in der Bewegung eisig-erstarrten "Winterschläfer" ist der lebendigste und im besten Sinne jugendlichste Film, den das deutsche Kino seit langer Zeit herausgebracht hat.

Der ambitionierte formale Anspruch, der die Möglichkeiten der filmischen Bildsprache in einer "Rennzeit" von 81 Minuten rekapitulieren will, zeigt sich wie in "Winterschläfer" schon in einer beeindruckenden Creditsequenz, die die zentralen Elemente des Films, Mensch und Zeit, originell visualisiert. Mit Speed-Zooms, Speed-Wischblenden, atemlosen Kamerafahrten (Tykwer-Veteran Frank Griebe in gewohnter Klasse) und einem rasanten, doch den Überblick nicht aus den Augen verlierenden Schnitt (Debüt von Cutterin Mathilde Bonnefoy), legt "Lola rennt" ein Tempo vor, das sich an dem bewußt minimalistischen Plot orientiert. Franka Potente, die Entdeckung aus "Nach fünf im Urwald" im Look einer Neo-Punkerin auf den Spuren von Toyah, ist die quirlige und leidenschaftliche Lola, der 20 Minuten bleiben, um 100.000 Mark aufzutreiben. Damit Freund Manni (Moritz Bleibtreu, "Knockin' on Heaven's Door") nicht von einem Gangster (Heino Ferch als gemeine Glatze) gelyncht wird, weil er die Kohle in der U-Bahn zur Freude eines Penners liegenließ. Wer kann mir helfen? denkt Lola in Hyperspeed nach, während die Kamera sie umkreist und hektisch aneinandergereihte Gedanken ihr durch den Kopf schießen. Und dann läßt Tykwer Lola los, hetzt sie durch das sommerliche Berlin, schier losgelöst von der Welt, eine Handvoll Figuren passierend, deren unmittelbare Zukunft in furiosen, auf Sekunden komprimierten Lebensabriß-Sequenzen sichtbar wird. Dreimal wird Lola auf den jeweils 20minütigen Adrenalin-Trip zu ihrem vermögenden Vater geschickt, wobei ihre Stationen konstant bleiben, aber die Situationen und die sie illustrierenden visuellen Perspektiven variiert werden. Zweimal steht am Ende der Tod, aber dieser Film feiert das Leben und beginnt in einer Mischung aus "Und täglich grüßt das Murmeltier" und Alain Resnais "Smoking/No Smoking" den Kreislauf (ein "Winterschläfer"-Motiv) neu. Die Dialoge hält Tykwer unprätentiös einfach, die Figuren bleiben Skizzen, was zum einen der Ansatz des Films erfordert, aber auch die Alltags-Hektik spiegelt, die den Menschen hinter der Maske (in einer berührenden Szene am deutlichsten festgemacht an Armin Rohdes Bankportier) oft nicht erkennbar werden läßt. Am Ziel angekommen, zeigt sich mit "Lola rennt" einer der kurzweiligsten Filme des Jahres, dem - richtig an das junge Zielpublikum vermittelt - alle kommerziellen Möglichkeiten offenstehen. kob.

Darsteller:  Franka Potente   als Lola
  Moritz Bleibtreu   als Manni
  Herbert Knaup   als Lolas Vater
  Nina Petri   als Jutta Hansen
  Armin Rohde   als Herr Schuster
  Joachim Król   als Norbert von Au
  Ludger Pistor   als Herr Meier
  Suzanne von Borsody   als Frau Jäger
  Sebastian Schipper   als Mike
  Julia Lindig   als Doris
  Lars Rudolph   als Kassierer Kruse
  Andreas Petri   als Sanitäter
  Klaus Müller   als Croupier
  Utz Krause   als Casino-Manager
  Beate Finckh   als Casino-Kassiererin
  Volkart Buff   als Krankenwagenfahrer
  Heino Ferch   als Ronnie
  Ute Lubosch   als Mutter
  Dora Raddy   als Die Alte
  Monica Bleibtreu   als Die Blinde
  Peter Pauli   als Wachmann Supermarkt
  Marc Bischoff   als Polizist
 
Regie:  Tom Tykwer  
Buch:  Tom Tykwer  
Musik:  Tom Tykwer  
  Johnny Klimek  
  Reinhold Heil  
Kamera:  Frank Griebe  
Produzent:  Stefan Arndt  

"Lola rennt" an die Spitze der Kinocharts

Erst sieht man nur ihre roten Haare, dann erkennt man die ganze Frau. Doch sie bleibt nicht stehen, nein, Lola rennt...

Lola rennt und rennt und rennt... (Foto: Prokino (Filmwelt)) Großansicht

Lola rennt und rennt und rennt... (Foto: Prokino (Filmwelt))

Am 20. August 1998 gelang Regisseur Tom Tykwer, was vor ihm nur wenigen anderen gelungen war: Er revolutionierte den deutschen Kinofilm und hatte damit sogar Erfolg beim Publikum. Mit "Lola rennt" schuf er einen innovativen, kurzweiligen und doch tiefgründigen Actionfilm, der nach seinem Start in Deutschland sogar die Filmwelt in Übersee nachhaltig beeinflussen sollte.

In drei jeweils 20-minütigen und identisch beginnenden Handlungsvarianten wird die Geschichte von Lola und Manni erzählt, in der die kleinsten Abwandlungen über Leben oder Tod entscheiden. Eins ist jedoch sicher: Lola muss rennen, wenn sie ihren Manni retten will.

Der erste Schritt

Franka Potente und Moritz Bleibtreu schafften es, mit Tykwers Meisterwerk in Hollywood Aufmerksamkeit zu erregen. Während Franka versuchte, auch dort Karriere zu machen, blieb Moritz erst mal seiner Heimat treu.

Das Motiv der drei sich wiederholenden Handlungssequenzen wurde in einer Folge der "Simpsons" umgesetzt, außerdem ließen sich Bon Jovi davon zum Video von "It's My Life" inspirieren.

 

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Franka Potente

Franka Potente wurde mit ihrer rotschöpfigen Lola in Tom Tykwers "Lola rennt" die Galionsfigur für den Aufbruch des deutschen Films am Ende...

 

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Moritz Bleibtreu

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